Abifeier in Corona-Zeiten

Zum Glück gilt die gesamte Biebersteiner Internatsgemeinschaft rechtlich gesehen als ein einziger Haushalt. Deshalb müssen wir untereinander auch das Abstands- und Vermummungsgebot nicht beachten. Und das bedeutete die Rettung für das Abiturfest.

Wenn schon die Eltern und Freunde nicht zum Feiern kommen durften, so doch wenigstens die Internatsgemeinde. Das gesamte Event fand deshalb in und um die festlich geschmückte Sporthalle statt. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto im Innenhof begann die Verabschiedung der diesjährigen AbiturientInnen mit dem feierlichen Einmarsch über den roten Teppich, jede/r zur eigenen Musik, und mit der Überreichung der Abitur- und Fachabiturzeugnisse durch die Schul- und Studienleitung. Der Rede des Schulleiters, Herrn Meister, der die Abiturkampagne dieses Jahres mit all ihren Überraschungen und Merkwürdigkeiten noch einmal Revue passieren ließ, folgten die Verleihungen der Preise für besondere Leistungen.

Das beste Abitur mit der Durchschnittsnote 1,3 legte Jiajie Zhu ab, die auch in den Sparten Mathematik und Chemie ausgezeichnet wurde, dicht gefolgt von Felix Tobermann und Nicolas Neugebauer. Der Kunstpreis ging an Luisa Arnold. Für sein sportliches Engagement wurde Kevin Kropf ausgezeichnet. Der wichtigste Preis unserer Schule ist der Andreesenpreis, der an SchülerInnen verliehen wird, die sich in besonderem Maße um die Internatsgemeinschaft verdient gemacht haben. Dieses Jahr wurde Victoria Streul für ihr vielfältiges und jahrelanges Engagement ausgezeichnet.

Daran schloss sich die Verabschiedung der einzelnen SchülerInnen durch ihre Familieneltern an, wobei manche Träne vergossen wurde als die Heimfamilieneltern die Werdegänge und Eigenschaften ihrer scheidenden Familienkinder während der letzten zwei bis drei Jahre noch einmal Revue passieren ließen. Es folgten die Grußworte der Jahrgangs- und Schülervertreter. Musikalisch wurde der Festakt wieder einmal von Tony Osanah abgerundet, der uns seit vielen Jahren die Treue hält und zu allen wichtigen Ereignissen aufspielt.

Danach begann das große Festessen, das unser Küchenteam um Thomas Schröter zubereitet hatte. Dies ging schließlich nahtlos in die Abschiedsfete über, die sich sowohl in der Sporthalle, wo auch getanzt wurde, rund um die umlagerte Photobox auf der Empore und auf dem Vorplatz zwischen Halle und Zollmannhaus entwickelte, wo Sitzgelegenheiten für den Aufenthalt im Freien aufgebaut worden waren. Und natürlich ging es bis tief in die Nacht.

Nach der großen Aufräumaktion am Morgen danach und der Abreise der jüngeren SchülerInnen war das Gelände wieder hergerichtet um eine würdige Abholung der AbiturientInnen durch ihre Eltern samt eines letzten, kurzen Umtrunks zu gewährleisten, diesmal natürlich unter Wahrung der Abstandsregeln. An verschiedenen Punkten des Geländes waren Pavillons aufgebaut, damit man sich treffen konnte und Mitte des Nachmittags fand im Milseburger Dreieck noch ein dezentrales Get-Together statt, bei dem sich die Eltern von der Lehrerschaft verabschieden konnten. Auch hier war wieder Tony dabei und spielte ein letztes Mal auf, diesmal begleitet von unserer Heimpatin Nina Dressen, die es sich nicht nehmen ließ, die Grüße des Altbürgervereins singend zu überbringen. So fand das Abitur auch unter Corona-Bedingungen noch einen würdigen Rahmen und ein schönes Ende.


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