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Mutbürger statt Wutbürger

Das Lietz Internatsdorf Haubinda schickt ihre Schüler und Besucher auf die Suche nach ,,Vorbildern und Friedensstiftende. Diesem Thema ist die gleichnamige Wanderausstellung gewidmet, die am 21.02.2019 im Lietz Internatsdorf eröffnet wurde. Per Kurz-Porträt werden 12 historische Persönlichkeiten wie Albert Schweizer, Friedrich Schiller, Edith Stein, Anne Frank, Stephane Hessel vorgestellt. Sie alle haben sich zu ihren Lebzeiten eingesetzt u.a. für Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden, religiöse Toleranz und Hilfe für Bedürftige. Sie setzen die Impulse für die Besucher, sich diesem Thema zu nähern und sich auf die Suche nach ihren ganz persönlichen Vorbildern zu begeben. Schüler und Besucher haben die Möglichkeit, sich mit ihren porträtierten Vorbildern an der Ausstellung zu beteiligen und sie mit ihren Wortmeldungen sinnvoll zu ergänzen. Mit der Ausstellung wird der Focus auf konstruktive, Werte vermittelnde Persönlichkeiten, Vorgänge und Sachverhalte gelegt. Es wird eine spannende und interessante Zeit, die Vorbilder und Friedensstiftenden der Besucher kennenzulernen und dieses Thema in einer breiten Öffentlichkeit zu besprechen.

Nicht wegschauen oder selbstgefällig zurücklehnen, sondern Einfluss nehmen, diskutieren, Werte verteidigen und handeln. ,,Wir brauchen Mutbürger, keine Wutbürger“, brachte es Dr. Andreas Jantowski, auf einen einfachen Nenner und appellierte an die Handlungsmacht des Einzelnen. Der Direktor des Thillm (Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien) war am Donnerstag (21.02.2019) im Lietz Internatsdorf Haubinda der Festredner bei der Eröffnung der Wanderausstellung ,,Vorbilder – Friedensstifter.“ Das Projekt, initiiert und organisiert von der Mittelstands-Akademie Made in Germany, wird unterstützt vom Thillm, der Thüringer Ehrenamtsstiftung sowie dem einzigen in Thüringen ansässigen internationale Kinderhilfswerk ,,Ourchild e. V. , der Maria-Pawlowna- Gesellschaft e.V. und der Deutschen Stiftung Meditation.

,,Ich hoffe ihr zwingt eure Klassenlehrer mit euch über die Ausstellung und eure Vorbilder zu reden“, so die Aufforderung von Schulleiter Burkhard Werner an seine Schüler bei der Begrüßung der Ausstellungs-Eröffnung. Angesichts der Spannungen bei der Sicherheitskonferenz in München, Aufkündigung des Abrüstungsvertrages, zahlreicher Krisenherde weltweit sowie eine drohende Klimaveränderung, nannte es Schulleiter Burkhard ermutigend – mit Blick auf die Freitagsdemonstrationen von Schülern – dass junge Leute sich zu Wort melden, sich für ihre Zukunft engagieren. In der Rückschau auf seine Schullaufbahn in Römhild bekannte Werner: ,,Wir bekamen von den Lehrern gesagt, wer unsere Vorbilder sind.“ Und er fügte hinzu: Ich schwärmte für die Sportler – insbesondere die Leichtathleten.

Wanderausstellung bleibt die ersten sechs Monate in Haubinda

Mit der Ausstellung, die in den nächsten sechs Monaten in Haubinda zu sehen ist, will die Schule Impulse für Schüler und Besucher setzen, sich auf die Suche nach den ganz persönlichen Vorbildern zu begeben. Mit Kurz-Porträts 12 historischer Persönlichkeiten wie Albert Schweitzer, Friedrich Schiller, Edith Stein, Anne Frank, Stephane Hessel, Gustav Stresemann und Gandhi werden Menschen vorgestellt, die sich eingesetzt haben für Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit, religiöse Toleranz und Hilfe für Bedürftige. Gleichzeitig besteht für die Besucher die Möglichkeit sich aktiv einzubringen, sich mit ihren porträtierten Vorbildern an der Ausstellung zu beteiligen und sie mit Wortmeldungen zu ergänzen.Festredner Dr. Andreas Jantowski rief dazu auf: ,,Nicht wundern, sondern kümmern!“ Gleichzeitig bedauerte er den schwindenden Anstand im Umgang miteinander und stellte klar: „Anstand ist anstrengend“. Exemplarisch bezog er sich auf Stéphan Hessel und dessen Streitschrift ,,Empört Euch“. Darin ruft der ehemalige französische Widerstandskämpfer, KZ-Überlebende und spätere UN-Diplomat zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auf. Gegen die Diktatur des Finanzkapitalismus, gegen die Unterdrückung von Minderheiten, gegen die ökologische Zerstörung unseres Planeten. Jantowski mahnte zugleich Widerstand nicht als Legitimation zu nutzen, wie es bei Gewaltausschreitungen 2017 beim G-20 Gipfel im Hamburger Schanzenviertel vorkam.

Er vertrat weiterhin die Auffassung, dass wir als Zivilbevölkerung aufgerufen sind Veränderungen zu fordern. ,,Freiheit und Frieden sind wie flüchtige Rehe und man bemerkt sie erst, wenn sie nicht mehr da sind“ , so das Credo des Festredners. Die Friedenspädagogik lerne nicht wie man Konflikten ausweicht, sondern wie man sich ihnen stellt. Gleichzeitig warnte er vor einfachen Lösungen: ,,Kulturen lassen sich nicht in Vorgaben pressen, müssen diskutiert und hinterfragt werden. Bei Songtexten am Rande von Gewaltverherrlichungen helfen keine Verbote. Stattdessen muss in der Schule darüber offen diskutiert und hinterfragt werden.“ Im gleichen Atemzug stellte der Festredner die Frage, ob die starke Ausprägung der Individualität in den vergangenen Jahren möglicherweise zu Lasten des Gemeinschaftssinns gegangen sei.

Friedensstifter sind weiterhin notwendig

Dirk Lindner, 1. Beigeordneter des Landkreises Hildburghausen, berichtete in seiner Grußrede von seiner Sozialisation in der ehemaligen DDR, die das Thema Frieden als Hauptziel ausgegeben hatte. ,,Die morgendliche Begrüßung lautete Frieden und Sozialismus – gleichzeitig war es die Zeit des Kalten Krieges und des Wettrüstens.“ Nach dem friedlichen Widerstand mutiger Menschen und der Wiedervereinigung dachte Lindner, Krieg würde es nie mehr geben. Inzwischen hegt er Zweifel und fragt: ,,Stehen wir vor einem neuen Wettrüsten?“ Aufgrund dieser Fragestellung folgerte er: ,,Wir haben Friedensstifter weiterhin notwendig.“

Dr. Volker Düssel, der Vorsitzende der Thüringer Ehrenamtsstiftung, betonte die Bedeutung des Ehrenamtes und lobte das Engagement der 850.000 Ehrenämtler in Thüringen: ,,Ohne ihre Arbeit würde spätestens nach drei Tagen Chaos in Thüringen herrschen.“ Gleichzeitig lobte er das Engagement der mittelständischen Unternehmen und der Lietz Schule Haubinda, die – wie mit dieser Wanderausstellung – immer wieder den Dialog mit den Heranwachsenden anbieten und suchen. Er forderte die Schüler auf sich für ein Ehrenamt-Zertifikat zu bemühen, denn bei Bewerbungen signalisiere solch ein Zertifikat, dass der Inhaber nicht nur auf der Schulbank gesessen hat, sondern auch Eigenschaften wie Teamfähigkeit und Sozialkompetenz erworben hat.

Nach der offiziellen Eröffnung lud Ernst Haberland, Präsident und Gründungsinitiator der Mittelstandsakademie Made in Germany, zum Besuch der Wanderausstellung ein. Neben dem Eintrag ins Gästebuch und anregenden Gesprächen, waren die Haubindaner Schüler schnell im Diskussionsprozess. Sie beteiligten sich aktiv mit Wortbeiträgen und schriftlichen Ausführungen zu ihren Vorbildern, wobei neben Sportlern und Künstlern auch Unternehmer wie Steve Jobs und Politiker wie Barack Obama aufgeführt wurden.

Text & Bilder: Volker Kilgus

VR-Brillen für das Internat Solling

Virtual Reality- (VR-) Brillen kennt man heutzutage hauptsächlich aus Science-Ficton-Filmen oder von Computer- und Spiele-Messen wie der Gamescom. Dass diese Brillen auch für den schulischen Bereich eingesetzt werden können, ist bisher nur wenig bekannt. Dies zu ändern hat sich Dr. Frank Hubenthal vom Internat Solling vorgenommen. Auf sein Bestreben hin bekam das Internat Solling von der Firma Zeiss Oberkochen 30 VR-Brillen zur Verfügung gestellt. Die VR-Brillen sind mit einer Präzisionsoptik ausgestattet und ermöglichen es mit der ebenfalls bereitgestellten lizenzierten Software, sich virtuell in die verschiedensten naturwissenschaftlichen Themen einzuarbeiten. Alles was man dazu benötigt, ist ein geeignetes Smartphone, auf das man sich die passende App der FA Zeiss kostenlos aufspielt. Die Software ermöglicht es dann dem Träger der Brille sich z.B. räumlich durch das Weltall oder auch eine Zelle zu bewegen. Noch sind die VR-Brillen bei uns in der Erprobungsphase und es muss sich noch zeigen, wie gut sich die bereitgestellte Software im Unterricht einsetzen lassen. Für den AG-Bereich stellen sie mit Sicherheit eine Bereicherung dar.Das Internat Solling bedankt sich daher bei der FA Zeiss Oberkochen für die freundliche Unterstützung und freut sich darauf, mit diesen Brillen einen weiteren Schritt in die Zukunft des Lernens gemacht zu haben.

Steinmühle mit Schule & Internat ganz vorne bei Mathewettbewerben

Gleich mehrfach konnte die Marburger Steinmühle mit Schule & Internat bei Mathe-Wettbewerben Erfolg vermelden: Bei der Bundesrunde der Mathematikolympiade 2018 in Würzburg belegte Steinmühlenschüler Jan Audretsch (Kl. 9) den zweiten Platz. ,,In diesem mathematisch anspruchsvollen Wettbewerb hast du unter Beweis gestellt, dass du über ein hohes Maß an abstraktem Denkvermögen und eine große Vielfalt an mathematischen Methoden verfügst, heißt es im persönlichen Glückwunschschreiben des Hessischen Kultusministers Prof. Dr. Alexander Lorz.

Bei der Mathematik-Olympiade können Schülerinnen und Schüler ihre mathematischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. ,,Anspruchsvolle Aufgaben fördern logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und den kreativen Umgang mit mathematischen Methoden“, ist auf den Seiten zu lesen. Der Wettbewerb erstreckt sich über mehrere Runden.

Hessenbeste beim Bolyai-Wettbewerb

Auch beim Bolyai- Mathematikwettbewerb hatte ein Team aus Schülerinnen und Schülern der Marburger Gymnasien ,,Steinmühle – Schule & Internat“ und ,,Philippinum“ die Nase vorn: In der Jahrgangsstufe 5 schlossen die Steinmühlenschülerinnen Sophia Rogosch und Teresa Katharina Dinges zusammen mit Jonathan Hundt und Leo Yu’an (beide Philippinum) als Hessenbeste ab.

Der Internationale Mathematik-Teamwettbewerb ,,Bolyai“ wurde 2004 in Ungarn ins Leben gerufen und 2014 das erste Mal auch in Deutschland durchgeführt. Ziel ist, Schülerinnen und Schüler anzuregen, Denkaufgaben gemeinsam zu lösen. Der Leitspruch des Wettbewerbs lautet dementsprechend: „Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit ist ein ganz zentraler Wert unseres Lebens.“ Die Schülerinnen und Schüler diskutieren in Vierer-Teams im vorgegebenen Zeitrahmen von 60 Minuten sowohl Aufgaben als auch vorgegebene Lösungen und können die Arbeit geschickt aufteilen. Der Wettbewerb ist nach dem 1802 geborenen ungarischen Mathematiker János Bolyai benannt, der als einer der ersten Mathematiker auf dem Gebiet der nichteuklidischen Geometrie arbeitete.

Rudern an der Steinmühle

Der Rudersport hat am Internat Steinmühle eine langjährige Tradition. Diese Chance hat der 14jährige Internatsschüler Maxim Dyck ergriffen und in den vergangenen Monaten so eisern trainiert, dass er bei den Hessischen Meisterschaften im Ergometerrudern in Frankfurt auf Anhieb die Silbermedaille holte – und das als Jüngerer in der älteren Klasse der 15/16-jährigen in seinem allerersten offiziellen Wettkampf!

Viermal wöchentlich beim Training

Ohne Fleiß kein Preis. Der Jugendliche gehört derzeit zu den Ehrgeizigsten beim Training im Kraftraum der Steinmühle. Viermal pro Woche betätigt er sich dort und nimmt es in Kauf, dass seine Freizeit ansonsten eher knapp bemessen ist. Im Sommer ändert sich wenig. Dann sitzt der 14-Jährige im Einer und trainiert im selben Rhythmus auf der Lahn.

Zu Maxims Vorbildern gehört Lucas Schäfer, der wie er an der Steinmühle Internatsschüler war, dort die Liebe zum Rudern entdeckte und im Laufe seiner Karriere an Welt- und Europameisterschaften teilnahm.

Rudern: fester Bestandteil des Lebens an der Steinmühle

Die Steinmühle mit Schule und Internat liegt direkt an der Lahn und verfügt über einen eigenen Bootssteg sowie ein Bootshaus mit über 30 Ruderbooten – vom Übungs-Skiff bis zum Renn-Achter. Der Rudersport ist fester Bestandteil des regulären Sportunterrichts an der Steinmühle. Um in diesem Bereich besondere sportliche Leistungen gezielt fördern zu können, hat die Steinmühle mit dem ,,Rudern und Sport Steinmühle e. V. einen eigenen Verein gegründet, der hauptsächlich Angebote im Bereich des Leistungsruderns schafft. Trainiert werden kann aber auch für den Freizeitbereich.

,,Vielversprechendes Talent“

Trainer Martin Strohmenger bezeichnete Maxim als ,,vielversprechendes Talent“, sodass man gespannt sein kann, wie es weitergeht. Die Internats- und Rudervereinsgemeinde der Steinmühle wünschen Maxim für seinen Ruderkarriere ,,Riemen- und Dollenbruch“!

Steinmühle – Schule & Internat zur „MINT-freundlichen Schule“ ernannt

Die ,,Steinmühle – Schule & Internat in Marburg wurde jetzt als ,,MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Sie erfährt damit eine offizielle Würdigung ihrer Schwerpunktsetzung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Ehrung fand im Rahmen einer gemeinsamen Feier von ,,MINT Zukunft Schaffen!“ und des Zentrums für Chemie auf Einladung von Dr. Thomas Schneidermeier im Hessischen Landtag in Wiesbaden statt. Die Auszeichnung der Schulen in Hessen steht unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz und der Kultusministerkonferenz (KMK).

Zur Auszeichnung, so die Juroren, tragen verschiedene Punkte bei: Informatik als Prüfungsfach, der besondere Naturwissenschaftliche Unterricht (NaUnt), Wettbewerbe der MINT-Fächer im Wahlunterricht, die erfolgreiche Teilnahme an ,,Jugend forscht“, Beratung in Berufen entsprechender Fachrichtungen sowie Kooperationen mit Unternehmen und Universität.

Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Die »MINT-freundlichen Schulen« werden von Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie in der Öffentlichkeit durch die Ehrung wahrgenommen und von der Wirtschaft anerkannt und besonders unterstützt.

Einladung zum Informationstag für Schüler/innen und Eltern in Düsseldorf

Am 16.02.2019 haben Sie von 11-16 Uhr die Möglichkeit, sich im Steigenberger Parkhotel ausführlich über deutsche Internatsschulen und Boarding Schools zu informieren. Das Beraterteam, sowie Internatsleiter und Admissions Direktoren führender Internate stehen Ihnen und Ihrer Familie sehr gerne für ein unverbindliches Informations- und Beratungsgespräch zur Verfügung. Gerne können Sie auf Wunsch ein persönlichen Beratungstermin vereinbaren. Demnächst finden weitere Beratungstage in München und Nürnberg statt.

Weeitere Informationen finden Sie unter www.internatsberatung.com

Bildungstage München

Auch in diesem Jahr sind die vier Internate des Zweckverbands bayerische Landschulheime wieder auf der Bildungsmesse in München vertreten. Am Samstag, 26. Januar von 10 bis 17 Uhr, und am Sonntag, 27. Januar von 10 bis 16 Uhr, können sich die Messebesucher über das Leben an unseren Schulen am Stand 18 informieren. Im Pressehaus des Münchner Merkur in der Bayerstraße 57 in München stehen Ihnen die Schul- und Internatsleiter für alle Fragen zur Verfügung, die Harry Potter oder Hanni und Nanni nicht beantworten konnten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bayern-internate.com

Digitale Kompetenz – der ECDL (European Computer Driving Licence)

Der Europäische Computer Führerschein – genannt ECDL – ist ein international anerkanntes und standardisiertes Zertifikat, mit dem Computernutzer ihre grundlegenden und praktischen Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer nachweisen können. Er stellt ein gutes Basispaket dar, das den sicheren Umgang mit den gängigsten Arbeiten am Computer gewährleistet. Das Internat Solling ist akkreditiertes Prüfungszentrum, kann die Prüfungen daher im eigenen Haus abnehmen und bietet seinen Neuntklässler nun an, dieses Zertifikat im Rahmen des Unterrichts zu erwerben. Diverse Module und Abschlusstests beschäftigen sich mit den Grundlagen der Informationstechnologie, Computerbenutzung und Dateimanagement, Office-Anwendungen sowie Web, Kommunikation und Datenbanken. Los geht’s am 6.2. mit einer Exkursion zum HNF (Heinrich Nixdorf Museums Forum) in Paderborn, wo die rasante Entwicklung der Computer- und Digitaltechnik gezeigt wird, und die Schüler an einer Führung ,,Vom PC zur Digitalen Welt teilnehmen. Viel Spaß und Erfolg!

Stipendienprogramm des Internats Hermann Lietz-Schule Spiekeroog erweitert

Bohnenkamp-Stiftung fördert Schüler und Schülerinnen aus Osnabrück und Umgebung damit ihnen der Besuch auf dem Inselinternat ermöglicht werden kann.

Die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Siftung hat sich in den 10 Jahren seit ihrer Gründung als Bildungsstiftung einen Namen gemacht. Nun ermöglicht die Osnabrücker Stiftung anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums, Kindern von Eltern aus Osnabrück und Umgebung den Schulbesuch am Internatsgymnasium Hermann Lietz-Schule Spiekeroog.

Dafür stellt sie 100.000 EUR zur Verfügung – die Stipendien werden einkommensabhängig vergeben. Interessierte Eltern wenden sich bitte direkt an die Hermann Lietz-Schule Spiekeroog. Bedingung für die Förderung ist es, dass die Kinder und Jugendlichen klar gymnasial sind, ein Interesse an dem besonderen Schulkonzept (Sport, Segeln, Naturwissenschaften, Umweltbildung, Musik oder Theater) haben und sich dort engagieren möchten.

Unter dem Motto ,,Bildung fördern – alle mitnehmen unterstützt die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung innovative, fachlich abgesicherte und auf Nachhaltigkeit angelegte Bildungsprojekte, die die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen verbessern. Dabei ist die Bohnenkamp-Stiftung bewusst eine regionale Stiftung, die vorrangig Projekte in der Stadt und im Landkreis Osnabrück unterstützt.

Unternehmer treffen Schüler und Lehrer im Lietz Internatsdorf Haubinda – „Black Box Ausbildungsreife“

Bereits zum vierten Mal fand am 14.11.2018 im Lietz Internatsdorf Haubinda ein Abendessen mit Unternehmern statt. Nach zwei einleitenden Impulsvorträgen saßen anschließend über 35 Unternehmer gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern beim gemeinsamen Abendessen gemütlich beisammen und diskutierten die unterschiedlichen Sichtweisen und Probleme.

Lutz Frischmann eröffnete im Namen der Mittelstands-Akademie den Abend um 18:00 Uhr und übergab das Wort an den Leiter des Internatsdorfs Burkhard Werner, der sich in zwei spannenden Kurzvorträgen der ,,Black Box Ausbildungsreife annahm.

Demnach sei die Definition der Agentur für Arbeit so weit gefasst, dass man daraus ,,Alles und Nichts“ ableiten könne. Höre man sich bei Betrieben um, so seien viele Unternehmen mittlerweile froh, wenn neue Auszubildende einigermaßen pünktlich und angemessen gekleidet im Betrieb erschienen und sich verständlich artikulieren könnten. Damit wäre die Ausbildungsreife mit dem Abschluss der 4. Klasse in der Grundschule erreicht, so Werner. Was hier überspitzt dargestellt wurde, spiegelt aber zumindest einen Teil der teils bitteren Realität in Ausbildungsbetrieben wider: man könne sich nicht sicher sein, welches Bildungsniveau hinter einer Bewerbung stecke, weil es zu viele verschiedene Bezeichnungen und Schularten in den Bundesländern gäbe.

Dem Wunsch nach einem einheitlichen Bewertungsmaßstab schlossen sich viele der anwesenden Unternehmer an. Burkhard Werner betonte dabei immer wieder, dass die Schülerinnen und Schüler nicht dafür verantwortlich wären und, zumindest in Haubinda, eine ganz tolle Jugend heranwachse.

Neben dem reinen Bildungsniveau ging Burkhard Werner auch auf weiche Faktoren ein. Schule kann nicht nicht erziehen. Kinder verbringen heute die meiste Zeit in der Schule, nicht selten in einer 40 Stundenwoche. Dass die Schule hierbei keinen Beitrag zur Erziehung leiste, ist schlicht unmöglich. Die Werte, die in der Schule vorgelebt würden, prägen auch die Kinder und Jugendlichen.

In der folgenden Diskussion wurde von Unternehmerseite nochmals unterstrichen, dass es ein großes Problem für Wohnortwechsel wäre, wenn die Kinder dann aufgrund unterschiedlicher Schulformen Nachteile bekommen. Aus der Schülerschaft wird insbesondere die unzureichende Vermittlung von Alltagswissen bemängelt.

Der zweite Kurzvortrag wurde von Sven Lindig, Lindig Fördertechnik aus Eisenach, gehalten und drehte sich um die Mitarbeiterführung und Integration von Auszubildenden im Unternehmen. Sven Lindig bekräftigte dabei, dass alte Generationen seit Jahrtausenden über die Jüngeren schimpften. Dies sei also keineswegs ein Phänomen der aktuell Heranwachsenden. In seinem Unternehmen würden neue Azubis direkt ins Team eingebunden und, das sei besonders wichtig, mit sinnstiftenden Aufgaben betreut.

Sven Lindig erzählte von der Umorganisation seines Unternehmens, weg von isolierten Abteilungen hin zu interdisziplinären Teams. Er wolle damit Prozesse besser abbilden und die Kreativität im Unternehmen fördern. Kreativität sei ohnehin das Alleinstellungsmerkmal des Menschen gegenüber der fortschreitenden Automatisierung. Sven Lindig beschrieb in einem kurzweiligen Vortrag weiter die Notwendigkeit nachfolgenden Generationen Verantwortung zu übergeben und Perspektiven aufzuzeigen. Er lobte dafür das Format, da Kinder und Jugendliche so direkten Zugang zu Unternehmen aus der Region erhalten und die Möglichkeiten einer beruflichen Zukunft in der Heimat entdecken können.

Nach den Vorträgen ging es zum Abendessen. Während eines leckeren Menüs regionaler Spezialitäten kamen Unternehmer, Schüler, Lehrer und Angestellte des Internatsdorfs ins Gespräch. Die Sitzordnung wurde extra dafür ausgelegt und trug so ihren Teil zum regen Austausch bei.

Am Ende waren sich alle Beteiligten über die Wichtigkeit eines solchen Formats zum Kennenlernen und Austauschen einig.

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