Diese verbindenden Konzeptionselemente sind der Jugenddorfgedanke und die
Kernkompetenzen des CJD, nämlich Religionspädagogik, Sport- und Gesundheitspädagogik,
Musische Bildung und Politische Bildung. Hierbei setzt das CJD auf die Gemeinschaft
junger Menschen, die sich nicht nur im Jugenddorfleben und der Jugenddorfmitverantwortung
ausdrückt, sondern auch in der großen Gemeinschaft junger Menschen im CJD. So
führen zum Beispiel die Musischen Festtage oder das CJD Sportfestival des CJD
tausende junger Menschen über Tage an einem Ort zusammen und lassen sie in
musischer Darstellung oder sportlichem Wettkampf das Leben in großen Gemeinschaften
unter einer Zielstellung erleben. CJD Orchester, Jugendkammerchöre, die
Christoporuskantorei sowie CJD Jugendmusikschulen tragen unseren musischen
Schwerpunkt bis in die Philamonien großer Städte.
So können Kinder und Jugendliche neben dem Gymnasium auch in Haupt- und Realschule gefördert werden.
Bei aller Vielfalt der Förderformen und Angebote bleibt der Jugenddorfgedanke zentral. Gemeinsam Leben, Lernen
und Erleben ist unsere Devise, dass wirklich keiner verloren geht.
Daneben hat jede CJD Jugenddorf-Christophorusschule ihre eigene Identität und
eigene Schwerpunkte entwickelt. Unsere Leitmaxime "Keiner darf verloren gehen!"
hat uns sensibel für die Kinder und Jugendlichen gemacht, die oft im schulischen
Alltag unter einer Ablaufspädagogik zu kurz kommen. Dies können junge Leistungssportler
sein, zum einen, weil sie besondere sportliche Förderungen erfahren sollen,
oder zum anderen, weil sie als Elitesportler durch Blockkurse im Sport auf
öffentlichen Schulen aufgrund nicht abgestimmten Unterrichts schulische Nachteile
erleiden würden. Ihnen kann durch ein auf den Sport abgestimmtes sozialpädagogisches
und schulisches Programm besonders geholfen werden. Gleiches gilt aber auch für
asthmakranke Kinder und Jugendliche, die nur unter bestimmten klimatischen
Bedingungen und unter besonderer Behandlung Heilung erfahren. Aber auch unsere
hochbegabten Kinder und Jugendliche brauchen oft einen anderen sozialen und
schulischen Kontext, zum Beispiel eine besondere Gemeinschaft, aber auch andere
schulische Anforderungen und Unterrichtsgestaltungen. Für besondere Angebote
in diesem Bereich haben wir ein weitgefächertes Programm in einigen unserer
CJD Einrichtungen. Es gibt aber auch Kinder und Jugendliche mit Teilleistungsstörungen,
hier vor allem im Formenkreis der Legasthenie. Sie brauchen ganz besondere
Ansprache und Ermutigung, um ihren eigentlichen Fähigkeiten entsprechende
Leistungen erbringen zu können. Hier sind eigene Schwerpunkte und Förderzentren
in einigen CJD Einrichtungen aufgebaut worden. Aber auch Kinder und Jugendliche
mit sozialen Anpassungsproblemen oder spezifischen Störungen aus dem hyperkinetischen
Formenkreis können bei uns Hilfe finden. Dabei vereinen einige CJD
Jugenddorf-Christophorusschulen auch verschieden Schulen unter einem Dach.
So können Kinder und Jugendliche neben dem Gymnasium auch in Haupt- und Realschule
gefördert werden.
Bei aller Vielfalt der Förderformen und Angebote bleibt der Jugenddorfgedanke
zentral. Gemeinsam Leben, Lernen und Erleben ist unsere Devise, dass wirklich
keiner verloren geht. Dies bedeutet konkret, Eigenverantwortung, Aufgeschlossenheit
gegenüber allen Bildungsangeboten, Mitverantwortung und Mitgestaltung, Toleranz
gegenüber anderen, Kreativität, Weltoffenheit, aber auch gemeinsam wohnen in
Wohngruppen unter qualifizierter sozialpädagogischer Begleitung und gemeinsamem
außerschulischen Lernen durch differenzierte Lerngruppen mit Motivationsgesprächen
und Lernhilfen in den Kernfächern sowie einer gezielten Freizeitpädagogik.
Dipl.-Psych. Klaus Stiller
Psych. Psychotherapeut, Psychoanalytiker (DGIP, DGPT)