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Was gute Internatserzieher ausmacht

von Prof. Dr. Volker Ladenthin

Ladenthin

Weil sich die Biologie insgesamt der Frage verschrieben hat, warum Leben möglich ist, muss man den Aufbau der Zelle lernen. Insofern wird von Erziehern vor Ort oft mehr bildungstheoretischer Sachverstand eingefordert als von Lehrern.

Was einen Internatserzieher ausmacht, meinen wir spätestens seit Dr. Justus zu wissen! Dr. Justus belehrt, versteht und berät die Internatler des "Fliegenden Klassenzimmers" von Erich Kästner. Justus, das lateinische Wort für "gerecht", kennzeichnet ihn. Aber inwiefern ist er gerecht? Inwiefern wird er den jungen Internatsschülern "gerecht"? Und inwiefern wird er seiner Aufgabe "gerecht"? Intuitiv spüren wir, dass er vieles richtig macht - aber wie lässt sich diese Intuition auf den Begriff bringen?
1. Internatserzieher sind Lehrer, auch wenn sie keine Lehrer sind
Dr. Justus war Lehrer. Das sind Internatserzieherinnen und -erzieher heute auch, und zwar auch dann (so könnte man sagen), wenn sie gar keine Lehrer sind. Denn sie vertreten, was man "Sachverstand" nennen kann. Sie gehen mit Verstand an die Sache, gehen verständig mit den Dingen um. Sie repräsentieren den Anspruch der Sachlichkeit. Erzieherinnen und Erzieher sind stets Anwalt der Sache. Zwar ist die Schule zu allererst prominenter Sachwalter der Sachlichkeit - aber diese Aufgabe ragt von der Schule ins Internat hinein. Zum Beispiel bei den Hausaufgaben: Im Silentium (oder bei der Hausaufgabenbetreuung) müssen auch Erzieher sachlich korrekt Auskunft geben können, wenn plötzlich nach der passenden Formel für eine physikalische Aufgabe oder nach dem passenden Wort für die englische Übersetzung gefragt wird.

Sicher können Tutoren in den Silentien nicht alles wissen; und sicher reicht es gelegentlich, zu wissen, wo die Antwort steht, nach der gesucht wird ("Wer war der erste deutsche Reichskanzler und wie wurde er gewählt?"). Manchmal hilft die Lebenserfahrung, wenn Sechstklässler fünf Pro- und fünf Contra-Argumente zum Thema "Haustiere" finden sollen. Aber eigentlich sollten die Begleiter der Tutorien schon mit dem Schulbuchwissen gut vertraut sein. Zudem: Ohne ein Grundverständnis für die Fächer ist selbst die Suche nach einer sprudelnden Wissensquelle schwierig.

Mehr aber noch als spezielle Lebenserfahrung und Fachkenntnisse wird den Erziehern im Internat eine konstruktive und produktive Einstellung zu den einzelnen Schulfächern abverlangt. Eher als z. B. über eine mathematische Formel müssen Internatserzieherinnen und -erzieher über den Sinn der Mathematik Auskunft geben können; eher als über die Stellung eines Elements im Periodensystem müssen sie Auskunft über den Sinn der Chemie geben können. Und eher als über Eigenheiten der chromatischen Tonleiter müssen sie Bescheid wissen über den Sinn des Musikunterrichts. Leistungsprobleme in Fächern hängen oft damit zusammen, dass Schüler nicht einsehen, warum sie Details lernen sollen: Was hat ihr Alltag mit dem Investiturstreit oder der Versteppung Afrikas zu tun? Sie verstehen den Sinn eines Faches nicht und sind deshalb wenig motiviert, Einzelheiten zu lernen. Wichtiger als aktuelle Tipps sind hier grundlegende Antworten - sie werden von den Jugendlichen nachhaltig eingefordert: Zuerst erwarten sie sicherlich, dass das für sie problematische Fach vom Erzieher oder von der Erzieherin als wichtig bewertet wird; eine Akzeptanz also, die zumeist eher gespürt als in Bekenntnissen kommuniziert wird. (Wer hätte sich nicht schon beim small talk über abgedrehte Probleme der Mathematik mokiert? Als Erzieher oder Erzieherin aber muss man sich dieses Geredes enthalten.)

Aber man muss als Silentiums-Tutor zusätzlich etwas von den Grundfragen eines jeden Schulfaches verstehen: Denn diese Grundfragen motivieren die Einzelheiten. Weil sich die Biologie insgesamt der Frage verschrieben hat, warum Leben möglich ist, muss man den Aufbau der Zelle lernen. Insofern wird von Erziehern vor Ort oft mehr bildungstheoretischer Sachverstand eingefordert als von Lehrern. Lehrer retten sich bei grundsätzlichen Problemen (oft aus Zeitnot) in die anstehenden Aufgaben: "Beherrscht erst mal den A.c.I. - dann sehen wir weiter ...!"; Erzieher sind an die Grundfragen eines Faches verwiesen: "Wozu denn Latein?" Und die belastbare Antwort muss spätestens drei Minuten später gegeben sein.

2. Die Didaktik des Alltags

Aber auch außerhalb des Schulwissens wird von Internatserziehern Sachver- stand eingefordert: Warum sollte man auf Gurkensalat nicht endlos viel Wasser trinken? Wieso ist bei Schnee- matsch Schuhe putzen unerlässlich? Lassen sich Magenprobleme wirklich am besten mit Cola und Salzstangen bekämpfen? Helfen Zwiebelsaft und Thymiantee bei Schnupfen und ein Spaziergang bei Liebeskummer? Der Alltag ist voller Sachfragen; manchmal werden sie nicht einmal verbalisiert und müssen doch beantwortet werden: Implizit. ("Haben alle Regenkleidung dabei?")

Insofern sind Internatserzieher auch dort Lehrende, wo sie gar nicht Lehrer sind: In Alltagsfragen. Und diese Lehr- aufgabe braucht eine eigene Didaktik

Und, wie man sieht, man darf keine Angst vor Banalitäten haben.
Der Alltag besteht zum großen Teil aus Banalitäten, zusammen- genommen machen sie das Gewicht des Lebens aus.

und Methodik. Einige Grundregeln: Man wartet auf Anlässe; man bleibt konkret und weicht nicht ins Allgemeine aus (Negativbeispiel: "Ihr schlaft insgesamt zu wenig, deshalb hast du immer Konzentrations- probleme.") Natürlich spricht man altersgemäß und geht sparsam mit dem eigenen Wissen um: Zuviel bringt meistens wenig. Man muss auswählen, Prioritäten setzen. Keine Vorträge (zur Selbstdarstellung) - sondern Lösungen selbst finden lassen. Man muss ans Sichern des neuen Wissens ebenso denken wie an Übung: "Nein, Zähne sollte man von oben nach unten putzen, nicht quer über die Zahnzwischen- räume. Ich habe euch das doch schon tausendmal gesagt ...", aber wohl nicht anschaulich genug! Und, wie man sieht, man darf keine Angst vor Banalitäten haben. Der Alltag besteht zum großen Teil aus Banalitäten, zusammen- genommen machen sie das Gewicht des Lebens aus.

In diesen Banalitäten zeigt sich aber der Unterschied zum Lehrerberuf: Hauptgegenstand der Sachfragen, die es im Internat zwischen Edukandus und Erzieher/Erzieherin zu klären gilt, sind die Vorfälle des Alltags: Die Kleidung, das Benehmen, die Schulleistungen, die Nöte und Sorgen, die junge Menschen eben so haben. Das alltägliche Leben wird so zum Lernanlass - und weil das so ist, sind viele Erzieher der Meinung, sie lebten auch gemeinsam mit den internen Internatlern. Das aber trifft den Sachverhalt gerade nicht.
 

Sie vermeiden Überforderung und füllen Unterforderung sofort mit geeigneten Angeboten auf:
All das macht das Leben nicht

3. Das rücksichtslose Leben und das vorsichtige Internat
Man kann sagen: Erzieher und Zöglinge wohnen unter einem Dach, aber sie leben nicht unter einem Dach. Der Unterschied ist fein, aber entscheidend: Wohnen, das ist eine räumliche Bestimmung. Aber mit "Leben" meint man das Ganze. Wenn die Philosophie vom "Leben" spricht, dann meint sie mit dem Wort nicht die biologischen oder sozialen Vorgänge, sondern all das, was eine Person im Kern ausmacht: Die Eigenverantwortung, die Sinn- bezogenheit unseres Tuns. Leben - das ist Entscheidungsfreiheit, Selbst- bestimmung und daher auch die völlige Verantwortung für sich selbst. (Weil Kinder und Jugendliche diese Verantwortung nur begrenzt (aber immerhin zunehmend) für sich übernehmen können, müssen wir sie bilden.)

Das Internat bleibt eine Bildungs- institution; die Verantwortung tragen letztlich jene, die das Internat betreiben. Sie federn das riskante Leben pädagogisch ab: Sie geben Zeiten vor und schaffen sichere Räume; sie bestimmen die Umgangsformen, sie wählen aus, was altersgemäß ist und daher verstanden und eingefordert werden kann. Sie vermeiden Über- forderung und füllen Unterforderung sofort mit geeigneten Angeboten auf:

All das macht das Leben nicht.
Das Leben ist zwar prallvoll, aber zugleich rücksichtslos, unberechenbar und gleichgültig. Man muss Kinder und Jugendliche auf dieses Leben vorbereiten, genauer: auf die Ordnung dieses Lebens. Internate dienen dieser Vorbereitung. Die Kinder und Jugendlichen geben in Bildungs- institutionen noch einen Teil der Selbstbestimmung des "Lebens" ab - jenen nämlich, den sie noch nicht selbst bewältigen können. Sie können und sie müssen sich nicht in allem entscheiden, man sorgt sich um sie, weil man weiß, dass sie sich noch nicht in allen Fragen sachlich richtig und verantwortungsvoll entscheiden können. Es entsteht ein besonderes, nämlich pädagogisches Verhältnis. Und das gibt es nur im Internat: Ein pädagogisches Verhältnis, das sich auch auf das Alltagsleben bezieht. Die Schule sperrt, weise, den Alltag aus. Denn er lässt sich nur schwierig für große Gruppen didaktisieren. Selbst die Ganztagsschule spart den Alltag aus und macht stattdessen Angebote in Sport, Spiel und Entspannung. Im Internat aber findet Alltag statt. Er wird zum offenen Curriculum - übrigens fast so wie in der Familie, aber eben doch wieder ganz anders.
 

Die Familie gibt Raum für die Erholung der geistigen und körperlichen Kräfte;
sie ist Ort der sozialen und emotionalen Verwurzelung.

4. Eltern und Internatserzieher
Auch in der Familie gibt es tagtäglich Alltag. Und auch in der Familie ist der Alltag Lernanlass: "Wenn du die fettigen Bratpfannen zuerst spülst, braucht du für die schönen Kristallgläser neues Wasser: das kostet Geld und belastet die Umwelt doppelt. Zuerst also immer die Gläser spülen." Aber die Familie ist nicht, anders als das Internat, ausschließlich oder gar zentral um der Bildung willen da. Sie hat viele andere Funktionen - schon die ersten Familientheoretiker der bürgerlichen Aufklärung sagten, Familie sei das authentische Leben. Die Familie ist Ergebnis einer emotionalen Beziehung (und nicht eines Vertrags wie der Besuch (!) eines Internats); die Familie hat soziale Funktionen bei Krankheit und Alter. Sie dient der Erhaltung der Gesellschaft durch den Schutz der nachwachsenden Generation; die Familie gibt Raum für die Erholung der geistigen und körperlichen Kräfte; sie ist Ort der sozialen und emotionalen Verwurzelung. Familie ist von dem abhängig, was man etwas pathetisch als "Sinngebung" bezeichnen kann. Erich Kästner hat dies sehr eindringlich in einem Brief an seine Mutter so formuliert: "Es ist so schön, daß wir beide einander lieber haben als alle Mütter und Söhne, die wir kennen, gell? Es gibt im Leben erst den tiefsten heimlichen Wert und das größte verborgene Gewicht.
Auch wenn man vor Arbeit keine Zeit hat, an den anderen zu denken - im Unter- bewußtsein herrscht immer diese unendliche Sicherheit, dass der andere da ist. Was sind denn andere Beziehungen dagegen?"

Familie ist für die meisten Menschen Ort der Selbstverwirklichung. In der Familie erhalten Menschen nicht den Lohn für eine Position, sondern finden die Anerkennung und Bestätigung ihrer Person. Hier werden sie akzeptiert, auch ohne etwas leisten zu müssen. Hier können sie, nach einem bekannten Wort des Sozialphilosophen Th. W. Adornos "Schwäche zeigen, ohne Stärke zu provozieren." Elternliebe - wie sie in der Familie möglich ist - ist nicht abhängig von den Leistungen der Kinder. Diese werden geliebt, weil sie Kinder sind - auch (und vielleicht gerade) wenn sie nicht so sind, wie sich das die Eltern vorgestellt haben.

Diese voraussetzungslose Akzeptanz ist in keinem Internat möglich: Bereits das Aufnahmegespräch ist ja eine Voraussetzung. Seine spezifische Aufgabe ebenso. Das Internat ist - im Unterschied zur Familie, die einen nie loslässt - zeitlich begrenzt.

Internatserzieher "leben" also nicht, wie Vater oder Mutter, mit den ihnen Anvertrauten zusammen: sondern sie arbeiten ausschließlich um einer Sache willen mit ihnen zusammen; sie haben Teil an aufgabenbezogenen Handlungen, an der Aufgabe der Bildung.
5. Die zwei Aufgaben der Internatserzieher

Diese Distanz ist auch ein Schutz für die Internatserzieher: Sie sind - übrigens wie Erich Kästners Dr. Justus - mit ihren Schülern durchaus zusammen - aber nicht nur. Dr. Justus hat ein Eigenleben - und dieses achten die Internatsschüler auch: Die Tätigkeit des Erziehens ist nicht identisch mit dem Leben des Erziehers. Erziehung ist eine Profession, eine Teilhandlung also. Sie hat klare Aufgaben und klare Grenzen. Nur dort, wo es um die Bildung der Kinder und Jugendlichen geht, haben sich Erzieher einzumischen - und zwar ausschließlich so, dass diese Bildung der Person gefördert wird. Nur da und dann sind sie zuständig.

Der Alltag, den Erzieher und Zöglinge teilen, wird so zum Bildungsanlass. Na

Manchmal aber nicht, und nicht selten weiß der Ratsuchende gar nicht, was er fragen soll.
Ein pädagogischer Berater muss also verstehen, wonach der Fragende eigentlich fragt - auch wenn er gar nicht fragt.

klar, es geht auch um Versorgung, um Erhaltung von Gesundheit und Lebenslust, aber auch im Internatsalltag gilt die Aufmerksamkeit ausschließlich jenen Vollzügen, die für den Bildungsprozess wichtig sind. Nur in diesen Alltag sollte sich ein Erzieher, eine Erzieherin einmischen. Der Alltag wird so, anders als in der Familie, zum Bildungsanlass.

Aber er wird nicht zum Unterrichtsstoff wie in der Schule. Dort mag der Alltag auch Lernanlass sein: "Wer weiß, wie ein PC funktioniert?" Aber am Ende geht es um ein systematisierbares Wissen. Anders im Internat: Wer Halsschmerzen hat, erwartet keinen systematischen Kurzvortrag über "Fortpflanzung und Ausbreitung von Bakterien", sondern Erste Hilfe.
Der Internatserzieher löst also keine sachlichen Aufgaben, sondern berät in Sachfragen. In fürsorglicher Hinsicht müssen Erzieherinnen und Erzieher Entscheidungen für den Sorgenfall treffen; auch in Bildungsfragen tragen sie die volle Verantwortung und müssen daher entscheiden.
Aber in allen persönlichen Angelegenheiten geht es (auch im Internat) darum, dass sie nur ihre Sicht der Dinge äußern und dem Zögling und seinen Eltern die letzte Entscheidung überlassen: "Soll man die Klasse 9 wiederholen - oder doch schon in den Beruf gehen?" Auch in weniger entscheidenden Alltagsproblemen ist der Rat eines Erziehers gefragt - aber eben nur der Rat: Seine Sicht der Dinge, seine Erfahrung, sein Wissen, seine Vernetzungen. Nicht aber seine Entscheidung.

Um beraten zu können, muss man verstehen, was der, den man berät, überhaupt wissen will. Manchmal sagt dies der zu Beratende sogar. Manchmal aber nicht, und nicht selten weiß der Ratsuchende gar nicht, was er fragen soll. Ein pädagogischer Berater muss also verstehen, wonach der Fragende eigentlich fragt - auch wenn er gar nicht fragt. Schon diese kurvenreichen Formulierungen deuten an, wie schwierig es ist, den anderen zu verstehen. Man muss nicht nur auf das hören, was der andere sagt, sondern auch herausfinden, was der andere meint. "Verstehen" ist eine hohe Kunst, sie ist das pädagogische Pendant zum Verständnis, das für die Eltern reserviert ist. Der Erzieher muss verstehen und pädagogisch bewerten. Verstehen heißt, hinter dem Gesagten das Gemeinte, hinter der Selbstdarstellung das Problem zu erkennen. Verstehen heißt: zuzuhören, den anderen ernst zu nehmen. Ihm dort Verbalisierungshilfen zu geben, wo er, was ihn bedrückt, nicht in so klare Worte fassen kann. Verstehen heißt aber auch, dem anderen nicht etwas zu unterstellen, ihn "bloßzustellen". Verstehen heißt, die Privatsphäre des anderen zu achten, seinen Eigensinn, seine Geheimnisse und Rätselhaftigkeiten. "Entlarvung", also den anderen wie eine Larve auswickeln, ist keine pädagogische Aufgabe.

Verstehen und Beraten stellen also den pädagogischen Bezug her, ohne eine Beziehung zu verfestigen. Denn das Verhältnis zwischen Zögling und Erzieher bleibt allein pädagogisch bestimmt. Auch, oder gerade dann, wenn man gleichzeitig am gemeinsamen Alltag teilnimmt.
 
 
6. Der Aufgabe gerecht werden

In seinen Gesprächen mit den Halbwüchsigen des "Fliegenden Klassenzimmers" verbindet Dr. Justus Sachlichkeit und Verbindlichkeit; er leitet, aber er entlastet nicht von der Verantwortung, wenn sie schon übernommen werden kann. So wird er der Sache und den Internatlern gerecht.
Prof. Dr. Volker Ladenthin
Lehrstuhl für Historische und Systematische Erziehungswissenschaften an der Universität Bonn
 
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