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Hermann-Lietz-Schule Haubinda gewinnt Deutschen Klimapreis 2020 der Allianz Umweltstiftung

Über 200 Schulen aus ganz Deutschland hatten sich um den Deutschen Klimapreis 2020 der Allianz Umweltstiftung beworben. Neben vier anderen Schulen kann sich das Lietz Internatsdorf Haubinda in Thüringen über einen Hauptpreis von 10.000 Euro Preisgeld für seine Klimaschutz-Projekte ,,Sonne tanken und ,,Schul-Konsum“ freuen.

Die Phantasie von Schülern und Lehrern zum Thema Klimaschutz kannte auch diesmal keine Grenzen: 222 Teams mit insgesamt über 12.000 aktiven Schülerinnen und Schülern nahmen an dem zum zwölften Mal ausgelobten und mit 65.000 Euro dotierten Schulwettbewerb um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung teil. Energiesparmaßnahmen an Schulgebäuden, Fridays-for-Future-Aktivitäten und Aktionswochen zum Klimaschutz wurden ebenso eingereicht wie Broschüren, Ratespiele oder Podcasts über den Klimawandel. Aus allen Einsendungen schafften es 20 Beiträge in die Endrunde und am 10. März 2020 ermittelte die Wettbewerbsjury daraus die Gewinner der fünf mit jeweils 10.000 Euro dotierten Hauptpreise.

Lietz Internatsdorf Haubinda ,,tankt Sonne“ & ,,konsumiert klimafreundlich“

Das mehr als 400 Schülerinnen und Schüler zählende Internatsdorf im ländlich geprägten Haubinda in Thüringen wird für seine Projekte „“Sonne tanken““ und „“Schul-Konsum““ ausgezeichnet. Bei „“Sonne tanken““ entwickelten und bauten die Klassenstufen 7 und 8 eine Solar-Handy-Tankstelle – und gaben damit einen wichtigen Impuls zur Errichtung einer großen Fotovoltaik-Anlage auf dem schuleigenen Sporthallendach. Klimaschonender Konsum ist Inhalt des zweiten Projektes, das den Betrieb zweier Dorfläden (Dorfladen + Schul-Konsum) mit Schwerpunkt regionale und damit klimafreundliche Produkte beinhaltet – inklusive eines von Schülern betriebenen Lieferservice per Lastenfahrrad.

Sie nutzen nicht nur die Sonne als Tankstelle und fungieren mit 15 Jahren bereits als Geschäftsführer eines Dorfladens – im Lietz Internatsdorf Haubinda gibt es viele weitere nachhaltige Schulprojekte. Dabei ist den Schülern und Pädagogen wichtig, die Beziehung zur Umwelt in all ihren Dimensionen erfahrbar zu machen und gemeinsam Ideen für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln. Hier stehen u. a. auch die MINT-Schwerpunkte Naturwissenschaften und Technik im Fokus. Im Schuljahr 2020/2021 wird der MINT-Bereich in der Hermann-Lietz-Schule Haubinda ausgebaut, um interessierten und talentierten SchülerInnen weitere Ausbildungsmöglichkeiten bieten zu können.

Wettbewerb Deutscher Klimapreis will zum Klimaschutz motivieren

Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, freute sich über das Ergebnis der Jurysitzung: ,,Unser Wettbewerb zeigt, dass sich Schülerinnen und Schüler nicht nur auf Freitags-Demos für den Klimaschutz einsetzen, sondern im Unterricht und darüber hinaus auch selbst aktiv werden. Der neue Teilnahmerekord mit 222 Wettbewerbsbeiträgen belegt zudem die große Bedeutung des Themas Klimaschutz für die junge Generation. Wir gratulieren den Siegerschulen und hoffen, dass ihre vorbildlichen Projekte auch andere Schulen zu Aktivitäten im Klimaschutz motivieren.“

Die Siegerteams der jeweiligen Schulen erwartet noch die festliche Preisverleihung im Allianz Forum am Pariser Platz in Berlin, die aufgrund des Corona-Virus verschoben wurde, sowie ein Besuch im Bundeskanzleramt, wo ihnen Kanzleramtsminister Dr. Helge Braun persönlich zu ihren Auszeichnungen gratulieren möchte.

Unterricht in Zeiten von Corona

Im Internat Solling begreifen die Krise als Chance und Herausforderung. Als staatlich anerkanntes Gymnasium in freier Trägerschaft haben wir die Möglichkeiten und Mittel, unseren Unterricht digital zu gestalten. So können wir zwar im Moment nicht in der Idylle des Weserberglands miteinander leben, tragen aber dennoch dafür Sorge, dass unsere 260 Schüler weiter lernen, positive Schulerfahrungen machen und nichts versäumen.

Der gesamte Unterricht ist ins Netz verlegt. Über die Schul-App Sdui sind alle Lehrer und Schüler miteinander verbunden. Die IT-Abteilung unserer Schule hat alle Schüler und Lehrer detailliert über die Benutzung der Plattform informiert. Die durchdachte und datensichere App bildet das Fundament für diese digitale Unterrichtsphase. Arbeitsblätter, Tafelbilder und andere Lernmaterialien können problemlos in allen gängigen Dateiformaten versendet werden. Das funktioniert natürlich in beide Richtungen: Auch die Schüler schicken die bearbeiteten Aufgaben an ihre Lehrer zurück. Parallel dazu ermöglichen Video-Konferenzen einen Unterricht fast ,,von Angesicht zu Angesicht. Damit ist auch die echte Sprachkommunikation in Echtzeit gewährleistet.

Noch 20 ausländische Schüler, die keine Möglichkeit haben, nach Hause zu fahren oder bei Verwandten unterzukommen, leben derzeit im Internat. Sie werden von der Küche und den bei uns lebenden Lehrern umfassend und gut versorgt. Das riesengroße Gelände mit seinen verschiedensten Sport- und Freizeitmöglichkeiten, die unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen weiter genutzt werden können, macht es ihnen leicht, sich wohlzufühlen, denn natürlich halten auch sie sich daran, das Internat nicht zu verlassen. Für sie findet vor Ort zusätzlich der DaF-Unterricht statt. Auch wenn wir uns alle von Herzen wünschen, bald wieder gesund im Internat zusammenzukommen und auf Normalbetrieb zu schalten, sind wir froh und dankbar, beim Lernen jetzt diese neuen Wege zu beschreiten. Wer hätte gedacht, dass es mal so schnell gehen kann mit dem digitalen Unterricht …

Lietz Internatsdorf Haubinda baut MINT-Bereich aus

Mit dem Schuljahr 2020/2021 wird das MINT-Programm in der Hermann-Lietz-Schule Haubinda ausgebaut. Interessierte und talentierte SchülerInnen finden hier insbesondere für die Schwerpunkte Naturwissenschaften und Technik optimale Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung. Auf dem 90 ha großen Internatsgelände werden in der eigenen Landwirtschaft und in den Handwerks-Bereichen viele verschiedene Gilden angeboten sowie nachhaltige Schulprojekte durchgeführt.

Die zahlreichen Projekte und Aktivitäten haben der traditionsreichen Hermann-Lietz-Schule Haubinda https://www.lietz-schulen.de/haubinda/lietz-internatsdorf/ in Thüringen bereits viele Auszeichnungen, Preise und Ehrungen auf Landes,- Bundes- und internationaler Ebene beschert. Unter anderem in den letzten Jahren jeweils erste und zweite Platzierungen bei dem Thüringer Zukunftspreis sowie Platz 2 bei dem Wettbewerb „“Echt Kuhl!““ des Landwirtschaftsministeriums in 2016.

Im Lietz Internatsdorf Haubinda leben und arbeiten SchülerInnen und Pädagogen mit und für die Natur sowie für eine bessere Zukunft. Sie sind Energiesparmeister, Umweltschützer, Bäcker, Filmemacher, Handwerker, Artisten, Köche, Imker, Artenschützer und Weltverbesserer. Sie fungieren mit 15 Jahren bereits als Geschäftsführer eines Dorfladens und vermarkten ihre eigenen Produkte. Sie nutzen die Sonne als Tankstelle und achten auf Nachhaltigkeit.

Von der Grundschule über Haupt,- und Realschule bis hin zum Beruflichen Gymnasium und der Fachoberschule werden die Kinder und Jugendlichen sowohl von Handwerkern, technischen Mitarbeitern und Pädagogen begleitet, gefordert und gefördert. Das Zusammenleben in Internatsfamilien im Internatsdorf stärkt zudem die sozialen Kompetenzen. Die Gliederung in einzelne Schulbereiche mit festen Teams sorgt für einen persönlichen Umgang in überschaubaren Klassen von 10-18 Schülerinnen und Schülern.

Technische Fertigkeiten und Basiswissen

Für den MINT-Bereich werden bereits in der Mittelstufe die Grundlagen für zukünftige wissenschaftliche und technische Arbeiten gelegt: In der Schreinerei, Schlosserei, Hauswirtschaft, Nähstube, Töpferei, genauso wie in der Landwirtschaft & Tierhaltung sowie der Gärtnerei.

Ab der Klassenstufe 7 wird das Basiswissen im Bereich Technik und Naturwissenschaften vertieft und ausgebaut. Drei Wahlpflichtfächer stehen zur Auswahl:

  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Ausrichtung
  • Wirtschaft-Umwelt-Europa
  • Darstellen & Gestalten

Für das Leben lernen mit Kopf, Herz und Hand

Getreu dem Motto: „“Mit Kopf, Herz und Hand““ wird die soziale Kompetenz im Team, der Umgang mit natürlichen Ressourcen, Arten- und Landschaftsschutz und Aspekte der Nachhaltigkeit im Internatsdorf nicht nur theoretisch gelernt, sondern im Einklang mit Menschen, Tieren und der Natur gelebt und bewusst erfahren.

Neben Herz und Hand ist auch das Gehirn gefordert bei Berechnungen, Kalkulationen, Wasser- und Bodenproben, chemischen Untersuchungen und biologischen Experimenten.

Hinzu kommt der Bereich Medienkompetenz, allem voran qualifizierte Recherchen in der umfangreichen Bibliothek und im Internet. Die Einführung in wissenschaftliches Arbeiten sowie formale Standards bei schriftlichen Ausarbeitungen, Vorträgen und Präsentationen beginnt bereits mit den Jahresarbeiten in der 7. Klasse und wird zusätzlich in einer jährlich stattfindenden Projektwoche vertieft.

Thüringer Nachhaltigkeitsschule – Umweltschule in Europa

Seit fast 20 Jahren trägt die Schule den Titel „“Thüringer Nachhaltigkeitsschule – Umweltschule in Europa““, hat sich jedoch im Laufe der Jahre mit zahlreichen Projekten auch über die Landesgrenze hinaus Anerkennung erarbeitet.

In Unterricht und Gilden sind die Schüler an konkreten praktischen und somit lebensnahen Prozessen und Aktivitäten beteiligt. Die großzügige Anlage im Lietz Internatsdorf Haubinda ermöglicht es immer wieder aufs Neue, eine Symbiose aus Handwerk und moderner Technik zu kreieren. Die Schüler werden dadurch in die Lage versetzt, im Alltag zu bestehen und zugleich für die Zukunft gewappnet zu sein.

Die Hermann-Lietz-Schule Haubinda ist Mitglied im Verein zur MINT-Talentförderung e.V.

Zinzendorfschulen erweitern Angebot der Berufsfachschulen

Die Zinzendorfschulen bieten ab dem kommenden Schuljahr eine zusätzliche Variante der zweijährigen Berufsfachschulen an. In der Berufsfachschule PLUS werden jungen Menschen ideale Voraussetzungen geboten, nach dem Abschluss der Mittleren Reife an die beruflichen Gymnasien zu wechseln und dort in drei Jahren die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

,,Dieser Weg ist vor allem für Gymnasiasten interessant, die sich – statt mehrere Fremdsprachen und Naturwissenschaften zu lernen – lieber auf die Fächer Englisch, Biologie und Chemie konzentrieren möchten, sagt der Abteilungsleiter von Realschule und Berufsfachschulen, Helmut Hertnagel. Wie die klassischen Berufsfachschulen der Zinzendorfschulen bietet auch die Berufsfachschule PLUS der Zinzendorfschulen die Wahl zwischen den Fachrichtungen Wirtschaft sowie Hauswirtschaft und Ernährung.

Lehrkräfte der beruflichen Gymnasien, welche die späteren Erfordernisse an die Schülerinnen und Schüler genauestens kennen, bieten gezielten Zusatzunterricht in den Fächern Mathematik und Deutsch. Außerdem werden Impulse für die beiden an den Zinzendorfschulen gebotenen Zweige, das Sozial- und Gesundheitswissenschaftliche Gymnasium – Profil Soziales und das Wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium, gesetzt: Die Jugendlichen eignen sich grundlegende Lerntechniken an und festigen den Umgang mit Computern als unverzichtbare Arbeits-, Recherche- und Lerngeräten. Im Bereich Pädagogik/Psychologie wird ihnen hilfreiches Vorwissen vermittelt.

,,Wir haben gute Erfahrungen mit Schülerinnen und Schülern gemacht, die von unseren Berufsfachschulen auf die beruflichen Gymnasien wechseln“, sagt Michael Sauer, Abteilungsleiter der Beruflichen Gymnasien, der diesen Schritt begrüßt. ,,Auch von den Jugendlichen selbst haben wir gute Rückmeldungen bekommen. Sie sehen die Vorbereitung auf die Mittlere Reife an den Berufsfachschulen als sehr effizient an und sind nach dem Abschluss oft motiviert, die allgemeine Hochschulreife auch noch zu absolvieren.“

Das sei zum Großteil auch auf die kleinen Klassen der Berufsfachschulen zurückzuführen, die individuelle Förderung ermöglicht, betont Hertnagel. Auch die Verknüpfung von theoretischem und praktischem Wissen ist sehr hilfreich. ,,Damit stehen den Absolventen alle Richtungen offen – sei es der direkte Weg in eine Ausbildung oder das Abitur.“

Die Zinzendorfschulen informieren am Samstag, 21. März, über die Berufsfachschulen und die Berufsfachschulen PLUS. Beginn ist um 11 Uhr im Haus Spangenberg, Mönchweilerstraße 5 in 78126 Königsfeld.

Infotag am Schloss Gaibach

Am Samstag, 7. März, findet um 10:00 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Übertritt an unsereöffentlichen Schulen statt (Gymnasium und Realschule). Während der Informationsveranstaltungwird für die Kinder ein Beiprogramm gestaltet. Die Fach- und Unterrichtsräume können besichtigtwerden. Die Beratungslehrer und die Schul- und Internatsleitung stehen für Einzelgespräche zurVerfügung. Sie können die Schule, das Internat und unser Tagesheim/offene Ganztagsschuleausführlich kennenlernen und besichtigen.

Die Anmeldung für die 5. Klassen für das Schuljahr 2020/21 erfolgt vom 11. bis 14. Mai 2020 von8:00 – 16:00 Uhr und am 15. Mai 2020 von 8:00 – 12:00 Uhr im Sekretariat. Der Probeunterrichtfür die 5. Klassen findet statt am 19., 20. und 22. Mai 2020.

Die Lehrkräfte, Erzieher und Schüler freuen sich auf interessante Gespräche mit Ihnen.

Lietz Internat Schloss Bieberstein startet die Gilde „Soziales“

Für das Lietz Internat Schloss Bieberstein bietet das benachbarte, auf dem Hofberg in Hofbieber gelegene Pflegezentrum die ideale Plattform für die praktische Arbeit der Gilde Soziales. Schülerinnen und Schüler besuchen die Einrichtung regelmäßig einmal in der Woche, um mehr über die Bewohner und Bewohnerinnen zu erfahren, Zeit mit ihnen zu verbringen, gemeinsam Spiele zu spielen, Spaziergänge zu machen oder sich einfach nur zu unterhalten.

,,Für uns ist dieses generationenübergreifende Projekt ideal, erklärt Einrichtungsleiterin Kristin Heger. ,,Unsere Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich über die Abwechslung und das Zusammensein mit den jungen Menschen – so wird die oftmals bestehende Kluft zwischen Alt und Jung verringert und Berührungsängste werden abgebaut.“

Die zahlreichen Wahlpflichtangebote, die so genannten Gilden des Hermann Lietz Internats Schloss Bieberstein, werden seit diesem Jahr um soziale Aktivitäten ergänzt. Marta Rubio Rueda, Spanischlehrerin im Internat, hat sich dieses Projektes angenommen und freut sich über die gute Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe.

,,Wir möchten den Jugendlichen ein attraktives und wachsendes Angebot an Aktivitäten bieten, die einen angenehmen Ausgleich zum Unterricht darstellen und an ihre Interessen angepasst sind“, so Rubio Rueda. ,,Soziale Themen sind heute mehr denn je in aller Munde und wir freuen uns, dass das soziale Bewusstsein und der Wunsch, in der Freizeit etwas Sinnstiftendes zu tun, auch bei unseren Schülerinnen und Schülern stetig wächst.“

Im Februar fand im Rahmen dieser Kooperation zudem die erste gemeinsame soziale Projektwoche statt. Diese war auch für Schülerinnen und Schüler außerhalb der Gilde Soziales offen und erfreute sich einer sehr guten Resonanz und regen Teilnahme. Begleitet wurde sie von Amelie Bode, Studierende der Hochschule Fulda im Studiengang Soziale Arbeit, die gerade ihr Praxissemester am Lietz Internat Schloss Bieberstein absolviert. Neben einem Kunsttag, an dem mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Bilder mit unterschiedlichen Mal- und Farbtechniken erstellt wurden, war der gemeinsame Ausflug mit Schlossführung auf Schloss Bieberstein ein weiterer Höhepunkt.

Das nurona Pflegezentrum Hofbieber und das Lietz Internat Schloss Bieberstein freuen sich auf die Fortführung und den Ausbau der Zusammenarbeit sowie auf weitere gemeinsame Projekte.

„Nicht nur dicke Bücher können Wissen vermitteln!“

Die Art, wie wir lehren und lernen, steht an einem Wendepunkt, wie wir ihn seit eintausend Jahren nicht erlebt haben“, so Jung. Deutschlands bekanntester Mathe-YouTuber, dessen mehr als 2.200 Videos bereits über 200 Millionen angeklickt wurden, sieht in virtuellen Angeboten eine gute Ergänzung zum klassischen Unterricht. Am 13. Februar machte Jung in seinem Vortrag an der ,,Steinmühle – Schule und Internat in Marburg“ Mut zu neuen Lernformen. Die haben an der Steinmühle bereits Einzug gehalten.

,,Bei namhaften Firmen bin ich regelmäßig als Redner zu Gast, von einer Schule bin ich aber noch nie eingeladen worden.“ Diese Äußerung von Deutschlands bekanntestem Mathe-YouTuber Daniel Jung in einem Magazin animierte Schulleiter Björn Gemmer, den „Mathe-Rockstar“ für einen Vortrag an die Steinmühle zu holen. Am 13. Februar füllte Jung die Zuschauerreihen des Steinmühlen-Forums.

Daniel Jungs Leidenschaft ist die Mathematik. Beiträge über Stochastik, lineare Gleichungssysteme und andere mathematische Aufgabenstellungen hat der 1981 in Remscheid geborene Jung, der Mathe und Sport studierte, sich dann aber gegen die klassische Lehrerlaufbahn entschied, in über 2.200 Erklärvideos zusammengefasst. Sie sind jeweils nur wenige Minuten lang und der Renner auf YouTube. Über 200 Millionen Mal wurden sie bereits angeklickt. Dass sie gut ankommen, zeigen Kommentare wie: ,,Du hast mir im Abi den A…. gerettet.“

Lehren und Lernen ändert sich

Dabei sieht sich Jung, der unter anderem auch die Plattform mathefragen.de bespielt und die Daniel Jung Academy gründete, nicht als Konkurrenz zur Schule, sondern als Ergänzung: Es brauche das schulische Kolloquium, „aber der Mensch ist nicht für 45 Minuten Druckbetankung gemacht.“ Ein Einzellehrer könne erwiesenermaßen mehr erreichen als Unterricht in der Gruppe. Und sein Stoff sei von überall aus jederzeit abrufbar.

Daniel Jungs Anliegen ist, „new learning“ zu entschlüsseln, einen Generationenkonflikt aufzubrechen und klarzumachen: „Nicht nur dicke Bücher können Wissen vermitteln, sondern auch das Internet.“ Und: „Die Art, wie wir lehren und lernen, steht an einem Wendepunkt, wie wir ihn seit eintausend Jahren nicht erlebt haben.“ Daran änderten auch Statements der Andersdenkenden nichts, die Lernvideos verteufelten. „Wir sollten junge Menschen dort abholen, wo sie sich sowieso aufhalten, nämlich im Internet“, so der Referent.

Das Steinmühlenkonzept: ein digitaler Trainingsplan für alle

Jungs Aussagen fanden große Zustimmung an der Steinmühle, die Digitalisierung ganzheitlich betrachtet: ,,Eine funktionierende und nachhaltige digitale Schule setzt eine moderne Ausstattung voraus und erfordert Konzepte, die Lehrkräfte und Schüler:innen gleichermaßen begeistert, fördert und fordert“, so die Überzeugung von Schule und Internat. Tragende Säulen an der Steinmühle sind deshalb Lehrerfortbildung, Medienkompetenz (mit den vier Dimensionen Mediennutzung, Medienkunde, Medienkritik und Mediengestaltung), Tablet-Klassen in Jahrgangsstufe 7 und die Erweiterung der Wahlunterrichte in den Fachgebieten Informatik und Technik, bei denen digitales Lernen und analytisches und logisches Denken gleichermaßen gefördert werden. Einen wichtigen Grundstein für die Digitalisierung hatte die Steinmühle bereits vor 15 Jahren in Form eines leistungsstarken und modernen Glasfaseranschlusses gelegt.

Text: Angela Heinemann
Bilder: Rainer Waldinger

Ansprechpartnerin Öffentlichkeitsarbeit: Julia Heins / heins@steinmuehle.de / 06421 – 4080

,Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Schulzeit

,,Lernen macht glücklich behauptet die Akademie für Lernpädagogik und liefert in dem gleichnamigen Vortrag auch gleich den Beweis dafür. Der Leiter des Kölner Instituts und ehemalige Gymnasiallehrer Jürgen Möller war zu Gast an den Zinzendorfschulen und erklärte rund 140 Müttern und Vätern in unterhaltsamen zwei Stunden, wie sie ihren Kindern zu diesem Glück verhelfen können.

,,Jeder Mensch will lernen“, sagt Möller, das fange schon beim Laufen lernen an. Kinder übten es so lange, bis sie nicht mehr hinfallen. Auch bei der Einschulung freuten sich die Sechsjährigen darauf, Lesen und Schreiben zu lernen. Irgendwann käme diese Freude aber abhanden. Während zu Beginn ihrer Schulzeit noch 80 Prozent der Kinder Spaß am Lernen hätten, seien es unter den 13-Jährigen nur noch sechs Prozent. Die Folge: Der Haussegen hängt schief und Streit um die Hausaufgaben und ums Lernen beherrscht oftmals das Familienleben.

Möller ging auf verschiedene Lerntypen ein, die er ,,Cheflogiker“, ,,Sicherheitsbeauftragter“, ,,Feinfühler“ und ,,Schöngeist“ nennt. Eltern sollten wissen, zu welchem Lerntypus ihr Kind gehört, damit sie besser auf sie eingehen können.

Auch in der Kommunikation lauerten einige Fallstricke, die dem Familienfrieden nicht unbedingt förderlich seien. ,,Wer seinem Sohn oder seiner Tochter am Abend vor der Mathearbeit sagt: ´Du brauchst keine Angst zu haben´ bewirkt damit genau das Gegenteil“, erklärte Möller. Stattdessen sei es viel beruhigender zu sagen: ,,Es wird gut gehen, denn du hast dich gut vorbereitet.“

Lob sei die beste Art, die Motivation zu fördern. ,,Druck funktioniert nur in den seltensten Fällen“, sagte Möller und Belohnung würde auch verpuffen, wenn sie jedes Mal bei einer guten Note erfolge.

Immer wieder bezog Jürgen Möller sein Publikum mit ein, stellte Fragen und Aufgaben, die seine Thesen untermauerten. So sollten die Zuhörer beispielsweise eine einfache Rechenaufgabe lösen, die jedoch aufgrund ihrer Formulierung von rund 90 Prozent der Erwachsenen falsch beantwortet wird – auch in Königsfeld. Mit einem anderen Beispiel zeigte er, wie wichtig es ist, zu strukturieren. Die Zuhörer sollten in einer Art Wimmelbild die Zahlen von Eins bis 20 suchen. Es dauerte beim ersten Mal viel länger als im zweiten Durchgang, in dem ein Raster über das Bild gelegt war, mithilfe dessen klar wurde, dass sich jede der gesuchten Zahlen in einem anderen Quadrat befindet – und auch noch in der richtigen Reihenfolge.

Die Eltern bekamen konkrete Tipps mit auf den Weg – so sollen sie beispielsweise darauf achten, dass ihre Kinder regelmäßige Pausen machten. Eine Faustregel für die Konzentrationsspanne sei ,,Alter mal zwei in Minuten“. Auch sei es wichtig, dass Kinder nach den Hausaufgaben nicht gleich fernsehen oder vor dem Computer sitzen. ,,Sie sollten erst Sport mache, etwas essen oder lesen“, so der Fachmann. Auf diese Weise bleibe das Gelernte viel besser im Gedächtnis. Er bot den Besuchern noch an, gemeinsam mit ihren Kindern kostenlos an einem Webinar teilzunehmen. Ein Angebot, für das sich viele Besucher interessierten, denn offensichtlich teilen sie die Meinung Jürgen Möllers: ,,Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Schulzeit.“

Schulberatungstag am 22. Februar 2020 im Lietz Internatsdorf Haubinda

Besuchen Sie am 22. Februar 2020 von 13:00 – 17:00 Uhr zum Schulberatungstag das Lietz Internatsdorf Haubinda und informieren Sie sich über die verschiedenen Schulformen der Klassen 1 – 13.

Lernen Sie das Internatsdorf näher kennen und tauchen Sie einmal in den Schul- u. Internatsalltag ein.
Sichern Sie sich noch die letzten freien Termine für ein Beratungsgespräch mit der Lehrerschaft und erhalten Sie Infos aus erster Hand zu den unterschiedlichen schulischen Möglichkeiten im Lietz Internatsdorf Haubinda.

Lassen Sie sich von den Oberstufenschülern vorstellen, wie man in Haubinda die Fachhochschulreife oder das Abitur erreichen kann.

Weiterhin präsentieren die Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl an Gilden und stellen Ihnen dabei die unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten außerhalb der Schulzeiten vor. Von interessanten Kunstarbeiten, Teddybären stopfen, Faschingsmasken basteln, dem Imker über die Schultern schauen oder die jungen Lämmer streicheln, bis hin zu Drechselarbeiten – lernen Sie die Vielfalt der Freizeitaktivitäten einmal hautnah kennen.

Natürlich hat auch der Dorfladen mit seinem Sortiment an selbst hergestellten Erzeugnissen geöffnet und freut sich auf Ihren Besuch.

Verpassen Sie auch nicht die Gelegenheit, sich zwischen 13:00 – 16:40 Uhr von Schülerinnen und Schülern das weitläufige Schul- und Internatsgelände in einem ausführlichen Rundgang vorstellen zu lassen.

Und sollten Sie zwischenzeitlich einmal eine Pause benötigen, können Sie sich im Lietz-Café oder der Mensa mit einer Tasse Kaffee und selbstgebackenen Kuchen stärken.

Das Lietz Internatsdorf Haubinda heißt Sie jetzt schon recht herzlich willkommen!

Robotik im Unterricht – mit Ozobots digital lernen im Lietz Internat Schloss Bieberstein

Die 10. Klasse Gymnasium mit dem Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften bereitet Schülerinnen und Schüler optimal auf die Gymnasiale Oberstufe im Lietz Internat Schloss Bieberstein vor. Zu Beginn des Schuljahres 2019/20 wurde das Schulfach Robotics in der 10G eingeführt. Ermöglicht wurde dies durch den Verein Altbürger und Freunde der Hermann-Lietz-Schulen e.V., der sechs Ozobot Evo und sieben Ozobot Bit finanzierte. Ein weiterer Baustein im Bereich Digitales Lernen für das Lietz Internat Schloss Bieberstein.

Was sind Ozobots?
Der Ozobot BIT ist ein 3 cm großer Roboter mit zwei Rädern, der mittels selber gezeichneter farbiger Linien auf Papier oder mittels Tablet programmiert werden kann. Die optischen Sensoren auf der Unterseite des Roboters lesen diese Codes. Damit wird die Bewegung des Roboters gesteuert. Der Ozobot EVO Roboter hat zusätzlich eine Audioausgabe, einen Näherungssensor und LED-Lichter, die programmiert werden können. Die Ozobots blinken und machen Töne, wenn man sie einschaltet.

Was kann man mit diesen Mini-Robotern machen?
Zunächst haben die Schülerinnen und Schüler im Lietz Internat Schloss Bieberstein einfach Linien auf Papier gezeichnet und die unterschiedlichen Farbcodes ausprobiert. Hier sind Kreativität und Fingerspitzengefühl gefragt. So sammelten sie erste Erfahrungen, was ein Ozobot kann. Grundsätzlich fährt der Ozobot Roboter entlang der schwarzen Grundlinie und stoppt, sobald diese Linie endet. Bei Kreuzungen wählt er den Weg in eine zufällige Richtung. Zeichnet man vor die Kreuzung z. B. blau-rot-grün, so biegt er rechts ab. Insgesamt stehen 29 derartige Codes zur Verfügung. Die Jugendlichen verbrachten die ersten Schulstunden damit, diese auszuprobieren und richtig einzusetzen. Jetzt lösen sie bereits komplexere Aufgaben per iPAD mit der Webanwendung ozoblockly.com. Die Übertragung eines Programms auf den Ozobot erfolgt kabellos direkt über den Bildschirm des iPAD durch Lichtsignale. Ozoblockly bietet eine eigens für den Ozobot entwickelte grafische Programmiersprache, die das Programmieren ansprechender und zugänglicher macht. Man kann einfach loslegen und später auch komplexere Projekte erstellen.

Grundkenntnisse in der Programmierung
Die Schülerinnen und Schüler der 10G auf Schloss Bieberstein lernen mit diesen Robotern grundlegende Programmierkonzepte und -strukturen kennen sowie wichtige Elemente, wie z. B. Bedingungen, Schleifen, Variablen und Prozesse. Zur Zeit üben sie mit dieser Plattform umzugehen, Programme zu erstellen und diese zu übertragen. Das selbständige Erforschen und Ausprobieren führt zu einer sehr hohen Motivation bei den Schülern.

Digitales Verständnis und der Umgang mit neuen Medien sind Zukunftskompetenzen
Digitale Anwendungen sind heute für uns allgegenwärtig, im Berufsleben als auch im Privatbereich. Um die digitalen Medien fachkundig, selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen zu können, sind digitale Kompetenzen unabdingbar.

Alle Lietz-Internate in Hessen sowie Thüringen verbinden moderne digitale Lernformen mit ihren bewährten Lernmethoden nach Dr. Hermann Lietz. In den Klassen nutzen Schülerinnen und Schüler beispielsweise iPads im Unterricht, die Lehrkräfte digitale Tafeln (interaktive Whiteboards). Die Digitalisierung bietet heute auch in der Schule vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Bei der E-International – der alternativen E-Phase im Lietz Internat Schloss Bieberstein – wird der Unterrichtsstoff gemäß Lehrplan während der 6-monatigen Auslandsreise per E-Learning vermittelt. Die digitalen Medien werden auch auf Schloss Bieberstein i. R. des Bildungskonzeptes der Lietz-Internate fachkompetent für eine bestmögliche und individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Nach Verlassen der Hermann-Lietz-Schulen fühlen sie sich damit dann nicht nur in der digitalen Welt zu Hause.

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