Internatsgemeinde der Steinmühle verteilt 180 Mal Nächstenliebe – das begeistert auch den Hessischen Rundfunk

„Alles fing mit einer kleinen Idee an. Und jetzt trage ich mit dem Oberbürgermeister zusammen die Plätzchen!“ Noah strahlt. 180 „Mut-Mach-Tüten“ haben die Internatschüler:innen der Steinmühle in Marburg gefüllt – mit selbstgebackenen Plätzchen und liebevoll gestalteten Weihnachtskarten. Im Rahmen des Projektes „In Würde teilhaben“ übergeben sie die kleinen Geschenke zum Teil sogar persönlich und mit einem kleinen Ständchen an ältere und alleinstehende Mitmenschen.

Kleine Idee mit großer Wirkung

Die „kleine“ Idee, wie Noah es nannte, hatte Francine Olschewski für dieses Projekt. „Verbundenheit und soziales Engagement sind ganz wichtige Elemente bei uns an der Steinmühle“, sagt die Internatspädägogin. „Und so haben wir überlegt, wie wir trotz – oder besser gesagt: gerade jetzt während der Corona-Maßnahmen – aktiv sein können.“ Eine Gruppe Schüler:innen traf sich und trug Ideen zusammen. Schnell war klar: Sie wollten etwas Gutes für bedürftige Menschen tun. Und sie wollten dabei selber aktiv und kreativ sein. Und so fiel die Wahl auf die „Mut-Mach-Tüten“. „Gemeinsam Plätzchen backen und damit anderen eine Freude bereiten können, das gefiel uns sofort.“

Die gesamte Internatsgemeinschaft hilft mit

Die Idee sprach sich schnell herum und schon bald liefen in allen sechs Wohngruppen der Steinmühle die Öfen heiß. Plätzchenduft erfüllte die Gebäude. Parallel wurden in liebevoller Handarbeit bunte und fröhliche Weihnachtskarten gestaltet. So konnten 180 Mut-Mach-Tüten mit Plätzchen und Karten bestückt werden. „Ich hatte das Gefühl, etwas sehr Sinnvolles zu tun“, berichtet Schülerin Frederike. „Kleine Dinge können so viel Freude bereiten.“

HR dokumentiert Übergabe

So viel Begeisterung, Nächstenliebe und Engagement: Da ließ es sich auch der Marburger Oberbürgermeister nicht nehmen, den Internatschüler:innen persönlich zu danken. Sogar der Hessische Rundfunk kam hinzu und dokumentierte die Übergabe an die Projektleiterin von „In Würde teilhaben“.
Mit einem Besuch (natürlich auf Abstand und mit FFP2-Masken) besuchten drei Schülergruppen die älteren Mitbürger:innen dann auch persönlich. Besonderes Highlight: Schüler Felix, der später einmal Gesang studieren möchte, verblüffte mit spontanen Arien und Chorgesängen an der Haustür. Die Beschenkten brachten ihre Freude über die Überraschung überschwänglich und liebevoll zum Ausdruck. Dass eine derart kleine Geste so viel Freude bereiten kann, das wiederum berührte die Schüler*innen sehr. „Ich kann es kaum glauben, wie viel Liebe uns da entgegengekommen ist. Ich möchte im nächsten Jahr unbedingt weitermachen mit solchen Aktionen“, erzählt Schülerin Verena später ergriffen.

Kooperation soll bestehen bleiben – Gutes tun auch in 2021

Durch diese Erfahrung sehr beflügelt, möchten die Schüler:innen des Internats Steinmühle 2021 weitermachen. Angedacht sind Patenschaften und regelmäßige Kontakte zwischen Jung und Alt. „Die Internatsgemeinschaft Steinmühle wird auch 2021 mit Herz und Freude und viel Kreativität wieder dabei sein“, sind alle überzeugt.

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