Steinmühle: Lebendiger Biologieunterricht – plus-MINT wird gelebt

Auch und gerade in der Debatte um Klimaveränderungen spielt die Vielfalt der Natur eine zentrale Rolle. Genau diese Vielfalt an Lebensräumen, Tieren und Pflanzen zu erfassen und noch stärker in den Biologie-Unterricht einzubinden, das ist das Ziel an der Steinmühle, die seit diesem Jahr zum ausgewählten Kreis der plus-MINT-Internate gehört.

Erfahrung steigert Lernmotivation und fürsorgliche Haltung


Die Natur selbst zu erfahren, steigere die Lernmotivation und fördere eine fürsorgliche Haltung gegenüber Lebewesen und Umwelt, ist die Fachschaft Biologie an der Steinmühle überzeugt. Deshalb wird der Campus in den Biologieunterricht einbezogen. Und der hat viel zu bieten. So lädt ein Teich durch seine Bewohner zum Beobachten und Verweilen ein. Das pflanzenreiche, flussnahe Gelände der Lahn fasziniert mit seiner Formen- und Farbenvielfalt. Am Bach, im Schulgarten wie auch im Gewächshaus gibt es viel zu entdecken. Das Steinmühlengelände beeindruckt außerdem durch seine große Anzahl an unterschiedlichen Bäumen, wie etwa auf der Streuobstwiese, deren Vielfalt an Obstbaumarten Lust auf alte Apfelsorten macht.

Wie kann man Natur in den Unterricht holen? Beispiel: Um-die-Ecke-Exkursion


Als Beispiel, wie man Natur erlebbar machen kann, sei hier einmal die „Um die Ecke-Exkursion“ des Biologiekurses der Q2 genannt. Dank des EU-LIFE-Projektes „Living Lahn – ein Fluss, viele Ansprüche“ konnte in den vergangenen Jahren ein wesentliches Stück Lahn am hinteren Ende des Steinmühlengeländes aufwändig renaturiert werden. Mit ökologischem Hintergrundwissen, altem Kartenmaterial und Fotoaufnahmen ausgerüstet, bekamen die Schülerinnen und Schüler des Biokurses nun die Aufgabe zu analysieren, welche Strukturen sich durch die Maßnahme geändert haben und welche ökologischen Einflüsse diese Maßnahme auf die dort lebenden Organismen hat. Dass die Schüler:innen dabei den Unterrichtsraum verlassen und den Unterrichtsgegenstand mit allen Sinnen erleben konnten, spiegelt sehr gut den Leitgedanken der Steinmühle zum nachhaltigen und lebendigen Lernen wider.

Gelebter Biologieunterricht: Teil der MINT-Aktivitäten an der Steinmühle


Seit vielen Jahren schon ist die Steinmühle weit über die Grenzen Hessens für seine besonderen MINT-Aktivitäten bekannt. Deshalb wurde die Steinmühle in diesem Jahr auch – als sechstes Internat und erstes in Hessen - zum neuen Mitglied in der Reihe der plus-Mint-Internate berufen. Ziel des plus-MINT-Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler mit Begabung und Leidenschaft für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) gezielt und umfassend zu fördern und zu unterstützen. Der Aufenthalt in einem entsprechend qualifizierten Internat wie der Steinmühle gibt ihnen die Möglichkeit, sich ihren Talenten und Interessen intensiv zu widmen – im schulischen ebenso wie im außerschulischen Bereich.

Plus-MINT-Talentförderung ab der 10. Klasse – Bewerbung für 2022/23 jetzt möglich


Die plus-MINT-Förderung in der Steinmühle richtet sich an junge Menschen ab der 10. Klasse bis zum Abitur. Ab dem Schuljahr 2022/23 nimmt das Internat erstmals vier junge Talente für eine plus-MINT-Testphase auf, in deren Verlauf das Programm sukzessive weiter ausgebaut wird. Das Anspruchsniveau liegt dabei deutlich über dem Regel-Abitur.
Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler, die besondere Leistungen im MINT-Bereich aufweisen, bereits (erfolgreich) an MINT-Wettbewerben teilgenommen haben, sich dem Thema in AGs außerschulisch widmen und/oder besonderes Engagement und nachhaltige Begeisterung für MINT-Themen zeigen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 31. Januar 2022. Eingereicht werden können die Bewerbungen ganz einfach online unter
www.bewerbung.plus-mint.de.

Text. Angela Heinemann

Steinmühle - Schule & Internat
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