Kurpfalz Internat

Einladung zum Informationstag für Schüler/innen und Eltern in Düsseldorf

Am 16.02.2019 haben Sie von 11-16 Uhr die Möglichkeit, sich im Steigenberger Parkhotel ausführlich über deutsche Internatsschulen und Boarding Schools zu informieren. Das Beraterteam, sowie Internatsleiter und Admissions Direktoren führender Internate stehen Ihnen und Ihrer Familie sehr gerne für ein unverbindliches Informations- und Beratungsgespräch zur Verfügung. Gerne können Sie auf Wunsch ein persönlichen Beratungstermin vereinbaren. Demnächst finden weitere Beratungstage in München und Nürnberg statt.

Weeitere Informationen finden Sie unter www.internatsberatung.com

Bildungstage München

Auch in diesem Jahr sind die vier Internate des Zweckverbands bayerische Landschulheime wieder auf der Bildungsmesse in München vertreten. Am Samstag, 26. Januar von 10 bis 17 Uhr, und am Sonntag, 27. Januar von 10 bis 16 Uhr, können sich die Messebesucher über das Leben an unseren Schulen am Stand 18 informieren. Im Pressehaus des Münchner Merkur in der Bayerstraße 57 in München stehen Ihnen die Schul- und Internatsleiter für alle Fragen zur Verfügung, die Harry Potter oder Hanni und Nanni nicht beantworten konnten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bayern-internate.com

Digitale Kompetenz – der ECDL (European Computer Driving Licence)

Der Europäische Computer Führerschein – genannt ECDL – ist ein international anerkanntes und standardisiertes Zertifikat, mit dem Computernutzer ihre grundlegenden und praktischen Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer nachweisen können. Er stellt ein gutes Basispaket dar, das den sicheren Umgang mit den gängigsten Arbeiten am Computer gewährleistet. Das Internat Solling ist akkreditiertes Prüfungszentrum, kann die Prüfungen daher im eigenen Haus abnehmen und bietet seinen Neuntklässler nun an, dieses Zertifikat im Rahmen des Unterrichts zu erwerben. Diverse Module und Abschlusstests beschäftigen sich mit den Grundlagen der Informationstechnologie, Computerbenutzung und Dateimanagement, Office-Anwendungen sowie Web, Kommunikation und Datenbanken. Los geht’s am 6.2. mit einer Exkursion zum HNF (Heinrich Nixdorf Museums Forum) in Paderborn, wo die rasante Entwicklung der Computer- und Digitaltechnik gezeigt wird, und die Schüler an einer Führung ,,Vom PC zur Digitalen Welt teilnehmen. Viel Spaß und Erfolg!

Stipendienprogramm des Internats Hermann Lietz-Schule Spiekeroog erweitert

Bohnenkamp-Stiftung fördert Schüler und Schülerinnen aus Osnabrück und Umgebung damit ihnen der Besuch auf dem Inselinternat ermöglicht werden kann.

Die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Siftung hat sich in den 10 Jahren seit ihrer Gründung als Bildungsstiftung einen Namen gemacht. Nun ermöglicht die Osnabrücker Stiftung anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums, Kindern von Eltern aus Osnabrück und Umgebung den Schulbesuch am Internatsgymnasium Hermann Lietz-Schule Spiekeroog.

Dafür stellt sie 100.000 EUR zur Verfügung – die Stipendien werden einkommensabhängig vergeben. Interessierte Eltern wenden sich bitte direkt an die Hermann Lietz-Schule Spiekeroog. Bedingung für die Förderung ist es, dass die Kinder und Jugendlichen klar gymnasial sind, ein Interesse an dem besonderen Schulkonzept (Sport, Segeln, Naturwissenschaften, Umweltbildung, Musik oder Theater) haben und sich dort engagieren möchten.

Unter dem Motto ,,Bildung fördern – alle mitnehmen unterstützt die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung innovative, fachlich abgesicherte und auf Nachhaltigkeit angelegte Bildungsprojekte, die die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen verbessern. Dabei ist die Bohnenkamp-Stiftung bewusst eine regionale Stiftung, die vorrangig Projekte in der Stadt und im Landkreis Osnabrück unterstützt.

Unternehmer treffen Schüler und Lehrer im Lietz Internatsdorf Haubinda – „Black Box Ausbildungsreife“

Bereits zum vierten Mal fand am 14.11.2018 im Lietz Internatsdorf Haubinda ein Abendessen mit Unternehmern statt. Nach zwei einleitenden Impulsvorträgen saßen anschließend über 35 Unternehmer gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern beim gemeinsamen Abendessen gemütlich beisammen und diskutierten die unterschiedlichen Sichtweisen und Probleme.

Lutz Frischmann eröffnete im Namen der Mittelstands-Akademie den Abend um 18:00 Uhr und übergab das Wort an den Leiter des Internatsdorfs Burkhard Werner, der sich in zwei spannenden Kurzvorträgen der ,,Black Box Ausbildungsreife annahm.

Demnach sei die Definition der Agentur für Arbeit so weit gefasst, dass man daraus ,,Alles und Nichts“ ableiten könne. Höre man sich bei Betrieben um, so seien viele Unternehmen mittlerweile froh, wenn neue Auszubildende einigermaßen pünktlich und angemessen gekleidet im Betrieb erschienen und sich verständlich artikulieren könnten. Damit wäre die Ausbildungsreife mit dem Abschluss der 4. Klasse in der Grundschule erreicht, so Werner. Was hier überspitzt dargestellt wurde, spiegelt aber zumindest einen Teil der teils bitteren Realität in Ausbildungsbetrieben wider: man könne sich nicht sicher sein, welches Bildungsniveau hinter einer Bewerbung stecke, weil es zu viele verschiedene Bezeichnungen und Schularten in den Bundesländern gäbe.

Dem Wunsch nach einem einheitlichen Bewertungsmaßstab schlossen sich viele der anwesenden Unternehmer an. Burkhard Werner betonte dabei immer wieder, dass die Schülerinnen und Schüler nicht dafür verantwortlich wären und, zumindest in Haubinda, eine ganz tolle Jugend heranwachse.

Neben dem reinen Bildungsniveau ging Burkhard Werner auch auf weiche Faktoren ein. Schule kann nicht nicht erziehen. Kinder verbringen heute die meiste Zeit in der Schule, nicht selten in einer 40 Stundenwoche. Dass die Schule hierbei keinen Beitrag zur Erziehung leiste, ist schlicht unmöglich. Die Werte, die in der Schule vorgelebt würden, prägen auch die Kinder und Jugendlichen.

In der folgenden Diskussion wurde von Unternehmerseite nochmals unterstrichen, dass es ein großes Problem für Wohnortwechsel wäre, wenn die Kinder dann aufgrund unterschiedlicher Schulformen Nachteile bekommen. Aus der Schülerschaft wird insbesondere die unzureichende Vermittlung von Alltagswissen bemängelt.

Der zweite Kurzvortrag wurde von Sven Lindig, Lindig Fördertechnik aus Eisenach, gehalten und drehte sich um die Mitarbeiterführung und Integration von Auszubildenden im Unternehmen. Sven Lindig bekräftigte dabei, dass alte Generationen seit Jahrtausenden über die Jüngeren schimpften. Dies sei also keineswegs ein Phänomen der aktuell Heranwachsenden. In seinem Unternehmen würden neue Azubis direkt ins Team eingebunden und, das sei besonders wichtig, mit sinnstiftenden Aufgaben betreut.

Sven Lindig erzählte von der Umorganisation seines Unternehmens, weg von isolierten Abteilungen hin zu interdisziplinären Teams. Er wolle damit Prozesse besser abbilden und die Kreativität im Unternehmen fördern. Kreativität sei ohnehin das Alleinstellungsmerkmal des Menschen gegenüber der fortschreitenden Automatisierung. Sven Lindig beschrieb in einem kurzweiligen Vortrag weiter die Notwendigkeit nachfolgenden Generationen Verantwortung zu übergeben und Perspektiven aufzuzeigen. Er lobte dafür das Format, da Kinder und Jugendliche so direkten Zugang zu Unternehmen aus der Region erhalten und die Möglichkeiten einer beruflichen Zukunft in der Heimat entdecken können.

Nach den Vorträgen ging es zum Abendessen. Während eines leckeren Menüs regionaler Spezialitäten kamen Unternehmer, Schüler, Lehrer und Angestellte des Internatsdorfs ins Gespräch. Die Sitzordnung wurde extra dafür ausgelegt und trug so ihren Teil zum regen Austausch bei.

Am Ende waren sich alle Beteiligten über die Wichtigkeit eines solchen Formats zum Kennenlernen und Austauschen einig.

Bildungsministerin Gebauer zu Besuch in der Privaten Sekundarschule Schloss Varenholz

Die Private Sekundarschule sowie die Jugendhilfeeinrichtung mit Internat Schloss Varenholz standen im Mittelpunkt eines Besuchs von Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Martina Hannen, Landtagsabgeordnete für Lippe, Marianne Thomann-Stahl, Präsidentin der Bezirksregierung Detmold, sowie weiteren Vertretern aus Politik und Schulbehörde am Freitag, den 02. November 2018.

Martina Hannen war hocherfreut, sich gemeinsam mit den Gästen aus Düsseldorf über das besondere pädagogische Konzept der Sekundarschule informieren zu können: ,,Die gelungene Verbindung von Schule und Jugendhilfeeinrichtung und auch das Engagement des Landesverbandes Lippe als Eigentümer des Schlossgebäudes und Unterstützer des Internats bzw. der Sekundarschule Schloss Varenholz sind ein Glücksfall für die Region und ein Leuchtturmprojekt in NRW.

Nach der Begrüßung durch die beiden Geschäftsführer von Schule und Internat, Thomas und Frederic Blauschek, hob der didaktische Leiter der Sekundarschule, Michael Meisel, im Rahmen einer Führung durch die Schulräumlichkeiten die große Heterogenität in der Schülerschaft auf Schloss Varenholz hervor. ,,Unsere Kinder und Jugendlichen kommen aus allen sozialen Schichten und verfügen über teilweise sehr problematische schulische Karrieren. Das Spektrum reicht dabei von Schülern mit einer Gymnasialempfehlung bis hin zu Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, mit Schulverweigerungshaltungen, mit ADHS oder einer Autismus-Spektrum-Störung“, so Meisel.

Um trotz dieser Vielfalt an Herausforderungen möglichst jeden Jugendlichen zum bestmöglichen Schulabschluss zu führen, verfügt die Sekundarschule neben einem engagierten Kollegium auch über zahlreiche Förderpädagogen, Schulsozialarbeiter sowie Lern- und Integrationshelfer. Hinzu kommt die enge Vernetzung bzw. interdisziplinäre Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfeeinrichtung. ,,Für uns steht Beziehungsarbeit, Achtsamkeit und individuelle Förderung an erster Stelle. Um dies zu gewährleisen und keinen Schüler aufgeben zu müssen, finanzieren wir insbesondere in der Schule viele Angebote und Stellen aus eigenen Mitteln, was allerdings aufgrund des allgemeinen Lehrermangels nicht immer einfach ist“, wies Thomas Blauschek auf ein Problem hin, mit dem gegenwärtig viele Schulen zu kämpfen haben.

Dazu betonte Schulministerin Gebauer, dass das Land die Situation mit vielen verschiedenen Maßnahmen verbessern wolle: ,,Wir lassen nichts unversucht, den Lehrermangel zu bekämpfen. Daher haben wir bereits zwei Maßnahmenpakete vorgestellt. Dabei setzen wir sowohl auf kurz- als auch langfristige Maßnahmen. So müssen wir etwa auf lange Sicht wieder mehr Lehrpersonal an unseren Universitäten ausbilden. Aufgrund der gegenwärtigen Situation arbeiten wir aber auch mit Ansätzen, die sofort positiv wirken, wie zum Beispiel der Erweiterung des Seiteneinstiegs.“

Im Anschluss besichtigte die Ministerin eine Wohngruppe der Jugendhilfeeinrichtung mit Internat sowie die Schulstation Schloss Varenholz – eine interdisziplinäre Lern- und Lebensgruppe, in der prognostisch schwer beschulbare oder sogenannte KrisenschülerInnen, die aufgrund von Schulangst, Schulverweigerung oder einer sonstigen individuell gelagerten Krise nicht mehr dem Unterricht folgen können, betreut werden. Ziel der Beschulung in der Schulstation ist, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, wieder in die Klasse/Schule integriert zu werden und gemeinsam mit der Klasse dem Unterricht folgen zu können. ,,Durch das Vorhalten einer Schulstation konnten wir die Zahl der schulisch bedingten Abbrüche von Jugendhilfemaßnahmen in den letzten Jahren wesentlich reduzieren“, verdeutlichte Peter Greitemann, Einrichtungsleiter, seine positiven Erfahrungen mit diesem schulpädagogischen Angebot.

Frederic Blauschek wies abschließend auf zwei Projekte hin, die der Schulgesellschaft in naher Zukunft besonders am Herzen liegen. ,,Da wir unser fachliches Förderprofil weiter ausbauen möchten, werden wir uns als Talentschule bewerben. Außerdem planen wir die Einrichtung einer speziellen Berufsorientierungsklasse, um unsere Schülerinnen und Schüler noch besser auf den Einstieg in das Berufsleben vorbereiten zu können.“ Bildungsministerin Gebauer wünschte für diese Vorhaben viel Glück und bedankte sich bei der Verabschiedung für viele interessante Eindrücke. Martina Hannen versprach, die Anliegen von Schule und Schulträger ,,mit nach Düsseldorf“ zu nehmen. ,,Ich bin froh und dankbar, insbesondere auch für die offene Kommunikation. Wir sind bei unserer Arbeit auf Input und Feedback aus der Schulpraxis angewiesen,“ so Hannen zum Abschluss.

Thüringischer Ministerpräsident Bodo Ramelow besuchte Lietz Internatsdorf Haubinda

Am 24. Oktober 2018 besuchte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow das Lietz Internatsdorf Haubinda und diskutierte mit rund 30 Schülerinnen und Schülern über Demokratie, Zukunftsvisionen, Kultur und auch über ganz persönliche Dinge.

Burkhard Werner, Internats- und Schulleiter des Lietz Internatsdorf Haubinda, empfing gemeinsam mit Schulkanzlerin Sophie Reichert den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow samt Begleitung direkt am Eingang des großen Internatsgeländes und zeigte ihm auf dem Weg zum Haupthaus unter anderem das Backhaus, den Dorfladen und natürlich auch die Baustelle für den neuen Sportplatz, der zum Schulfest im Mai 2019 eingeweiht werden soll. Ein Spaziergang durchs grüne Haubinda war der perfekte Start für einen ereignisreichen Nachmittag, frische Luft und Bewegung beleben schließlich auch den Geist.

In der Kapelle im Haupthaus angekommen eröffnete Burkhard Werner die Veranstaltung mit einer kurzen Rede. Er wies auf ein Imageproblem in Thüringen hin, unter anderem durch das weit über die Landesgrenzen hinweg bekannte Rechtsrockkonzert in Themar. Werner betonte die Wichtigkeit einer freien und demokratischen Gesellschaft, gerade in den neuen Bundesländern sollte die Erinnerung an vergangene Zeiten noch vorhanden sein. In Haubinda werden die Schülerinnen und Schüler daher von Beginn an mit demokratischen Prozessen in das Internatsleben einbezogen. Sei es das Schülerparlament oder die jährliche gewählte Schulkanzlerin.

Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht vor den SchülerInnen des Lietz Internatsdorf Haubinda

Bodo Ramelow bedankt sich für die herzliche Einladung, der er gern nachgekommen ist. Natürlich kann ein Ministerpräsident nicht jede Schule besuchen, allerdings sei Haubinda, als die erste Hermann-Lietz-Schule überhaupt, etwas Besonderes in Thüringen. Zur Überraschung der Anwesenden erklärte Ramelow dann, dass auch er eine ,,Lietz-Vergangenheit habe. Leider jedoch nicht als Schüler, sondern nur als Bewohner. Ramelows Mutter arbeitete in der damaligen Hermann-Lietz-Schule Nordeck. Er selbst besuchte eine öffentliche Schule, die er mit 14 Jahren bereits verließ. Seine schlechten Noten beruhten auf einer unentdeckten Legasthenie, wie sich später herausstellen sollte.

Er lobt die offene Art der Kommunikation in Haubinda und verurteilt das ,,Gewerbe Themar“, dass sich unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit auf Kosten des Steuerzahlers abspielt. Dort werde ,,richtig Geld verdient“. Aufgrund der Eigentumsverhältnisse vor Ort hätte das Land allerdings keine Möglichkeit der Einflussnahme, Ramelow betonte ebenfalls, dass natürlich ein Großteil der Besucher in Themar zugereiste Nazis wären. Thüringen liege eben in der Mitte Deutschlands und Europas, so könnten Nazis aus allen Ländern leicht anreisen. Ramelow befindet, dass die Region Südthüringen zu Unrecht im rechten Licht dargestellt werde.

,,Danke, dass ihr Demokratie an dieser Schule lebt“

Für den Thüringer Staatschef ist Demokratie alternativlos und er lobt die Bemühungen die in Haubinda mündige und kompromissbereite Menschen heranziehen. Mit ,,Danke, dass ihr Demokratie an dieser Schule lebt“ findet er das passende Schlusswort seiner Rede.

Es folgt die Fragerunde mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 bis 13. Hier wird die Frage der angehenden Abiturientin Sandy nach dem Wahlrecht ab 16 Jahren deutlich mit einem Ja des Ministerpräsidenten erwidert. Der Sechstklässler Leander möchte mehr über den typischen Tag eines Ministerpräsidenten erfahren und die gespannten Zuhörer staunen nicht schlecht, als Ramelow erklärt, sogar private Kinobesuche mit seinem Büro abstimmen zu müssen.

Auf die Frage von Leoni, 10. Klasse, welche Schule er besucht hätte und was sein Traumberuf war entgegnete Ramelow, dass er gern in eine Schule wie Haubinda gegangen wäre. Dort wäre ihm sicher einiges erspart geblieben, insbesondere durch die individuellere Betreuung, die ihm als Legastheniker sehr geholfen hätte.

Auf die Frage ob ein bundesweit einheitliches Bildungssystem nicht sinnvoller wäre wird es politisch. Ramelow spricht sich für bundeseinheitliche Rahmenbedingungen aus, die dann in den Ländern individuell ausgelebt werden könnten. Es mache aber keinen Sinn, dass SchülerInnen beim Umzug in ein anderes Bundesland aufgrund der zu unterschiedlichen Systeme die Leidtragenden sind. Dies wäre aber ein sehr langwieriger Prozess, den er immer wieder anstoßen möchte.

Die Fragen der Schülerinnen und Schüler sind bunt gemischt und erstrecken sich im weiteren Verlauf der Diskussion von der Deutsch-Deutschen Grenze über Kulturräume in Thüringen bis hin zur Umweltverschmutzung durch Plastik. Die entspannte Atmosphäre nimmt insbesondere den jüngeren Schülerinnen und Schülern zunehmend die Angst, die Stimmen werden klarer. Ramelow versucht jede Frage ausführlich zu beantworten, ohne Angst vor Abstechern in seine persönliche Geschichte. Diese spürbare Nähe kommt gut an und weckt das Interesse an seiner politischen Laufbahn. Der Ministerpräsident appelliert hier an das persönliche Engagement für ein echtes Ziel. Man müsse für seine Aufgabe brennen und nicht Politik als Selbstzweck sehen. So sei er selbst erst spät in eine Partei (PDS) eingetreten und habe zuvor viele Jahre in verschiedenen Engagements verbracht.

Bodo Ramelow trägt sich in das historische Gästebuch ein

Bodo Ramelow bittet abschließend alle positiv und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Anschließend eröffnet Schulkanzlerin Sophie Reichert das historische Gästebuch und bittet um den Eintrag des Thüringer Staatschefs. Burkhard Werner betont, dass dies das erste Gästebuch sei und seit 1901 geführt werde. Nachdem es für ungefähr 20 Jahre verschwunden war wird es nun in seinem Tresor aufbewahrt und für besondere Anlässe herausgeholt. Natürlich lässt es sich Bodo Ramelow nicht nehmen einen Eintrag in dieses geschichtsträchtige Gästebuch zu verfassen.

Steinmühle Schule & Internat: neu zertifiziert als Umweltschule

Die Steinmühle ist erneut als Umweltschule zertifiziert worden. ,,Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft ist eine Auszeichnung, die vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucher-schutz (HMUKLV) und vom Hessischen Kultusministerium für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umweltbildung und ökologische Bildung vergeben wird. Im Fokus steht, Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, die notwendigen Kompetenzen für die Gestaltung eines nachhaltigen Lebensstils zu entwickeln. Neben ihrer allgemeinen Alltagsausrichtung im Hinblick auf Umwelt- und Naturschutz, Energieeffizienz und ökologische Gestaltung des Schulgeländes hatte sich die Steinmühle im zwei Jahre dauernden Zertifizierungszeitraum mit zwei Großprojekten beworben.

Projekte: Klimaschutz, Energie, Umwelt, Ernährung und Gesundheit

Dabei ging es im ersten Projekt um Klimaschutz und Energie. Diese Schwerpunkte wurden im Rahmen des Projektunterrichtes thematisch entwickelt, umgesetzt und damit unter dem Titel ,,Energie: Eine gesellschaftspolitische Herausforderung“ in das Schulprogramm implementiert.

Das zweite Projekt bestand aus einem Gesundheitstag mit Workshops im Bereich der Handlungsfelder ,,Umwelt“, ,,Ernährung“ und ,,Gesundheit“. Die Veranstaltung hatte das Ziel, die Schulgemeinde für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und der eigenen Gesundheit zu sensibilisieren und die Bedeutung von Umwelt, Ernährung und Gesundheit für sich selbst zu erkennen.

Unterstützt wurden die Schulen während des Zertifizierungsprozesses von insgesamt zehn regionalen hessischen Umweltbildungszentren.

,,Schulen zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen“

,,Heute werden die nordhessischen Schulen als Umweltschulen geehrt, die mit ihren spannenden Projekten zu Themen der nachhaltigen Entwicklung gezeigt haben, dass sie Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen wollen“, erklärte die Staatssekretärin im Umweltministerium Dr. Beatrix Tappeser bei der Verleihung der Auszeichnung ,,Hessische Umweltschule“ in Form einer Urkunde und eines Schildes, das die Schule offiziell als ,,Umweltschule“ ausweist. Ergänzend zu der bekannten Umweltschul-Plakette wurde die neue Plakette der Dachmarke ,,Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ überreicht. Die Auszeichnung erfolgte in Fritzlar in Anwesenheit von Henning Smolka vom Jugendwaldheim Roßberg in Zuständigkeit für die Marburger Umweltschulen und Steinmühlenlehrerin Carmen Bastian als Ökologische Stelle der Steinmühle.

Für die Steinmühle handelt es sich um eine Re-Zertifizierung. Um die Auszeichnung ,,Umweltschule“ zu behalten, muss sich eine Schule immer wieder neu bewerben.

Lernreise zu innovativen Schulen

Am Montag, den 24. September 2018 besuchten uns acht Lehramtsstudierende der Universität Osnabrück, die an einem Seminar mit dem Titel ,,Beobachten, Beraten und Fördern: Eine Lernreise zu innovativen Schulen unter der Leitung von Prof. Dr. phil. Claudia Solzbacher teilnehmen.Im Mittelpunkt dieses Seminars steht die Idee, von innovativen Schulen zu lernen, wie zukunftsfähige Schulen arbeiten und wie Schulentwicklung aussehen kann.

Das Prinzip Lernreise ist als neues Format für die Lehramtsausbildung entstanden, bei dem sich Studierende auf eine selbstorganisierte Reise zu den interessantesten Schulen Deutschlands begeben. Dabei möchten die Teilnehmer in die Praxis eintauchen und anhand einer Lernreise einen Eindruck bekommen, was Stellschrauben für gelingende Schulen sein können. Das Ziel der Reise soll eine intensive Verschränkung von universitären wissenschaftlichen Inhalten mit praktischen Erfahrungen aus der Schulpraxis sein.

Das innovative Konzept des Internat Solling hatte die Studierenden bei ihrer Suche nach guten Schulen im Internet offenbar angesprochen und bewogen, auf ihrer Lernreise auch bei uns Station zu machen. Besonders ansprechend fanden die Studierenden in ihrem Anfrageschreiben die ,,Vielzahl und Vielfältigkeit der Projekte und außergewöhnlichen Fächer, den offenen Unterricht in der Unterstufe und die Umsetzung des Lernbüros in der Mittelstufe“.

Die acht Lehramtsstudenten konnten nach dem Besuch der Morgensprache jeweils zu zweit mit Schülern aus der Unter-, Mittel- und Oberstufe mitlaufen und auf diese Weise unsere Schule aus Sicht der Kinder und Jugendlichen im Unterricht und im Heimbereich kennenlernen. Zusätzlich führten sie Schüler unseres PVs über das Gelände, so dass sie außerhalb des Unterrichts einen Überblick über das Leben und Arbeiten der Schüler und Lehrer an unserem Internat gewinnen konnten.

Im Abschlussgespräch mit dem Unterrichtskoordinator der Unter- und Mittelstufe Carsten Schneider betonten die Studenten, dass die Herzlichkeit der Lehrkräfte im Umgang mit den Schülern und die Freundlichkeit und Höflichkeit unserer Schülerschaft sehr auffällig gewesen seien. Das Internat Solling verfüge neben den innovativen Fächern und offenen Unterrichtsformen offenbar über eine hervorragende Schüler-Lehrer-Beziehungskultur. Innerhalb weniger Stunden seien bei ihnen einige Klischees und Vorurteile über Internate bei ihnen beseitigt worden.

Die Begeisterung der Besucher drückte sich letztlich wohl auch darin aus, dass einer der Studenten sich sogleich nach einem Praktikumsplatz bei uns erkundigte. Mal schauen, ob daraus etwas werden kann – offene und neugierige junge Menschen finden bei uns ja eigentlich jederzeit ein offenes Ohr.

E-International – weltweit unterwegs. Von Schloss Bieberstein über Nepal und Südafrika in die Oberstufe

Kaum etwas bildet und prägt Jugendliche mehr als ein 6-monatiger Auslandsaufenthalt, in denen sie erlebnisorientiert und praxisbezogen lernen, leben und sich entwickeln können. In der E-International sind die Schüler der Einführungsphase (Klasse 10 bzw. 11) in Begleitung eines Coach das erste Schulhalbjahr im Ausland weltweit unterwegs und haben die einzigartige Möglichkeit erlebnisorientiertes und praxisbezogenes Lernen im Sinne der Lietz-Pädagogik mit dem Erlernen des Unterrichtsstoffes nach hessischem Curriculum zu kombinieren. (Für das Schuljahr 2018/19 sind noch 3-4 Plätze frei.)

E-Learning – Schule auf Reisen

Die E-International ist eine außergewöhnliche Alternative zur konventionellen Einführungsphase. Der Fokus liegt zum einen – ortsbezogen – auf der Vermittlung schulischer Kompetenzen zum anderen ganz besonders auf der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler. Die Herausforderungen sind praktischer, erlebnispädagogischer und sportlicher Natur und haben dabei stets eine soziale Dimension. Das Zusammenleben in der Gruppe in immer wieder neuen Umgebungen und ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Mitbestimmung fördern Disziplin, Kreativität und Flexibilität jedes Einzelnen. Das pädagogische Ziel ist es, den Lernort Schule für einige Zeit hinter sich zu lassen, um die Welt als Lernort wahrzunehmen.

Die Zielländer werden so ausgesucht, dass die Gegebenheiten vor Ort (Geschichte, Architektur, Gesellschaft, Wirtschaft, Natur, Religion) zu den Unterrichtsfächern passen. Der Religionsunterricht findet in Nepal statt, Wirtschaftswissenschaften und Mathematik in Indien und Dubai, Englisch in Südafrika, Kunst und Geschichte in Italien und Biologie während unserer Umwelt- und Landwirtschaftsprojekte in Spanien. So lässt sich ein starker praktischer Bezug zu den verschiedenen Unterrichtsthemen herstellen, der Unterricht wird lebendig. Der Aufbau des Unterrichts erfordert selbstmotiviertes und eigenständiges Arbeiten, ermöglicht dabei Flexibilität und Individualisierung. Eine wichtige Rolle spielen aber auch Partner- und Gruppenarbeit, da häufig Lerninhalte gemeinsam erarbeitet und Problemstellungen gemeinsam gelöst werden.

E-International kann als Ganzjahresprogramm mit anschließendem Internatsbesuch auf Schloss Bieberstein oder als Semesterprogramm für das erste Halbjahr gebucht werden. 3 bis 4 Plätze können noch für das Schuljahr 2018/19 belegt werden. Jetzt Kontakt aufnehmen!

Weitere Informationen unter http://www.e-international.de

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