Kurpfalz Internat
Schloss Torgelow

Segeln: Nicht nur ein Sport, sondern eine Lebensschule

Die Hermann Lietz-Schule Spiekeroog erweitert daher ihr Segelangebot mit der Skippertraining-AG

Beim Segeln sammeln Kinder wertvolle Erfahrungen fürs Leben. Daher ist an der Spiekerooger Lietz das Segeln fest im Schulalltag verankert. Seit diesem Schuljahr können segelbegeisterte Schüler*innen ihren Erfahrungshorizont in der Skippertraining AG nun noch erweitern. Neben der Segel-AG, der Segelwoche in der 8. Klasse und der Bootbaugilde bietet die Skippertraining-AG eine Möglichkeit verschiedenen Sportbootscheine zu erhalten.

In der Skippertraining AG können Lietzer ab der 10. Klasse, die bereits Segelerfahrung haben, teilnehmen. Um größere Segelschiffe mit fester Antriebsmaschine sicher führen zu können, werden im Spiekerooger Hafen und dem angrenzenden Wattenmeer Manövertrainings durchgeführt. Eine sichere Crewführung und die Planung von Törns gehören auch zum praktischen Teil der AG. Jetzt im Winter, wenn die schuleigenen Lietz-Boote im Bootschuppen sind oder in der Werft, lernen die angehenden Skipper den theoretischen Grundstein, wie Navigation, Wetterkunde oder Schifffahrtsrecht. Die Wintermonate werden auch für die Schiffsinstandhaltung genutzt. Hier lernen die AG-Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Motorwartung, das Spleißen – das fachgerechte Verknoten von Tauwerk – und Arbeiten am Schiffsrumpf wie Schleifen und Streichen

Dazu wird eine Schiffswerft am Festland besucht, in die das Plattbodenschiff Tuitje der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog im Winter zur Werftzeit gebracht wird. Um das gelernte Wissen auch außerhalb der Nordseeinsel Spiekeroog offiziell nutzen zu können, können je nach Interesse vier verschiedene Sportbootscheine, die teilweise aufeinander aufbauen, abgelegt werden. Mit dem Sportbootführerschein See (SBF-SEE), dem Sportküstenschifferschein (SKS), Funk (SRC) und Pyroschein (FKN) können alle Voraussetzungen geschaffen werden, um sich später auch außerhalb der Lietz-Spiekeroog mit einem größeren Boot sicher und rechtlich korrekt bewegen zu können. Die Kosten für den Erwerb der Sportbootscheine müssen von den Eltern der Internatsschüler getragen werden.

Lietz Internat Hohenwehrda erweitert sein Programm durch „Tiergestützte Interventionen“

Tiergestützte Intervention verbindet die ursprüngliche Soziale Arbeit mit dem lebendigen Element der Natur und der Tiere. Hierdurch ist eine niedrigschwellige Öffnung und somit ein neuer Zugang zur Pädagogik möglich. Förderung wird mit Lebendigkeit gefüllt und wird erlebbar.

Seit dem Schuljahr 2019/2020 wird das Team im Lietz Internat Hohenwehrda https://www.lietz-schulen.de/hohenwehrda/lietz-internat/?L=0 durch Saskia Fitzky als „“Fachkraft für Tiergestützte Interventionen““ mit ihren beiden Königspudel-Hündinnen Marla (schwarz) und Winnie (braun) unterstützt. Marla, sechs Jahre alt, ist ein ausgebildeter Therapiebegleithund und Winnie, ein Jahr alt, befindet sich aktuell noch in der Ausbildung.

Tiere haben auf Menschen eine ganz besondere Wirkung. Jeder Mensch assoziiert etwas mit Tieren. Manchmal sind es gute Erfahrungen, die Freude, Wärme oder Sicherheit empfinden lassen, oder auch schlechte Erfahrungen, die zum Beispiel Angst, Skepsis und Zurückhaltung hervorrufen können.

Ein Tier kann Erinnerungen wecken oder ein Ansporn sein, einen Menschen mit Stolz erfüllen oder Mut machen. Tiere und Natur erhalten heutzutage, in einer Welt die immer digitalisierter wird, einen ganz neuen Stellenwert. Tiergestützte Intervention kann hier ansetzen, um mit Tieren aber auch über Tiere, eine neue Möglichkeit der Kontaktaufnahme und neue Wege in dem Umgang mit Adressaten zu finden.

Tiergestützte Intervention bietet einen Aspekt in der Arbeit mit Menschen, der seit einigen Jahren immer präsenter wird.

Tiergestützte Intervention bietet eine Bandbreite an Unterstützung und Möglichkeiten, die unter anderem durch das Zusammenspiel von Biophilie, Bindungstheorie, Du-Evidenz und Spiegelneuronen ihren Adressaten erreichen können und so die Grundlage zu einer funktionierenden Mensch-Tier-Beziehung bilden.

  • Biophilie oder auch „“die Liebe zum Lebendigen““. Menschen haben sich in ihrer Entwicklung über Jahrtausende immer mit der Umwelt zusammen entwickelt. So lässt sich nicht nur eine Verbundenheit mit der Natur erklären, sondern auch der Bezug zu anderen Lebewesen.
  • Tiere können durch die Du-Evidenz zu einem Partner werden und zu einem Freund mit Namen und Charakter. So werden sie für Menschen individuell, bekommen Rechte und haben Bedürfnisse, denen man gerecht werden will. So kann man auch bei Tieren Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Empathie und Lernfähigkeit nachweisen. In Filmen gibt es zahlreiche Beispiele für Du-Evidenz. So ist der Delfin „“Flipper““ ein echter Familienfreund, genauso wie die Hündin „“Lassie““ und der Affe „“Charly““.
  • Spiegelneuronen bilden die Grundlage dafür, dass Menschen etwas nachahmen, die Absicht von anderen erkennen und sich in ein anderes Lebewesen hineinversetzen können. Spiegelneuronen werden spontan aktiv und sind nicht auf den Verstand eines Menschen angewiesen.
  • Bindungsverhalten ist ein Verhalten des Menschen, die Nähe eines anderen Menschen zu suchen, der häufig sogar als kompetenter erscheint. Verstärkt wird dieses Verhalten vor allem in Momenten gezeigt, in denen das Bedürfnis nach Zuwendung am höchsten ist, zum Beispiel bei Angst, Krankheit oder Müdigkeit. Das Gefühl der Geborgenheit kann dadurch entstehen, dass man sich auf eine einfühlsame Beziehungsperson verlassen kann. Mit diesem Menschen im Hintergrund lassen sich auch schwierige Situationen meistern und es kann im Zweifel dort um Unterstützung gebeten werden. Diese Art von Bindung lässt sich auch auf ein Tier übertragen. Hierbei kann das Tier sowohl die sichere Basis als auch ein Vermittler und Türöffner zu neuen Bindungsversuchen mit Menschen sein.

Die Wirkungseffekte der Tiergestützten Intervention sind vielseitig und der Fokus liegt in unterschiedlichen Bereichen der Sozialen Arbeit auf unterschiedlichen Schwerpunkten. Trotzdem lassen sich viele Wirkfaktoren übertragen und so auch in der Pädagogik umsetzen.

  • Überwindung sozialer Isolation – Tiere werden als Gesprächsgrundlage genutzt. Über Tiere kann man ins Gespräch kommen. Sie bringen Menschen mit dem gleichen Interesse zusammen und unabhängig davon, ob das Tier anwesend ist oder nicht, bietet es eine Vielzahl an Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen.
  • Stärkung des Selbstwertes – Im Umgang mit dem Tier geht es um Versorgung und Pflege, die vom Menschen für das Tier geleistet wird. Der Mensch erfüllt hier einen Nutzen.
  • Nähe und Körperkontakt – Vor allem in sozialen Einrichtungen sind Nähe und besonders Körperkontakt zu Klienten nicht erwünscht. Jeder Mensch hat seine Individualdistanz. Das Bedürfnis nach Nähe steht hier meist im Hintergrund. Tiere bieten die Möglichkeit, einen Körperkontakt und Nähe zuzulassen und das Bedürfnis nach Berührung zu stillen. Einige Tierarten werden gerne gestreichelt und mögen die Nähe zum Menschen.
  • Angstabbau – Ängste können sich abbauen oder sogar komplett auflösen durch die Anwesenheit eines Tieres. Durch die Konzentration auf das Tier ist der Fokus verschoben und die Angst rückt in den Hintergrund. Zusätzlich wirkt das Fell sowie die Körperwärme und die regelmäßige Atmung eines ruhigen Tieres beruhigend auf den Menschen.
  • Fokusverschiebung – Der Fokus des Klienten liegt nicht mehr auf der „“Schwäche““ die er mitbringt, sondern auf dem Versuch, die Aufgabe für das Tier zu erfüllen.
  • Motivation – Etwas für jemand anderen, und besonders für ein Tier, zu machen bringt eine höhere Motivation hervor als für sich selbst. Besonders wenn die Notwendigkeit der Übung nicht gesehen wird, wird sie trotzdem für das Tier erfüllt.

Herbstprojekt im Lietz Internatsdorf Haubinda

Es ist bereits eine kleine Tradition im Lietz Internatsdorf Haubinda: zum sechsten Mal fand ein gemeinsamer Herbstprojekttag der Grundschule und der Klasse 8b statt.

Für die achte Klasse ist das Projekt Teil der Unterrichtseinheit ,,Freizeit und umweltverträglicher Tourismus, in der sie sich Gedanken machen, wie Familien die Herbstferien verbringen können. Sie kreieren ein Programm für Ferien auf dem Bauernhof, aus dem dann gemeinschaftlich ausgewählt wird, welche Aktivitäten sich für einen Projekttag in der Grundschule eignen. In diesem Jahr waren es zehn Stationen, die die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrern und technischen Mitarbeitern vorbereiteten.

Immer dabei ist das Saftpressen. Die Äpfel werden zusammen gesammelt, gewaschen, zerkleinert und gepresst. Den frischen Saft gibt es dann zum Abschluss im Forum der Grundschule. Ebenfalls ein Klassiker – Apfelkuchen bzw. Apfelmuffins backen. Auch sie werden am Ende an alle Teilnehmer und Stationsbetreuer verteilt.

Die anderen Aktivitäten wechseln je nach Interesse und Fähigkeiten der vorbereitenden Schüler. Dieses Mal konnten die Grundschüler zwischen der Drachenbau und Herbstmandala wählen, Fensterdekoration oder Figuren aus Eicheln, Kastanien und anderen Früchten basteln, mit Blättern und Textilfarbe T-Shirts oder Stofftaschen bedrucken. Andere suchten anhand von Steckbriefen verschiedene Baumarten und fertigten von den Blättern Frottagen (Rubbelbilder) an. Handwerkliches Geschick benötigte, wer einen kleinen Ausflug in die Bionik unternehmen wollte. [Bionik bedeutet, sich technische Lösungen von der Natur abzuschauen] Die Natur kennt viele raffinierte Varianten, wie Samen durch Wind verbreitet werden können. Einige dieser Varianten bauten die Kinder nach: kleine Fallschirmchen oder Propeller, mit denen dann Bohnensamen durch die Luft fliegen konnten. Die letzte Gruppe beschäftigte sich mit der Vielfalt der Apfelsorten. Die Mädchen hatten ein Kartenspiel vorbereitet, mit dem sie den Grundschülern alte Sorten wie Schafsnase, Hasenkopf oder Prinzenapfel vorstellten. Zum Abschluss durften die Kinder verschiedene Sorten verkosten – in Form von Schoko-Äpfeln. Sehr, sehr lecker!

Am Ende des Schultages trafen sich alle im Forum der Grundschule und präsentierten sich gegenseitig ihre Ergebnisse.

Für die Grundschüler aus dem Lietz Internatsdorf Haubinda war es in erster Linie ein kunterbunter Projekttag, voller Naturerkundung, Werken, Kreativität und Leckereien. Für die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse vermutlich stressiger als ein ,,normaler“ Schultag. Diese Arbeit verlangt von den Achtklässlern viel Kooperation und Organisation. Bei der Durchführung der Aktivitäten wurde sehr deutlich, wie gut sich die einzelnen Teams darauf vorbereitet hatten. Manche agierten schon richtig souverän, während andere ohne eine erwachsene Begleitung sang- und klanglos untergegangen wären. Doch nicht nur soziale Kompetenzen wurden trainiert. Wer Grundschülern die heimischen Baumarten näherbringen will, muss sich selbst intensiv damit beschäftigen. Daher wird dieses Projekt sicherlich in den kommenden Jahren weitergeführt werden.

Text: Susanne Plaumann
Fotos: Riccardo Fischer

Theater-AG der Zinzendorfschulen: Auftritt im Landratsamt

Eine besondere Ehre wurde zwei Schülerinnen und einem Schüler der Zinzendorfschulen zuteil, als sie im Rahmen der offiziellen Einbürgerungsfeier im Landratsamt des Schwarzwald- Baar-Kreises mit einem kurzen Theaterstück auftreten durften. Einmal im Jahr werden dort die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in einem Festakt begrüßt. Teil des bunten Rahmenprogramms war dieses Mal auch die Theater AG des Königsfelder Schulwerks.

An etlichen Nachmittagen trafen sich Lisa Menath, Lisa Schlenker (beide 8b) und Lukas Jauch (8a) mit ihrem Theaterlehrer Philipp Hudek, um gemeinsam ein kurzes Stück zu entwickeln und zu proben, das dann am Mittwochabend im Landratsamt aufgeführt wurde. Passend zum Thema Einbürgerung beschäftigt sich das Stück mit der Frage, was denn eigentlich typisch deutsch sei. Eine Frage, auf die es nicht unbedingt eine Antwort braucht, da viel wichtiger ist, dass sich alle Menschen in ihrer (neuen) Heimat wohlfühlen. Ob man dabei jetzt typisch deutsch ist, oder einfach man selbst, ist eigentlich unwichtig.

Die Aufführung sorgte für tosenden Beifall und auch Landrat Sven Hinterseh und Villingen-Schwenningens Bürgermeister a.D. Rupert Kubon waren begeistert von den schauspielerischen Fähigkeiten der jungen Darsteller.

Wincent Weiss singt exklusiv für die Zinzendorfschüler



Ein wahres ,,Feuerwerk an guter Laune zündete der Popstar Wincent Weiss vor den Schülerinnen und Schülern der fünften bis neunten Klassen der Zinzendorfschulen. Diese haben mit ihrer als ,,Action!Kidz“ im vergangenen Jahr erwirtschafteten 5000-Euro-Spende an die Kindernothilfe die Gesamtspendensumme von einer Million Euro geknackt – und damit das exklusives Event mit dem Chartstürmer aus Schleswig-Holstein gewonnen.

Begleitet nur von seinem Keyboarder und seinem Gitarristen gab der Sänger im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine ein Unplugged-Konzert, das zugleich eine Begegnung mit den Fans war, unter die er sich immer wieder mischte. High Five, Low Five und Ghettofaust verteilend lief er durch die Reihen und stellte sich immer wieder singend auf die Bänke – er machte nicht einmal vor der Orgelempore Halt, auf deren Brüstung er sich rittlings setzte.vMit strahlenden Gesichtern und ungeduldigen Jubelrufen wurde Weiss begrüßt, nachdem die Pressesprecherin der Kindernothilfe, Angelika Böhling, die lange Geschichte der Zusammenarbeit der Zinzendorfschulen mit der Kindernothilfe zusammengefasst hatten und erklärten, wie und wo mit den Spendengeldern geholfen wird. So gingen die Erlöse aus dem vergangen Jahr an Kinder, die in einer indischen Ziegelei schuften, aktuell kümmert dich der Duisburger Verein um Mädchen und Jungen in Äthiopien, die von ihren Eltern als Sklaven verkauft werden, weil sie ihre Kinder nicht ernähren können.

Der 26-jährige Künstler, der sich seit 2015 als Botschafter der Kindernothilfe engagiert, überreichte Schulleiterin Sr. Biederbeck eine Urkunde: ,,In einer Welt, in der jeder immer nur an sich denkt, ist soziales Engagement von Kindern für Kinder in Not ein echter Lichtblick“, so Wincent Weiss.

Bevor er mit seinem Konzert begann, überraschten ihn die Siebtklässler noch mit einer gekonnten Version seines Hits ,,Feuerwerk“. Damit scheinen sie den Musiker so überzeugt zu haben, dass er sein Publikum im Laufe des Konzerts immer wieder aufforderte, mit ihm zu singen. Das ließen sich die jungen Fans nicht zweimal sagen, sondern stimmten gerne mit ein. Auf dem Programm standen unter anderem die Hits ,,Musik sein“, ,,Hier mit dir“, ,,Nur ein Herzschlag entfernt“ oder ,,Kaum Erwarten“.

Auch reichte Wincent Weiss ein Mikrophon durch die Reihen und beantwortete geduldig Fragen. Ob man sie mal in einem seiner Videos mitspielen könnte, wollte eine Schülerin wissen, eine andere fragte, ob er eine Freundin habe. Die Fans wollten wissen, seit wann er Musik mache und welches sein liebstes Stück sei. Keine Frage ließ der sympathische Sänger unbeantwortet, viele Anekdoten – wie zum Beispiel die von seinem Nickerchen beim Mathe-Abi – gab er obendrein zum Besten. Nach der letzten Zugabe stellte er sich bereitwillig den Klassen, die als Action!Kidz das Konzert gewonnen hatten, für gemeinsame Klassenfotos zur Verfügung.

Die Schülerinnen und Schüler waren von dem Konzert sehr begeistert: ,,Ich finde es cool, dass wir ihm Fragen stellen durften“, meinte Sophia. Karl aus der 6c kannte Wincent Weiss vorher gar nicht, ,,Aber mir hat es gefallen und ich fand gut, dass er so nett war.“

Internat ab 5. Klasse: Infotag, Elternabend und Kennenlerngespräche an der Steinmühle

Das Internat ab der Klasse 5 stellt für viele Kinder und ihre Eltern eine interessante Möglichkeit dar, wenn es um die Planung der weiterführenden Schullaufbahn geht. Denn mit dem Wechsel zur weiterführenden Schule löst sich das Kind immer stärker vom Elternhaus. Es möchte mehr Freiräume, will sich ausprobieren, eigene Wege gehen. Peergroups gewinnen an Einfluss. Eigenverantwortliches Handeln, selbstständiges Lernen und Sozialkompetenzen rücken in den Vordergrund, gleichzeitig üben Ablenkungsmöglichkeiten durch Smartphones, Computerspiele und Co eine starke Anziehungskraft aus.

Neben der zukunftsorientieren schulischen Ausbildung ist es Eltern daher immer wichtiger, den Sohn, die Tochter bei den Hausaufgaben wie auch bei den Freizeitaktivitäten umfassend betreut und sportlich, musisch und mental gefördert zu wissen.

Eltern und Kinder, die sich für einen Schulplatz in Klasse 5 im Schuljahr 2020/21 interessieren, sind herzlich eingeladen, die Steinmühle mit Schule und Internat persönlich kennen zu lernen.

  • Am Mittwoch, 30.10.2019, findet ab 20 Uhr ein Informationsabend der Schule statt und
  • am Samstag, 2.11.2019, besteht ab 10.30 Uhr die Möglichkeit, Schule und Internat im Rahmen eines Infotages zu erkunden.

Erleben Sie, worin sich der Charakter der Steinmühle von anderen Internaten unterscheidet und wodurch das Leben, Lernen und Wachsen in der Steinmühle gekennzeichnet sind.

Nutzen Sie auch unsere Kontaktmöglichkeiten (internatsleitung@steinmuehle.de), wenn Sie individuelle Fragen haben, und/oder rufen Sie uns an, um einen Termin für ein Aufnahmegespräch zu vereinbaren (06421-408-14).

10. Klasse Gymnasium im Lietz Internat Schloss Bieberstein – Wirtschaftswissenschaftlich orientierte Vorbereitung für die Oberstufe –

Auf Schloss Bieberstein wird schon seit Jahrzehnten der Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften als Leistungskurs unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2019/2020 bietet das Lietz Internat Schloss Bieberstein nun erstmals in der Mittelstufe im G9-Zweig eine 10. Klasse Gymnasium mit dem Profilfach Wirtschaftswissenschaften an um die Schülerinnen und Schüler besser auf den späteren Leistungskurs vorzubereiten.

Was beinhaltet das neue Schulangebot des Lietz Internats Schloss Bieberstein und von welchen Vorteilen können SchülerInnen der 10. Klasse Gymnasium mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften profitieren?

In einem Video erläutert die Fachlehrerin Tanja Steinbach das Profilfach Wirtschaftswissenschaften und gibt Einblicke in die Unterrichtsinhalte der 10G. Darüber hinaus berichten Schüler/-innen von ihren Erfahrungen aus dem Internatsleben.

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Mehr Informationen

Der Lehrplan der 10G mit den wirtschaftlich orientierten Schwerpunkten beinhaltet eine umfassende Berufs- und Studienorientierung durch Profilbereiche und Praxistage. Neben Betriebsbesichtigungen sammeln die Schülerinnen und Schüler Praxiserfahrung in internatseigenen Schülerbetrieben. Sie besuchen Hochschulen und besichtigen Betriebe im regionalen Wirtschaftsraum. Auch Bewerbertrainings in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und dem BBZ gehören dazu.

Wirtschaftsenglisch und Mathematik wurden im Lehrplan verstärkt integriert und ergänzen die Vermittlung von wirtschaftswissenschaftlichen Kernkompetenzen. Die 10. Klasse des Gymnasiums bietet damit eine optimale Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe und die sich später anschließende Studium- oder Berufsphase.

Schülerinnen und Schüler, die auf Grund ihrer unterschiedlichen Bildungswege bis Klasse 10 nicht direkt in die Einführungsphase eintreten können, haben mit dem Besuch der 10G die Möglichkeit, die hierfür erforderlichen Voraussetzungen zu erwerben.

Wie in allen Hermann-Lietz-Schulen steht i. R. des Bildungskonzeptes neben der schulischen Ausbildung die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Fokus: Eigene Stärken und Begabungen erkennen, festigen und weiter ausbauen.
Mit einer Einheit aus Bildung und Erziehung, Tradition und Moderne vermitteln die Internatsschulen den Heranwachsenden vor allem eines: Lebenskompetenz. Ganzheitliches Denken, verantwortungsbewusstes Handeln, Selbstvertrauen, geistige Flexibilität und Mut, die Zukunft aktiv zu gestalten, stehen dabei im Blickpunkt.

Neuer Sportplatz im Lietz Internatsdorf Haubinda eingeweiht

Am 13. September 2019 wurde im Lietz Internatsdorf Haubinda der neue Sportplatz mit einer 200-Meter Laufbahn feierlich eröffnet. Schülerinnen und Schüler aller Klassen nahmen an einem Staffellauf teil und weihten damit die neue Sportstätte offiziell ein.

Eine Idee wird geboren
Es beginnt im Sportunterricht mit einer Leistungskontrolle im 100-Meter-Lauf. Die Bahn ist vorbereitet. Für 100 Meter fehlt ein kleines Stück und auch sonst ist sie nicht mehr im besten Zustand. Eine Schülerin nach der anderen geht an den Start. Alles scheint wie immer zu laufen. Doch Josefine tritt auf einen losen Stein in der Bahn, knickt um und stürzt. Zum Glück keine ernsten Verletzungen. Aber Josefine fragt sich, wie kann es sein, dass eine Schule mit einer modernen Turnhalle und einem schönen Allwetterplatz so eine schlechte 100-Meter-Bahn hat? Also eine neue Bahn muss her! Eine Idee ist geboren und schnell lassen sich Schulleiter und Schüler von ihr begeistern.

Planung und Bau
Die Schüler machen Vorschläge, wo die neue Bahn errichtet werden soll und was sie für eine Ausstattung bekommt. Wenn man schon eine neue Laufbahn baut, könnte man doch gleich den gesamten Sportplatz modernisieren. Vom Architekten kommen die ersten Planungsentwürfe. Der Stiftungsvorstand muss überzeugt und Sponsoren gewonnen werden. Dann kann der Bau beginnen.

Einweihung
Wie weiht man einen Sportplatz ein? Mit einem Sportfest? Mit einem Festakt? Nein, mit einem Lauf, denn ein Lauf war ja schließlich der Auslöser für den Bau! Der Landrat ist gekommen, der Stiftungsvorstandsvorsitzende, Vertreter vom Kreissportbund, viele Eltern und Sponsoren. Die Schulgemeinde versammelt sich auf dem Sportplatz und stellt fest, wie schön inzwischen der Rasen gewachsen ist – das macht Lust, gleich mit dem Sportunterricht zu beginnen. Ein Staffellauf von Schülern der Klassen 1 bis 13 nimmt den Platz offiziell in Betrieb.

Im Anschluss an den Staffellauf gab es dann doch eine kleine Einweihungsfeier, auf der die Gäste über Digitalisierung, Sport und Schulentwicklung diskutierten. Auch Josefine war dabei und konnte mit eigenen Augen sehen, was aus ihrer Idee inzwischen geworden ist.

Text & Foto: Ricardo Fischer

In den Sommerferien ist in Haubinda immer viel los

Im Lietz Internatsdorf Haubinda kommt auch in den Sommerferien keine Langeweile auf. Neben Renovierungsarbeiten fanden die Sommerschule, Ferienspiele, Schnuppertage oder kurzweilige Ausflüge statt.

In dieser Woche beginnt im Internatsdorf Haubinda die Vorbereitungsphase der Pädagogen und technischen Mitarbeiter auf das neue Schuljahr, das am 18. August mit der Anreise der Internatsschüler startet. Doch auch während der Sommerferien – auch unterrichtsfreie Zeit genannt – wurde gearbeitet, war die Einrichtung belebt: Neben Renovierungsarbeiten standen Schnupperkurs für Interessenten, Ferienspiele und Sommerschule auf dem Programm, organisiert von Internatsleiterin Katharine Schlegel und den pädagogischen Mitarbeitern.

,,Wir haben derzeit 12 Kinder von 12 bis 15 Jahren bei uns – sieben davon sind schon Schüler bei uns, die anderen fünf Schüler schnuppern erst einmal ins Internatsleben, zeigen dabei großes Interesse. Ab Montag kommen dann noch vier weitere Interessenten, die natürlich im Internat schlafen, damit sie alles genau kennen lernen können , war die Halbzeitbilanz der Organisatorin.

Am Vormittag fanden jeweils zwei Unterrichtsblöcke in Mathematik und Deutsch statt, jeweils in zwei Altersgruppen (Klasse 4 und 5 sowie Klasse 6 bis 8). Am Nachmittag, nach dem gemeinsamen Mittagessen, waren täglich wechselnde Aktivitäten und Ausflüge im Angebot: Besuch des Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, Besuch des ökologischen Garten- und Freizeitparks Ega in Erfurt, Wanderung nach Westhausen, handwerkliche Traditionen wie Filzen, Körbe flechten, Weben, Brot und Kuchen backen sowie die Herstellung von Käse und Joghurt.

Und am Wochenende gab es Unternehmungen. So führte der Weg am Samstag zunächst in die Teufelshöhle nach Pottenstein und anschließend zur Sommerrodelbahn Pottenstein. Tags darauf ging es dann noch ins Märchenfreibad nach Neustadt bei Coburg. ,,Abends gab es zudem ein Sportangebot für die Kinder, doch waren die schon manchmal froh, wenn sie einfach nur „“chillen““ durften“, zieht Katharina Schlegel abschließend eine positive Bilanz der Schnuppertage im Internatsdorf Haubinda.

Text und Fotos: Volker Kilgus

Steinmühle – Schule und Internat: Sport und Ernährung haben großen Stellenwert

Welchen großen Stellenwert Bewegung und Ernährung in der Steinmühle haben, zeigen die bunten Aktivtäten der vergangenen Wochen. So standen beim zweiten Gesundheitsprojekttag der Steinmühle vielfältige Projekte rund um Ernährung, Bewegung, Umwelt auf dem Plan. Angeboten wurden zum Beispiel Jumping-Fitness, Honig-Tasting, ,,Insekten essen, ,,Achtsamkeit für Anfänger“, ,,Selbstverteidigung“ oder aktuelle Themen wie ,,Spiel und Spaß ohne Smartphone“ und ,,Zero Waste Food“. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihren favorisierten Workshop auswählen und sich damit einen ganzen Vormittag lang ihrem Lieblingsthema widmen.

Platz 2 im Rudern-Landesentscheid und unter den Top 10 beim Triathlon

Und auch bei verschiedenen Sport-Wettbewerben war die Steinmühle wieder sehr präsent. Bei ,,Jugend trainiert für Olympia“ im Rudern wurden Anton und Justus Steinmetz im Landesentscheid Zweite im Leichten Doppelzweier. Der erstmals zusammen gestartete Mädchenvierer mit Steuerfrau erkämpfte sich auf Anhieb Platz 5 von 15 und der Mädchen-Doppelzweier kam nach einem knappen Rennen auf Platz 3. Beim Triathlon gab es für die Nachwuchs-Athleten und -Athletinnen der Steinmühle eine Top-10-Platzierung im Landesentscheid Triathlon (Wettkampfklasse III) in Fulda. Der Rang ist umso bemerkenswerter, als in dieser Sportart erstmals eine Mannschaft von der Steinmühle bei ,,Jugend trainiert für Olympia“ antrat.

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