Silke Mäder
Das ABC der Internate
Der Begriff "Helikopter Eltern" ist ein Modewort geworden. Gemeint sind damit Eltern, die über ihrem Kind, ihren Kindern schweben, alles beobachten, beurteilen und steuern möchten, was das Leben des Kindes angeht. Ist das bedenklich? Eigentlich nein, denn alle Eltern sollten die Verantwortung für ihren Nachwuchs übernehmen. Verantwortung übernehmen bedeutet auch immer, den Kindern auch die besten Möglichkeiten einer Ausbildung und Bildung zu geben.
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Auf die Erzieher kommt es an!
Schauen wir einmal in längst vergangene Zeiten zurück: In meiner Grundschulklasse saßen 52 Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Ethnien, sozialer Verhältnisse und viele mit schrecklichen Fluchterfahrungen: Die Kinder der 12 Millionen Vertriebenen.
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Internatserziehung - ein Privileg
Der Besuch eines Internats sollte die gelungene Erziehung in der Familie ergänzen und fortsetzen. Jugendliche, die Vertrauen in sich und die Welt gewonnen haben, erhalten die Chance, in einer Gemeinschaft ihren Charakter zu bilden. "Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt" (Goethe).
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Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen
Ende der zehnten Klasse fasste ich den Entschluss, ins Internat zu gehen. Ich hatte den Drang nach neuen Begegnungen und neuen Erfahrungen. Ich wollte aus dem gewohnten Umfeld raus, nicht aus Unzufriedenheit, sondern vielmehr aus Neugier, was es noch alles zu entdecken gab.

Meine Erwartungen waren hoch, an die Schule wie auch an mich selbst. Vor allem erwartete ich eine gute Gemeinschaft, eine Vielzahl von AGs sowie eine angenehme Lernatmosphäre, soweit man sich das als Schüler wünschen kann. All diesen Ansprüchen wurde das Internat mehr als gerecht. Aus Erzählungen von Freunden wusste ich, dass es strenger und gesitteter zugehen würde, als ich es gewohnt war.
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Qualität, schwarz auf weiß
Evangelische Internate machen gute Arbeit. Seit dem Februar 2009 ist dies sozusagen amtlich. Denn es liegen die Ergebnisse einer Befragung unter elf evangelischen Internaten vor, die in die Zufriedenheit von Sch�lern, Eltern und Mitarbeitern evangelischer Internate untersucht hat. Die Auswertung der Fragebögen hat einen Qualitätsnachweis erbracht. Jetzt beugen sich alle Beteiligten über die genauen Zahlen. Das Gute ist der Feind des Besseren, sagt das Sprichwort. Der Prozess der Qualitätsentwicklung hat erst begonnen.
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