Dank den Privatschulen besteht in der Schweiz ein differenziertes und innovatives Bildungsangebot,
welches u.a. auch der Mehrsprachigkeit und der damit verknüpften kulturellen Vielfalt dieses Landes gerecht wird.
Für die Schweiz mit ihren vier Landessprachen - Deutsch - Französisch - Italienisch
und Rätoromanisch - war es schon immer ein Gebot, multikulturelle Bildung zu fördern.
In den letzten Jahren wurde diese Entwicklung durch die Zunahme der internationalen
Beziehungen, der weltweiten Mobilität und die wachsende Zahl der in der Schweiz
niedergelassenen Ausländer bzw. internationalen Unternehmungen begünstigt. Ihrer
pädagogischen Tradition verpflichtet, leisten die Privatschulen einen wichtigen
Beitrag an die multikulturelle Erziehung. Heute besuchen ungefähr 100'000 Studierende
aus den verschiedenen Regionen unseres Landes und aus über hundert verschiedenen
Nationen eine Privatschule des Verbandes Schweizerischer Privatschulen VSP.
Dieser wurde 1909 gegründet und zählt gegenwärtig 270 Mitgliedschulen, worunter
sich die wichtigsten und ältesten (privaten) Bildungsinstitutionen des Landes befinden.
Heute erfüllen die privaten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen eine wichtige
Ergänzungsfunktion zum staatlichen Erziehungs- und Bildungswesen, welches nie
einer Zentralgewalt anvertraut wurde. Dank den Privatschulen besteht in der
Schweiz ein differenziertes und innovatives Bildungsangebot, welches u.a. auch
der Mehrsprachigkeit und der damit verknüpften kulturellen Vielfalt dieses
Landes gerecht wird.
Das multikulturelle Zusammenleben im Internat eröffnet die Möglichkeit, weltumspannende Freundschaften
zu schliessen sowie die Traditionen anderer Kulturen kennenzulernen und zu respektieren.
Multikulturelles Zusammenleben in Privatschulen
Sowohl Internate als auch Externate bieten anspruchsvolle Ausbildungsprogramme
zur Vorbereitung auf international anerkannte Diplome an. Diese sind Voraussetzung
für ein Studium im In- und Ausland. Unter anderem werden die offiziellen schweizerischen,
deutschen, amerikanischen, englischen, französischen und italienischen
Mittelschulabschlüsse angeboten. Auch das international anerkannte Diplom
"International Baccaulaureat" kann auf Englisch oder Französisch erlangt werden.
Zudem haben sich in den letzten zehn Jahren zahlreiche Mitgliedschulen unseres
Verbandes als eigentliche BilingueSchulen profiliert. In diesen Schulen wird ein
Teil der Unterrichtsfächer in der Landessprache der Region erteilt, der andere
Teil in einer Zweitsprache - z.B. Deutsch, Französisch, Englisch oder Italienisch.
Dieser Immersionsunterricht hat sich sehr gut bewährt und ist geeignet, das
Verständnis für andere Sprachen und Kulturen zu fördern.
Die Privatschulen sind bestrebt, auf die Schülerpersönlichkeit bezogene
Ausbildungsprogramme und individuelle Betreuung anzubieten. Sie sind der
Weltgemeinschaft gegenüber offen und fördern bei ihren Studierenden Toleranz
für andere Kulturen. Die Internate des VSP haben sich in einer gemeinsamen
Erklärung verpflichtet, hohen Ansprüchen sowohl in der Ausbildung als auch
in der Betreuung der Studierenden zu genügen. Das multikulturelle Zusammenleben
im Internat eröffnet die Möglichkeit, weltumspannende Freundschaften zu
schliessen sowie die Traditionen anderer Kulturen kennenzulernen und zu
respektieren. Viele während der Ausbildung in der Schweiz geknüpften Kontakte
entwickeln sich zu persönlichen Beziehungen, die sich ein Leben lang und über
die nationalen Grenzen hinweg erhalten. Ausserdem kann der Schulbesuch
weitgehend losgelöst von internationalen Spannungen oder Unruhen in einem
sicheren Umfeld erfolgen.
Schweizer Privatschulen: ein Qualitätsprodukt!
Der ausgezeichnete Ruf des schweize- rischen Bildungswesens ist interna- tional
bekannt. Qualität ist im Schweizer Privatschulwesen ein Schlüsselwort.
Privatschulen stehen unter der Aufsicht der kantonalen Behörden. Massgebend
ist die jeweilige kantonale Schulgesetz- gebung. Zudem hat der VSP an seiner
Mitgliederversammlung vom 08. Mai 2004 den für die Zukunft des im VSP
organisierten Privatschulwesens richtungsweisenden und historischen Beschluss
gefasst, dass sämtliche Verbandsschulen bis zum 31. Dezem- ber 2007 mit einem
markterprobten und national bzw. international anerkannten Qualitätssystem
zu zertifizieren sind. Schulen ohne Zertifizierung bis zum erwähnten Datum
droht der Ausschluss aus dem Verband. Mit diesem Schritt wird die Vertrauenswürdigkeit
unserer Mitgliedsschulen sowohl gegenüber
Eltern und Schüler(inne)n als auch gegenüber den staatlichen Behörden massiv gesteigert.
Im weiteren hat der VSP eine Qualitätskommission geschaffen, die unsere Schulen bzw. Eltern
und Studierende bei Schwierigkeiten unterstützt.
So finden Sie die "richtige" Schule:
Wenn Sie eine bestimmte soziale Umgebung für Ihre Kinder suchen, eine hohe
Qualität der Ausbildung verlangen und Wert auf eine Förderung legen, die
behutsam zu Eigenverantwortung und Unabhängigkeit führt, dann kann ein
Schweizer Internat für Sie die richtige Wahl sein. Für mehr Informationen
und eine erste Beratung über die zahlreichen Ausund Weiterbildungsmöglichkeiten
der Verbandsschulen können sich interessierte Personen an die VSP Informations-
und Beratungsstelle wenden. Diese vom VSP geschaffene Beratungsstelle hat
sich zum Ziel gesetzt, Personen mit einem Bildungsproblem kompetent und
objektiv zu beraten. Trotz dieser Dienstleistung sollte sich der/die
Interessent(in) auch ein eigenes Bild machen können. Der VSP und die
verbandseigene Beratungsstelle empfehlen deshalb, vor der Wahl einer
Schule die nachstehenden Punkte zu beachten:
Prüfen Sie die Schulunterlagen genau. Die Vertragsbestimmungen sollten
klar sein und Angaben über Aufnahmebedingungen, Fächer und Lehrstoffprogramm,
Unterrichtsform und zeiten, Beginn und Dauer der Ausbildung, Art des
Abschlusses sowie Kosten enthalten.
Suchen Sie das Gespräch mit der Schulleitung. So können Sie sich über
die gegenseitigen Vorstellungen orientieren und Unklarheiten beseitigen.
Die Schulleitung sollte auch bereit sein, auf die Anliegen der Eltern
und Schüler(innen) einzugehen.
Besuchen Sie - falls möglich - eine Schnupperlektion. Damit lernen Sie
den Unterrichtsstil und das Lehrpersonal einer Schule besser kennen.
Ehemalige Schüler(innen) oder andere Referenzpersonen können weitere Auskünfte geben.
Sollten Sie Interesse am Angebot unserer Verbandsschulen haben oder Unterlagen wünschen, können Sie sich
unter folgender Adresse schriftlich oder telefonisch an uns wenden:
Informations- und Beratungsstelle des Verbandes Schweizerischer Privatschulen (VSP)
Hotelgasse 1 - Postfach
CH-3000 Bern 7