Katholische Internate können in Deutschland auf die längste Bildungstradition zurückblicken. Solange es in Deutschland Kirche und Klöster gibt, solange gibt es katholische Schulen und Internate.
Katholische Internate können in Deutschland auf die längste
Bildungstradition zurückblicken. Solange es in Deutschland
Kirche und Klöster gibt, solange gibt es katholische Schulen
und Internate. Die Mönche wussten von Anfang an, dass der Mensch ein Kulturwesen ist
und nur als Kulturwesen überlebt. Für die Mönche war klar: Kultur gründet sich
zum einen im Leben nach festen Regeln verbunden mit der Suche nach
Gott und zum anderen auf ein Streben nach Wahrheit und Gerechtigkeit.
Zu diesem Leben gehört
– die Schulung des Geistes
– die Bildung des Herzens
–
die Entwicklung des Körpers
Der Mensch, der lesen kann, erfährt die Freiheit, unter verschiedenen Meinungen eine eigene Position zu entfalten. Der Mensch, der ein
gutes Herz hat, wird sich immer verantwortlich fühlen für den Mitmenschen. Und der Mensch, der auch auf seinen Körper achtet,
wird mit sich und seiner Umwelt im Einklang sein. Solche Erziehung wird sich nicht zuerst funktionalen Zwängen einer Gesellschaft
unter- werfen; sie stellt vielmehr die Menschwerdung in den Mittelpunkt des pädago- gischen Bemühens.
Unsere Internatspädagoginnen und -pädagogen begleiten die Jugendlichen bei ihrer Identitätsfindung und haben dabei die Entwicklung der persönlichen Anlagen eines jeden Kindes und Jugendlichen im Blick.
Unsere Internatspädagoginnen und -pädagogen begleiten die Jugendlichen bei ihrer Identitätsfindung und haben dabei die
Entwicklung der persönlichen Anlagen eines jeden Kindes und Jugendlichen im Blick. Als Abbild Gottes, so die christliche
Grundüberzeugung, ist jeder einzelne Mensch einmalig und von unantastbarer Würde. Das christliche Verständnis vom Menschen
besagt: der Mensch mit Leib und Seele, Herz und Gewissen, Vernunft und Willen ist von Gott gewollt und geschaffen.
Gerade angesichts der in der Öffentlichkeit derzeit geführten Diskussion über die richtige Schulpolitik und die
zukunftsweisenden Lehr- und Lernziele stellen die Katholischen Internate eine Bildungsalternative dar, die sich auch übernützlichen
Bildungs- und Erziehungszielen verpflichtet weiß. In einer Zeit, in der sich das Weltwissen dramatisch vermehrt, wird es für den
Menschen immer schwieriger, Kriterien zu entwickeln, um zu unterscheiden, was dem Leben dient. Auf ihrem gemeinsamen Bildungskongress haben
die christlichen Kirchen dazu festgestellt: "Die Suche nach dem rechten Wissen ist mehr als die Frage nach einer möglichst sachgerechten
und effizienten Auswahl und Begrenzung. Weil wir mehr sind, als wir gelernt haben und jemals lernen können, brauchen wir weiter reichende
Maßstäbe zur Beurteilung des Wissens. Die alte Unterscheidung zwischen Wissen und Weisheit erhält eine neue Aktualität."
Man lernt wie man lebt
Vermutlich war es schon immer so, dass Lebensstil und Lernhaltung einander bedingten. Bildung ist heute mehr als früher ein Spagat
zwischen den Anforderungen der Wirtschaft und dem, was eine eigenständige Persönlichkeit des Menschen fördert. Bildung ist
der Brückenschlag zwischen Funktionalität und Überfunktionalität. Es gehört zum Wesen des Christentums, durch die
Förderung jedes Einzelnen eine Lebensordnung entworfen zu haben, die zu solchen Brückenschlägen befähigt. Als gebildet sehen
wir nicht zunächst den jungen Menschen, der "fit" gemacht wurde für den Job oder für die Erwartungen der
Gesellschaft, sondern vielmehr den jungen Erwachsenen, der sich seines Verstandes verantwor- tungsvoll zu bedienen weiß. Gebildet ist, wer
gemäß seines Alters zu einer selbstständigen Urteilsfähigkeit kommt, wer Gespür hat und ein geübtes Ohr
für sein Gewissen. Was ich lerne (Wissen) und wie ich es lerne bzw. wie ich es dann präsentiere (formale Fähigkeiten), haben
diesem Ziel zu dienen.
Bildung ist der Brückenschlag zwischen Funktionalität und Überfunktionalität. Es gehört zum Wesen des Christentums, durch die Förderung jedes Einzelnen eine Lebensordnung entworfen zu haben, die zu solchen Brückenschlägen befähigt.
Eine Erziehung zur Selbstverantwortung und - daraus resultierend - die Courage, auch für andere Verantwortung zu übernehmen, stehen
im Vordergrund. Wir vermitteln, dass sich Engagement lohnt, schaffen bei den Internats- schülern Selbstvertrauen und zeigen gleichzeitig
Erfolgsperspektiven auf. Altersgerechte Regeln und Strukturen geben Halt und Orientierung. Durch verlässliche persönliche
Beziehungen und durch Verbindlichkeit erfahren Kinder und Jugendliche Geborgenheit und Sicherheit. In katholischen Internaten wird zu
Hilfsbereitschaft, gegenseitiger Wertschätzung und Toleranz erzogen. Im Internatsalltag wird dies durch das Zusammenleben mit
verschiedenen Altersstufen, durch Übernahme sozialer Verantwortung und Dienste für die Gemeinschaft erreicht. Wenn Ordensleute ihre
Internate als Dienst an jungen Menschen begreifen, wird dieser Ansatz in der Pädagogik deutlich.
Die Motivation in den Katholischen Internaten ist nicht kommerzieller Art, sondern gründet im hier angedeuteten Menschenbild. Deshalb ist
es wichtig, dass Ordensgemeinschaften und Diözesen Internatsplätze billiger anbieten, um jedem Mädchen und jedem Jungen, die
die persönlichen Voraussetzungen mitbringen, einen Internatsaufenthalt zu ermöglichen. Solche Internate bieten einen Lebensraum, der
zusammen mit dem Elternhaus dazu beiträgt, dass Erziehung und Bildung diesem Ziel verpflichtet sind. Wenn sich Eltern und Kinder für
ein katholisches Internat entscheiden, erhalten sie die Chance,
- einer guten schulischen Bildung,
- einer altersgemäßen praktischen Förderung,
- eines jugendgemäßen sozialen Lebens- und Lernbereichs,
- einer zeitgemäßen religiösen Erziehung.
Aufgrund der günstigen Pensionssätze und der Vielfalt der Einrichtungen bilden unsere Internate einen Verbund, in dem fast für jedes Kind ein passendes Internat gefunden werden kann. Katholische Internate bieten Menschen aller Schichten geeignete Bildungsmöglichkeiten. Manche Defizite, wie sie durch die PISA-Studie für Deutschland aufgezeigt wurden, können bei uns besser aufgefangen werden. In unseren Internaten ist die Erziehung entscheidende Grundlage der Bildung.
So machen Eltern von Internatskindern häufig die Erfahrung, dass die Selbstständigkeit zugenommen hat und das Selbstwertgefühl gewachsen ist.
Das Internat als eigenständiger Lernort
Wissen ist kein Selbstzweck, es dient vielmehr dazu, unsere menschlichen Qualitäten zur Geltung zu bringen. Diesem Anliegen fühlen
sich unsere Internate verpflichtet, wenn wir
- Hilfen beim Lernen anbieten,
- engagierte und qualifizierte Erzieher und Lehrer beschäftigen,
- Unterrichtsausfall vermeiden,
- ein intensives Zusammenwirken mit Schule und Eltern gewährleisten und
- vielfältige Freizeitangebote bereit halten.
Das enge Zusammenleben fördert die Fähigkeit, eigene Standpunkte zu gewinnen und zu vertreten. So machen Eltern von Internatskindern
häufig die Erfahrung, dass die Selbstständigkeit zugenommen hat und das Selbstwertgefühl gewachsen ist. Durch Rückgrat sind
sie zu Persönlichkeiten geworden, nicht durch Ellbogen; Werte, die keinen zeitbedingten Trends folgen, bestimmen die Erziehung und nicht
funktionale Anforderungen. Deswegen erstreben wir für Ihr Kind
- Erfolg in der Schule durch gute Lern- und Lehrqualität,
- eine religiöse Erziehung und Wertevermittlung,
- eine gute menschliche und charakterliche Entwicklung,
- soziale Kompetenz für ein verantwortungsvolles Engagement in Kirche und Gesellschaft.
So einheitlich diese Ziele sind, so vielfältig ist das Angebot. Es gibt
- Tagesinternate, die eine Ganztagsbetreuung bieten, die über eine reine
Hausaufgabenbetreuung hinausreicht,
- Wocheninternate und Internate, in denen man alle zwei Wochen nach Hause
fährt oder auch
- Internate, die auch am Wochenende ihren Schülerinnen und Schülern zur
zweiten Heimat werden (Ganzjahresinternate).
Eröffnen Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn die Chance zu solch einer Bildung!
Konrad von der Beeke,
V. K. I. T. - Vorsitzender