Digitaler Altbürger-Treff am Lietz Internat auf Spiekeroog

Das Internat Hermann Lietz-Schule Spiekeroog veranstaltet für die ehemaligen Internatsschüler*innen, die sogenannten Altbürger – eine digitales Altbürgertreffen.

Einmal Lietzer, immer Lietzer: Ein Schulbesuch auf dem Spiekerooger Internatsgymnasium prägt fürs Leben. Weit über das Abitur hinaus steht das Inselinternat mit den ehemaligen Schüler*innen in Kontakt und Altbürgertreffen oder individuelle Besuche finden regelmäßig statt. Denn die Kraft der persönlichen Beziehung hat eine hohe Bedeutung in unserem Internatsalltag.

In der Corona-Zeit ist dies noch einmal bewusster geworden. Die Krise zwingt alle, neue Wege zu geben und so läuft auch am Lietz-Internat seit geraumer Zeit der digitale Schulbetrieb. Fast wie selbstverständlich haben Schüler*innen und Lehrer*innen von den Klassenräumen in virtuelle Konferenzräume gewechselt.

Der gelungene Schritt in das ,digitale Klassenzimmer‘ hat den Gedanken entstehen lassen, auch die Lietzer Altbürger in einem virtuellen Treffen zusammen zu bringen. So fand letzte Woche das erste digitale Altbürger-Treff der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog statt.

Über 40 Ehemalige sind der Einladung zum virtuellen Treffen gefolgt, ein toller Erfolg! Unser Schulleiter Florian Fock begrüßte die Altbürger aus dem Konferenzraum der Spiekerooger Lietz. Es war ein besonderer Moment, da sich einige der Ehemaligen seit ihrer Schulzeit nicht mehr gesehen hatten.

Die gemeinsame Zeit wurde für den Austausch von Neuigkeiten, die an der Spiekerooger Lietz im letzten Jahr passiert sind, genutzt. Eigens für dieses erste digitale Altbürgertreffen wurde ein virtueller Rundgang über das Schulgelände erstellt. Damit sich die Teilnehmer*innen über die vielen Weiterentwicklungen rund um das Schulgebäude und -gelände einen eigenen Eindruck schaffen können. Und eine Fortsetzung des Treffens ist auch angedacht.

Wir bedanken uns für die rege Teilnahme und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Zeitzeichen 25. April 2020: 60 Jahre Schule am Schloss Hagerhof

Schulstart nach den Osterferien: Vor wenigen Tagen kehrten einige Schülerinnen und Schüler nach der Corona-bedingten Schulschließung wieder in die Klassenräume von Schloss Hagerhof zurück, allerdings nur die angehenden Realschulabsolventen und Abiturienten. Die übrigen trafen sich in neuer Routine mit ihren Lehrern und Mitschülern im virtuellen Unterricht – zu Hause am Display.

Noch ungewöhnlicher war der Schulstart vor 60 Jahren: Am 25. April 1960 soll der Hagerhof zum ersten Mal seine Pforten als Internatsschule öffnen, pünktlich zum Beginn des Schuljahrs nach Ostern. Doch an der Sanierung des historischen Schlosses und der landwirtschaftlichen Gebäude des ehemaligen Gutshofs wird noch fieberhaft gearbeitet. So beginnt das Schuljahr der 28 allerersten Hagerhof-Gymnasiasten mit einer Freizeit in der Jugendherberge Linz.

Auch sonst gestaltet sich der Schulalltag am Hagerhof nicht gerade in konventioneller Weise. Gegründet wurde die Schule von einigen Elternpaaren und Robert Strunck, der zuvor als Lehrer und Schulleiter in Namibia und Afghanistan tätig war und in Deutschland bereits zwei Internate ins Leben gerufen hatte. Die Idee eines Landschulheims im Sinne des Pädagogen Hermann Lietz hat es ihm angetan. Wie dieser hält er nichts von den Drillmethoden der Wissensvermittlung in herkömmlichen Schulen. Vielmehr geht es ihm um die individuelle Persönlichkeitsentfaltung der Kinder und Jugendlichen. Sein Ziel ist keine Lehranstalt, sondern ein Lern- und Lebensort, eine zweite Heimat in natürlicher und gesunder Umgebung.

Anders als der Reformpädagoge Lietz befürwortet Strunck allerdings die Koedukation und überschreitet mit seinem neuen Internat weitere Grenzen: Jungen und Mädchen leben hier unter einem Dach – im konservativ geprägten Rheinland nahezu schockierend. Doch seine Idee zündet; ein Jahr später haben sich bereits 124 Schülerinnen und Schüler angemeldet, und die Schule platzt aus den Nähten.

Es muss gebaut werden; in Rekordzeit wird auf dem Gelände ein modernes Schulgebäude mit dem heutigen Haupthaus des Internats errichtet. Bereits im Februar 1962 feiert man die Einweihung der neuen Räume. Schulleiter Robert Strunck selbst kümmert sich um Gestaltung von Park und Garten, Internatsleiter Hagen Blankerts legt mit den Schülern einen Sportplatz an, und alle jungen Bewohner und Bewohnerinnen des Hagerhofs sind für die Pflege der Anlagen, des Teichs und Parks verantwortlich, ganz nach dem Motto des Pädagogen Hermann Lietz: ,,Tu es selbst!

In den folgenden Jahren etabliert sich das Gymnasium, insbesondere unter der Leitung von Dr. Julius Schrör (1966-1975) und Oberstudiendirektor Kurt Kinsky (1965-1966 sowie 1975-1993) in der Schullandschaft. Am 20. Juli 1967 erhalten die ersten 17 Abiturienten ihr Reifezeugnis. Gut ein Jahr später wird Schloss Hagerhof als Ersatzschule staatlich anerkannt. Die spätere Schulleiterin Dr. Gudula Meisterjahn-Knebel fasst ihren Eindruck von der damaligen Grundeinstellung zusammen: ,,Von Anfang an war es erklärtes Ziel, keinen der jungen Menschen verloren gehen zu lassen. Das bedeutete, wenn es aus welchen Gründen auch immer zu Schwankungen in der Leistung von Schülerinnen und Schülern kam, alles zu tun, um sie wieder zu einer erfolgreichen Mitarbeit in der Klasse heranzuführen.“

Es folgen Jahre des wirtschaftlichen Auf- und Abschwungs. 1992 beginnt die bisher wohl schwierigste Phase der Internatsschule Schloss Hagerhof. Die neuen Eigentümer, eine Immobiliengesellschaft aus Wiesbaden, engagiert sich zwar sehr für den Ausbau von Schule und Gymnasium und investiert große Summen in Sanierung und Möblierung, muss jedoch im Sommer 1993 Konkurs anmelden. Was nun passiert, macht bundesweit Schlagzeilen.

Unter Aufbietung aller Kräfte entwickelt der Bad Honnefer Unternehmer und Sponsor mehrerer Sportvereine Franz-Ludwig Solzbacher in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Hansjörg Tamoj und Steuerberater Johannes Peikert ein Sanierungskonzept. Mehrere Unternehmer, u. a. Gert Reinhardt, und etliche Privatleute, darunter die Mehrheit des Lehrerkollegiums und über 50 Schülereltern, bringen sich ein. So entsteht ein Schulträgerverein, der mit großem finanziellen Aufwand den drohenden Untergang der Internatsschule Schloss Hagerhof vermeiden soll. Die Summe von 8 Millionen DM steht nun bereit, um das Anwesen von einer Frankfurter Bank zu kaufen.

Doch drei Tage vor Beginn der Sommerferien 1994 platzt die Bombe. Die Frankfurter Sparkasse zieht ihre Zusage zurück und will die Immobilie Schloss Hagerhof an einen Investor verkaufen, der dort ein Reha-Zentrum betreiben möchte und bereit ist, sechs Millionen DM mehr zu zahlen. Das wäre das Aus der Schule für 350 Schüler und 26 Lehrer. Die folgenden Umstände und Aktionen fasst die damalige Schulleiterin Gisela Jagau in einer Schrift zusammen: ,,Hagerhof unkaputtbar – Chronik der heißen Tage Ende Juni 1994″.

Zunächst sind Lehrer, Eltern und Schüler geschockt nach ersten Überlegungen und Gesprächen macht sich angesichts der hoffnungslosen Lage Resignation breit. Doch die Oberstufenschüler und einige der Lehrer, insbesondere Helmut Bamberger, geben nicht auf und halten in den verbleibenden drei Schultagen ihre Wut, Empörung und Verzweiflung nicht hinterm Berg. Sie besetzen ihre Schule Tag und Nacht, locken Fernsehsender in die zum Forum umgestaltete Turnhalle und verschaffen sich in lautstarken Streiks und Demonstrationen in der Bad Honnefer Fußgängerzone Gehör: ,,Sparkasse frisst Schule“ und ,,Kinder brauchen Liebe, deshalb Hagerhof!“ steht auf ihren Plakaten. Das Unvorstellbare gelingt, die Stadt Bad Honnef stellt sich voll und ganz hinter den Hagerhof und beschließt einen Geniestreich: In der Nutzungsfestlegung des Grundstücks Hagerhof wird dauerhaft ,,Schule“ eingetragen. Damit fällt das Angebot des anderen Investors vom Tisch. Mit fünf Reisebussen fährt am 21.06.1994 eine Demonstrationskarawane nach Frankfurt. Um 16 Uhr sind die Verhandlungen abgeschlossen. Die WELT titelt in ihrer Wochenendausgabe: ,,Da kauften die Eltern ihre Schule!“

1996 beginnt mit einem neuen Leitungsteam eine Ära, deren Ergebnisse den meisten unserer Leser bereits vertraut sind. Michael Laufer, seit 1994 Biologie- und Sportlehrer sowie Internatsleiter, übernimmt die Geschäftsführung und sorgt in den nächsten schwierigen Jahren für die wirtschaftliche Sanierung des Unternehmens. Als ehemaliger Basketball-Bundesliga-Trainer versteht er es, den Hagerhof zu einem international beachteten Leistungssportzentrum auszubauen und das verantwortungsvolle Nachwuchsförderprogramm ,,Schule und Leistungssport verbinden“ für Basketball, Golf und Tennis zu konzipieren. Damit verbunden sind zahlreiche nationale Siege beim Schulwettbewerb ,,Jugend trainiert für Olympia“ und die Gründung der Basketballcamps am Schloss Hagerhof. Hier können Kinder und Jugendliche während der Schulferien mit qualifizierten Coaches aus aller Welt trainieren und ihre Idole, insbesondere NBA-Stars, live erleben. Im Juli 2020 feiern die Basketballcamps ihren 25. Geburtstag. Ebenso erfolgreich: die Musik- und Musicalschule, die das Ehepaar Gerhard Preuten und Mariana Ilgauds-Preuten für talentierte Schülerinnen und Schüler ins Leben rufen und die in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen, auf fantastische Konzerte und Aufführungen und die Karriere zahlreicher Absolventen zurückblicken kann.

Ebenfalls 1996 wird die hochangesehene Montessori-Pädagogin Dr. Gudula Meisterjahn-Knebel (u. a. langjährige Präsidentin von Montessori Europe) als Schulleiterin berufen. Unter ihrer Leitung entwickelt sich Schloss Hagerhof zur reformpädagogischen Modellschule und damit zu einer ,,Erfahrungsschule des sozialen Lebens“ im Sinne Maria Montessoris. ,,Hilf mir, es selbst zu tun!“ wird nun zum Leitspruch des Alltags. ,,Schwerpunkt des gesamten Konzeptes ist das Prinzip der Selbsttätigkeit, das zum Ausgangspunkt allen Lernens gemacht wird. Die Schüler/innen sollen Teamarbeit und Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen und der Natur erleben, ihre eigenen Interessen entfalten und Inhalte selber entdecken“, so heißt es im Schulkonzept, das sie mit einem motivierten Lehrer- und Erzieherteam umsetzt. Ihre Arbeit prägt den Hagerhof bis auf den heutigen Tag.

Eng verbunden mit der Montessori-Pädagogik ist die zunehmende Ausrichtung der Schule auf Bildung für nachhaltige Entwicklung. Insbesondere die Lehrer Dr. Dirk Krämer und Martin Lehnert erarbeiten mit ihren Schülerinnen und Schülern in einem aktiven Netzwerk zahlreiche dauerhaft angelegte, ökologische Projekte, wie z. B. den Amphibienschutz rund um den Schlossteich, eine Streuobstwiese mit alten Apfelsorten sowie zahlreiche Maßnahmen und Aktionen zum Klimaschutz. Ebenfalls großgeschrieben wird die Verantwortung in der Gesellschaft, die zum Beispiel durch ,,Social Services“, das ehrenamtliche Engagement der Oberstufenschüler/innen, eingeübt wird.

2018 übergab Dr. Gudula Meisterjahn-Knebel die Leitung des Gymnasiums mit einem mittlerweile angebundenen Realschulzweig an Dr. Sven Neufert. Er und Yvonne Schmidt als Nachfolgerin der langjährigen Internatsleiterin Christiane Horstmann stehen für einen Generationswechsel im Leitungsteam. Innerhalb eines Jahres setzte Dr. Sven Neufert mit seinem Kollegium die Mammutaufgabe des Digitalisierungsprozesses in Gang – nicht trotz, sondern im Einklang mit der Montessori-Pädagogik: ,,Eingebunden in ein verantwortliches, ganzheitliches Medienkonzept fördert das Lernen mit eigenem iPad und interaktiven Whiteboards das selbstbestimmte, freie, selbsttätige und individualisierte Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.“ Aber das gehört nicht mehr zur Vergangenheit, sondern schon zur Gegenwart und Zukunft von Schloss Hagerhof.

Was sich während der wechselvollen Geschichte des Hagerhofs immer wieder gezeigt hat: die Solidarität, der Zusammenhalt von Lehrern, Erziehern, Verwaltungsmitarbeitern, Eltern und Schülern. Nicht zuletzt während der letzten Wochen, als nach der Corona-bedingten Schul- und Internatsschließung auch mit persönlichen Opfern und viel Idealismus ein alternativer Alltag gesucht und gefunden wurde, hat sich gezeigt: ,,Sie lebt – die Hagerhof-Familie!“

Autorin: Martina Rohfleisch

Auf dem Weg zum Abitur die Welt bereisen mit E-International – Lietz Internat Schloss Bieberstein

Die Alternative zur konventionellen Einführungsphase in der Gymnasialen Oberstufe: E-International bietet Unterricht per E-Learning mit außergewöhnlichen Auslandserfahrungen. Globale kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Zusammenhänge kennenlernen inklusive attraktivem Freizeitprogramm. Für 2020/2021 wird die Reiseroute gerade geplant.

Neu sind u. a. Skandinavien und Taiwan

Robert Miebach, Coach und Projektkoordinator der E-International, erläutert die neuen Reisedestinationen Skandinavien und Taiwan: ,,Im hohen Norden ist auf den Winter noch Verlass. Die Herausforderung wird sein, sich mit der Kälte und der Dunkelheit zu arrangieren. Als Entschädigung warten dafür Nordlichter und eine weiße Wildnis, die wir mit Hundeschlitten, Schneeschuhen und Skiern sportlich erkunden werden.

Kern der Reise nach Taiwan ist dagegen der kulturelle Austausch. In der Begegnung mit Menschen über Musik, Sport und gemeinsame Schulprojekte lernen wir das Land und seine faszinierende Geschichte kennen.

Schule auf Reisen – erlebnisorientiert & praxisbezogen

Die Schülergruppe der E-International ist im ersten Schulhalbjahr der E-Phase sechs Monate in Begleitung u. a. von Coach Robert Miebach im Ausland unterwegs. Zum zweiten Halbjahr steigen die Absolventen wieder in die konventionelle E-Phase im Lietz Internat Schloss Bieberstein ein. Auslandsaufenthalte bieten außergewöhnliche Möglichkeiten für erlebnisorientiertes und praxisbezogenes Lernen im Sinne der Lietz-Pädagogik. Hier liegt der Fokus zum einen – ortsbezogen – auf der Vermittlung schulischer Kompetenzen, zum anderen ganz besonders auf der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler. Die Herausforderungen sind praktischer, erlebnispädagogischer und sportlicher Natur und haben dabei stets eine soziale Dimension. Das Zusammenleben in der Gruppe in immer wieder neuen Umgebungen und ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Mitbestimmung fördern Disziplin, Kreativität und Flexibilität jedes Einzelnen.

Unterricht per E-Learning

Elementarer Bestandteil des Konzepts der E-International ist die Nutzung digitaler Medien. Über eine Online-Lernplattform stehen die Fachlehrer in Kontakt zu den Schülern im Ausland, organisieren ihren Unterricht und führen Lernzielkontrollen durch. Ein innovatives Lernumfeld, welches vorhandene technische Hilfsmittel nutzt und die Medienkompetenz der Teilnehmer nachhaltig verbessert.

Neue Interessen und Fähigkeiten entwickeln

Mit der E-International unterwegs zu sein, heißt an spannenden Projekten teilzunehmen, über Grenzen zu gehen, die man vorher nicht kannte Verantwortung übernehmen und an sportlichen sowie körperlichen Herausforderungen wachsen – eben Weltbürger werden.

Reiseberichte, Fotos und Videoaufnahmen von bisherigen TeilnehmerInnen geben Einblick in ihre zahlreichen Erlebnisse und Erfahrungen:

  • ,,E-International hat mich stark geprägt und ich bin selbstbewusster geworden…Ich bin dankbar durch die E-International so viele neue Länder und Kulturen kennenlernen zu dürfen. Als Gruppe sind wir an den Aufgaben gewachsen und sie haben uns stärker gemacht und noch enger zusammen geschweißt.“
  • ,,…eine tolle Bereicherung für jeden Schüler, da man Unterricht mal ganz anders erlebt und Orte sieht, von denen man nur in Filmen gehört hat. Das größte Highlight jedoch sind die Aktivitäten und die Freizeit…“
  • ,,…Während E-International habe ich gelernt mich selbst zu strukturieren und zu organisieren.“
  • ,,…Insgesamt war E-International eine großartige Erfahrung, die mein Leben um viele neue Eindrücke bereichert hat.“

Wer kann teilnehmen?

E-International kann als Ganzjahresprogramm mit anschließendem Internatsbesuch auf Schloss Bieberstein oder als Semesterprogramm fu?r das erste Halbjahr gebucht werden.

Bewerben können sich Schüler mit Zulassung zur gymnasialen Oberstufe, wenn sie die Einführungsphase auf Schloss Bieberstein besuchen möchten oder wenn sie die Genehmigung der aktuell besuchten Schule erhalten und für die Dauer des Auslandsaufenthaltes vom Unterricht freigestellt werden.

Auf Grund von Reiseeinschränkungen in Folge der Corona-Krise können die Destinationen kurzfristig aktualisiert werden.

Zinzendorfschulen ab Montag für einige Klassen geöffnet

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen kehren Abschlussklassen sowie die 9R und ZG1 zum Präsenzunterricht zurück

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnt für einen Teil der Zinzendorfschülerinnen und -schüler am Montag, 4. Mai, wieder der Präsenzunterricht. Die Abschlussklassen aller Schularten sowie die ZG 1 und die neunte Klasse der Realschule werden ab Montag in der Schule unterrichtet, alle anderen haben vorerst weiterhin digitalen Unterricht.

Um die Ansteckungsgefahr für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und weitere Mitarbeitende der Zinzendorfschulen so gering wie möglich zu halten, hat die Schulleitung neben den üblichen Vorschriften wie Handhygiene, Husten- und Niesetikette sowie dem Abstandsgebot ein umfangreiches Maßnahmenpaket erarbeitet. So gilt beispielsweise auf dem gesamten Schulgelände und in den Gebäuden eine Maskenpflicht. Die Masken dürfen nur während des Unterrichts abgenommen werden. Um in den Klassenräumen einen Abstand von mindestens 1,50 Metern zu gewährleisten, wurden die Klassen zum Teil auf verschiedene Räume aufgeteilt, welche die Schülerinnen und Schüler auch nur nacheinander betreten dürfen. Spätestens am Ende des Unterrichts werden die Tische desinfiziert.

An den Eingängen der Schulgebäude wurden Hygienestationen aufgestellt, an denen sich alle beim Betreten die Hände desinfizieren müssen. Auch für die regelmäßige Belüftung der Räumlichkeiten, die Nutzung der Toilettenräume und der Pausenhöfe gibt es ausgefeilte Pläne, die auf der Homepage der Zinzendorfschulen unter www.zinzendorfschulen.de nachzulesen sind.

Bestens betreut und gefördert schon ab Klasse 5

Eltern wissen um die Bedeutung der ersten Jahre auf einer weiterführenden Schule. Sie möchten ihren Sohn, ihre Tochter von Anfang an individuell gestärkt und umfassend betreut wissen. Ein Internat kann dies unter bestimmten Voraussetzungen in besonderem Maße leisten. Die Steinmühle mit Schule & Internat berät interessierte Eltern online.

Kann mein Kind bereits zur Klasse 5 ein Internat besuchen? Oder zur 6. Klasse dorthin wechseln? Diese Fragen beschäftigen Eltern, die eine intensive Begleitung und Betreuung ihres Kindes suchen. ,,Das ist immer eine individuelle Entscheidung, erklärt Anke Muszynski, Internatsleiterin der Steinmühle. Sie empfiehlt deshalb eine persönliche Beratung. Wichtig sei, dass das Kind In die Überlegungen und Gespräche einbezogen wird, sich offen zeigt für Neues und bereit ist, sich schrittweise vom Elternhaus zu lösen. Darüber hinaus sollten die Werte und die allgemeine pädagogische Ausrichtung von Elternhaus und Internat zueinander passen und individuelle Wünsche berücksichtigt werden können, wie etwa besondere Hobbies, eine intensive Lernunterstützung oder altersgerechte Freizeitangebote.

Steinmühle: eine Gemeinschaft, in der sich auch die Jüngsten wohl fühlen

So bietet die Steinmühle – Schule & Internat im hessischen Marburg – beispielsweise einen eigenen Reitstall, vielfältige Sportmöglichkeiten, ein Lernbüro und Wohngruppen speziell für die jüngeren Kinder an. Idyllisch im Süden Marburgs und direkt an der Lahn gelegen, strahlt der Campus der Steinmühle Ruhe und Geborgenheit aus. Die Internatsschülerinnen und -schüler können sich hier konzentriert den unterschiedlichen naturwissenschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Themen widmen und werden dabei individuell unterstützt. ,,Das Internat hat uns als Familie entlastet und unseren Sohn optimal gefördert“, beschreibt die Mutter eines Internatskindes ihre persönliche Erfahrung. ,,An der Steinmühle hat er Urvertrauen in sich und seine Fähigkeiten bekommen – gestärkt durch den Zuspruch der Lehrkräfte und des Internatsteams.“ Ein entscheidender Grund sei die Steinmühlen-Philosophie, die junge Menschen in ihrer Einzigartigkeit annimmt und fördert.

Kennenlernen online möglich

Eltern, die überlegen, ob der Besuch eines Internats für ihr Kind ein guter Weg sein könnte, sind herzlich eingeladen, sich mit der Internatsleiterin der Steinmühle online auszutauschen. Sie erreichen Anke Muszynski per Mail (internatsleitung@steinmuehle.de) oder telefonisch (06421 408-14) Termine sind auch am Abend möglich. Ein virtueller Rundgang kann zudem einen persönlichen Eindruck vom Campus vermitteln. Umfassende Infos zu Schule & Internat der Steinmühle gibt es unter www.steinmuehle.de.

Realschule und dann? – FOS Sozialwesen im Lietz Internat Hohenwehrda

Das Lietz Internat Hohenwehrda in Hessen unterrichtet Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse Realschule und Gymnasium und führt sie zum Abschluss der Mittleren Reife sowie der Fachhochschulreife mit Schwerpunkt Sozialwesen. Seit 09.03.2020 hat die FOS Sozialwesen offiziell die staatliche Anerkennung als Ersatzschule erhalten und darf damit nun auch die Prüfungen zum Fachabitur selbst abnehmen.

Die 5. und 6. Klasse wird in der Hermann-Lietz-Schule Hohenwehrda als Orientierungs- und Förderstufe geführt. Eine Einfädelung in die Schulzweige Realschule und Gymnasium findet zur 7. Klasse statt. Die Förderung der Kinder orientiert sich am einzelnen Kind und dessen Lernbiographie. Besonderer Wert wird auf die Durchlässigkeit innerhalb der Schulformen gelegt, der Wechsel vom Realschulzweig in den Gymnasialzweig sind ohne Schulwechsel möglich. Alternativ können Realschüler nach Abschluss der Mittleren Reife die Fachoberschule Sozialwesen besuchen.

Dieser Schulbildungsweg der Fachhochschulreife mit Schwerpunkt Sozialwesen ist darüber hinaus auch für Schülerinnen und Schüler interessant, die sich erst zur Klasse 11 für einen Wechsel ins Internat entscheiden.

Sozialwesen – ein Berufsfeld mit Zukunft

Zugangsvoraussetzungen für die Fachoberschule Sozialwesen sind: Realschulabschluss bzw. Versetzung in die gymnasiale Oberstufe, Abschluss der Zweijährigen Berufsfachschule oder eine abgeschlossene einjährige Berufsausbildung.

Durch die Möglichkeit, Prüfungen im Bereich der FOS Sozialwesen abnehmen zu dürfen, schärft das Lietz Internat Hohenwehrda weiter sein Profil und baut das Angebot der drei Schulen unter der Trägerschaft der Stiftung Deutsche Landerziehungsheime weiter aus. Somit kann in Hohenwehrda – neben dem Abschluss der mittleren Reife – ein weiterer staatlicher Abschluss abgelegt werden.

Das Fachabitur befähigt die Jugendlichen, den Bachelor-Studiengang ,,Soziale Arbeit zu absolvieren. Darüber hinaus können Schüler mit dem erreichten Abschluss der Fachoberschule jedes andere Studium an Fachhochschulen aufnehmen.

„“Mit dem Fachabitur sind Studium an Hochschulen und Universitäten sowie Promotion in verschiedenen Fächern möglich““, erklärt Helga Vogel, im Lietz Internat Hohenwehrda für die Betreuung der Fachoberschule zuständig. Sie ist überzeugt von dieser Alternative zum allgemeinbildenden Abitur: „“Ich sehe hier eine sehr gute Möglichkeit für Schüler, ein Abitur zu erlangen und dabei den Schwerpunkt auf den praktischen Teil zu legen. Alle unsere SchülerInnen zeigen sehr großes Engagement. Für Firmen werden unsere Schüler als mögliche Arbeitnehmer besonders interessant wegen des großen Praxisinhalts.““

Seit vier Jahren bietet das Lietz Internat Hohenwehrda diesen Ausbildungsgang und reagierte mit der Einführung auf den Fachkräftemangel im Bereich der sozialen Berufe.

Praxisorientierte Ergänzung & Berufsorientierung

Im Lietz Internat Hohenwehrda ergänzen Wahlpflichtfächer praxisorientiert den Unterricht. Ab der 8. Klasse bildet ein Wahlpflichtfach einen benoteten Unterrichtsschwerpunkt. Die Themenfelder sind breit gefächert: Musik & Theater, Sport, Kunst, Handwerk, Schülerunternehmen, Spanisch, Soziale und Ökologische Aktivitäten. In den Schülerunternehmen können die Jugendlichen die Arbeitswelt bereits praktisch erfahren. Sie erproben sich als Unternehmer und Dienstleister, lernen Arbeitsprozesse, Teamfähigkeit und Kreativität in verschiedenen Arbeitsbereichen realitätsnah kennen. Darüber hinaus sind die Berufspraktika eine optimale Gelegenheit, verschiedene Berufsbilder kennen zu lernen.

Chinesen leben im Internat „wie auf einer Insel“

In ganz Deutschland sind die Schulen geschlossen – und damit auch viele Internate. Aber nicht alle Schülerinnen und Schüler können nach Hause. In Königsfeld im Schwarzwald wurden die meisten Bewohner des Internats der Zinzendorfschulen zu ihren Familien geschickt – bis auf die Jugendlichen aus China, die hier zum Teil seit vier Jahren das Gymnasium besuchen.

,,Die Stimmung hier ist gut, freut sich der Internatsleiter der Zinzendorfschulen, Joachim Jünemann. Gemeinsam mit den Erziehern, den Hauswirtschafterinnen und einem Teil des Küchenteams versorgt und betreut er 17 chinesische Schülerinnen und Schüler, die im derzeit geschlossenen Internat leben. Sie können nicht nach Hause fliegen, da sie sich anderenfalls bei der Rückkehr 14 Tage lang auf eigene Kosten und selbstorganisiert in Quarantäne begeben müssten – sofern eine Einreise überhaupt möglich ist.

Also blieben sie in Königsfeld und bearbeiten – wie ihre Mitschüler auch – die Aufgaben, die ihnen ihre Lehrer online über das Programm Teams stellen. ,,Wir haben den Tagesablauf etwas gelockert“, sagt Jünemann, ,,so gibt es zum Beispiel erst um 9 Uhr Frühstück anstatt um 7 Uhr, außerdem dürfen sie in Jogginghosen frühstücken.“

Nach der Lernzeit und dem Mittagessen haben sie frei. Nach draußen gehen sie aber aus Angst vor Ansteckung kaum noch. ,,Es herrscht eine Art gegenseitiges Misstrauen hier im Ort“, bedauert der Internatsleiter. ,,Viele Königsfelder wechseln die Straßenseite, wenn sie die chinesischen Schüler sehen, dabei waren sie schon ein Vierteljahr nicht mehr zu Hause und hatten keinen persönlichen Kontakt zu Verwandten aus China.“ Ohnehin ist ihre Heimat mindestens 500 Kilometer von Wuhan entfernt und oft noch weiter, denn die meisten stammen von der Küste. Ihre Eltern machen sich Sorgen, denn im Moment ist das Infektionsrisiko in Europa deutlich größer als in Asien. ,,Im Internat leben sie wie auf einer Insel und befürchten eher, dass von den Erziehern eine Krankheit ins Internat kommen könnte.“

Dass einige trotzdem Masken tragen, hat kulturelle Gründe. ,,In China hat es Tradition, dass die Menschen versuchen, sich mit Masken zu schützen, das ist kein Zeichen von Erkrankung.“Der 18-jährige Jiaan, der seit vier Jahren im Zinzendorfinternat lebt und dieses Jahr sein Abitur macht, geht zur Zeit nicht mehr joggen, sein Mitschüler, der sich in Deutschland Wilhelm nennt ( ,,Meinen chinesischen Namen kann hier ohnehin niemand richtig aussprechen.“ ) fährt nicht mehr Rad. Trotz der Einschränkungen in dieser besonderen Zeit fühlen sie sich wohl in Königsfeld. ,,Nach dem Lernen sehe ich mir Filme an oder liege am Fenster in der Sonne. Dabei lese ich oder höre Musik“, sagt Jiaan. Wilhelm legt abends noch öfter eine Lerneinheit ein. ,,Wir bekommen zu viele Aufgaben“, klagt er und meint: ,,Eigentlich müssten die Lehrer einen Stundenplan von mir bekommen.“

Die chinesischen Schülerinnen und Schüler verbringen ihre Freizeit gemeinsam – entweder mit Gesellschaftsspielen, im internatseigenen Fitnessraum, beim Essen oder beim abendlichen gemeinsamen Kochen. ,,Sie leben im Grunde in einer WG, in einem gemeinsamen Haushalt“, sagt Joachim Jünemann, der in engem Kontakt zum Gesundheitsamt steht und darauf achtet, dass die Hygieneregeln streng befolgt werden. Außerdem machen sie sich nützlich und stellen zum Beispiel einem längst pensionierten Erzieher, der sonst täglich in der Mensa isst, sein Mittagessen vor die Tür. ,,Das machen sie richtig gerne“, konnte der Internatsleiter feststellen.

Hermann-Lietz-Schule Haubinda gewinnt Deutschen Klimapreis 2020 der Allianz Umweltstiftung

Über 200 Schulen aus ganz Deutschland hatten sich um den Deutschen Klimapreis 2020 der Allianz Umweltstiftung beworben. Neben vier anderen Schulen kann sich das Lietz Internatsdorf Haubinda in Thüringen über einen Hauptpreis von 10.000 Euro Preisgeld für seine Klimaschutz-Projekte ,,Sonne tanken und ,,Schul-Konsum“ freuen.

Die Phantasie von Schülern und Lehrern zum Thema Klimaschutz kannte auch diesmal keine Grenzen: 222 Teams mit insgesamt über 12.000 aktiven Schülerinnen und Schülern nahmen an dem zum zwölften Mal ausgelobten und mit 65.000 Euro dotierten Schulwettbewerb um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung teil. Energiesparmaßnahmen an Schulgebäuden, Fridays-for-Future-Aktivitäten und Aktionswochen zum Klimaschutz wurden ebenso eingereicht wie Broschüren, Ratespiele oder Podcasts über den Klimawandel. Aus allen Einsendungen schafften es 20 Beiträge in die Endrunde und am 10. März 2020 ermittelte die Wettbewerbsjury daraus die Gewinner der fünf mit jeweils 10.000 Euro dotierten Hauptpreise.

Lietz Internatsdorf Haubinda ,,tankt Sonne“ & ,,konsumiert klimafreundlich“

Das mehr als 400 Schülerinnen und Schüler zählende Internatsdorf im ländlich geprägten Haubinda in Thüringen wird für seine Projekte „“Sonne tanken““ und „“Schul-Konsum““ ausgezeichnet. Bei „“Sonne tanken““ entwickelten und bauten die Klassenstufen 7 und 8 eine Solar-Handy-Tankstelle – und gaben damit einen wichtigen Impuls zur Errichtung einer großen Fotovoltaik-Anlage auf dem schuleigenen Sporthallendach. Klimaschonender Konsum ist Inhalt des zweiten Projektes, das den Betrieb zweier Dorfläden (Dorfladen + Schul-Konsum) mit Schwerpunkt regionale und damit klimafreundliche Produkte beinhaltet – inklusive eines von Schülern betriebenen Lieferservice per Lastenfahrrad.

Sie nutzen nicht nur die Sonne als Tankstelle und fungieren mit 15 Jahren bereits als Geschäftsführer eines Dorfladens – im Lietz Internatsdorf Haubinda gibt es viele weitere nachhaltige Schulprojekte. Dabei ist den Schülern und Pädagogen wichtig, die Beziehung zur Umwelt in all ihren Dimensionen erfahrbar zu machen und gemeinsam Ideen für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln. Hier stehen u. a. auch die MINT-Schwerpunkte Naturwissenschaften und Technik im Fokus. Im Schuljahr 2020/2021 wird der MINT-Bereich in der Hermann-Lietz-Schule Haubinda ausgebaut, um interessierten und talentierten SchülerInnen weitere Ausbildungsmöglichkeiten bieten zu können.

Wettbewerb Deutscher Klimapreis will zum Klimaschutz motivieren

Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, freute sich über das Ergebnis der Jurysitzung: ,,Unser Wettbewerb zeigt, dass sich Schülerinnen und Schüler nicht nur auf Freitags-Demos für den Klimaschutz einsetzen, sondern im Unterricht und darüber hinaus auch selbst aktiv werden. Der neue Teilnahmerekord mit 222 Wettbewerbsbeiträgen belegt zudem die große Bedeutung des Themas Klimaschutz für die junge Generation. Wir gratulieren den Siegerschulen und hoffen, dass ihre vorbildlichen Projekte auch andere Schulen zu Aktivitäten im Klimaschutz motivieren.“

Die Siegerteams der jeweiligen Schulen erwartet noch die festliche Preisverleihung im Allianz Forum am Pariser Platz in Berlin, die aufgrund des Corona-Virus verschoben wurde, sowie ein Besuch im Bundeskanzleramt, wo ihnen Kanzleramtsminister Dr. Helge Braun persönlich zu ihren Auszeichnungen gratulieren möchte.

Unterricht in Zeiten von Corona

Im Internat Solling begreifen die Krise als Chance und Herausforderung. Als staatlich anerkanntes Gymnasium in freier Trägerschaft haben wir die Möglichkeiten und Mittel, unseren Unterricht digital zu gestalten. So können wir zwar im Moment nicht in der Idylle des Weserberglands miteinander leben, tragen aber dennoch dafür Sorge, dass unsere 260 Schüler weiter lernen, positive Schulerfahrungen machen und nichts versäumen.

Der gesamte Unterricht ist ins Netz verlegt. Über die Schul-App Sdui sind alle Lehrer und Schüler miteinander verbunden. Die IT-Abteilung unserer Schule hat alle Schüler und Lehrer detailliert über die Benutzung der Plattform informiert. Die durchdachte und datensichere App bildet das Fundament für diese digitale Unterrichtsphase. Arbeitsblätter, Tafelbilder und andere Lernmaterialien können problemlos in allen gängigen Dateiformaten versendet werden. Das funktioniert natürlich in beide Richtungen: Auch die Schüler schicken die bearbeiteten Aufgaben an ihre Lehrer zurück. Parallel dazu ermöglichen Video-Konferenzen einen Unterricht fast ,,von Angesicht zu Angesicht. Damit ist auch die echte Sprachkommunikation in Echtzeit gewährleistet.

Noch 20 ausländische Schüler, die keine Möglichkeit haben, nach Hause zu fahren oder bei Verwandten unterzukommen, leben derzeit im Internat. Sie werden von der Küche und den bei uns lebenden Lehrern umfassend und gut versorgt. Das riesengroße Gelände mit seinen verschiedensten Sport- und Freizeitmöglichkeiten, die unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen weiter genutzt werden können, macht es ihnen leicht, sich wohlzufühlen, denn natürlich halten auch sie sich daran, das Internat nicht zu verlassen. Für sie findet vor Ort zusätzlich der DaF-Unterricht statt. Auch wenn wir uns alle von Herzen wünschen, bald wieder gesund im Internat zusammenzukommen und auf Normalbetrieb zu schalten, sind wir froh und dankbar, beim Lernen jetzt diese neuen Wege zu beschreiten. Wer hätte gedacht, dass es mal so schnell gehen kann mit dem digitalen Unterricht …

Lietz Internatsdorf Haubinda baut MINT-Bereich aus

Mit dem Schuljahr 2020/2021 wird das MINT-Programm in der Hermann-Lietz-Schule Haubinda ausgebaut. Interessierte und talentierte SchülerInnen finden hier insbesondere für die Schwerpunkte Naturwissenschaften und Technik optimale Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung. Auf dem 90 ha großen Internatsgelände werden in der eigenen Landwirtschaft und in den Handwerks-Bereichen viele verschiedene Gilden angeboten sowie nachhaltige Schulprojekte durchgeführt.

Die zahlreichen Projekte und Aktivitäten haben der traditionsreichen Hermann-Lietz-Schule Haubinda https://www.lietz-schulen.de/haubinda/lietz-internatsdorf/ in Thüringen bereits viele Auszeichnungen, Preise und Ehrungen auf Landes,- Bundes- und internationaler Ebene beschert. Unter anderem in den letzten Jahren jeweils erste und zweite Platzierungen bei dem Thüringer Zukunftspreis sowie Platz 2 bei dem Wettbewerb „“Echt Kuhl!““ des Landwirtschaftsministeriums in 2016.

Im Lietz Internatsdorf Haubinda leben und arbeiten SchülerInnen und Pädagogen mit und für die Natur sowie für eine bessere Zukunft. Sie sind Energiesparmeister, Umweltschützer, Bäcker, Filmemacher, Handwerker, Artisten, Köche, Imker, Artenschützer und Weltverbesserer. Sie fungieren mit 15 Jahren bereits als Geschäftsführer eines Dorfladens und vermarkten ihre eigenen Produkte. Sie nutzen die Sonne als Tankstelle und achten auf Nachhaltigkeit.

Von der Grundschule über Haupt,- und Realschule bis hin zum Beruflichen Gymnasium und der Fachoberschule werden die Kinder und Jugendlichen sowohl von Handwerkern, technischen Mitarbeitern und Pädagogen begleitet, gefordert und gefördert. Das Zusammenleben in Internatsfamilien im Internatsdorf stärkt zudem die sozialen Kompetenzen. Die Gliederung in einzelne Schulbereiche mit festen Teams sorgt für einen persönlichen Umgang in überschaubaren Klassen von 10-18 Schülerinnen und Schülern.

Technische Fertigkeiten und Basiswissen

Für den MINT-Bereich werden bereits in der Mittelstufe die Grundlagen für zukünftige wissenschaftliche und technische Arbeiten gelegt: In der Schreinerei, Schlosserei, Hauswirtschaft, Nähstube, Töpferei, genauso wie in der Landwirtschaft & Tierhaltung sowie der Gärtnerei.

Ab der Klassenstufe 7 wird das Basiswissen im Bereich Technik und Naturwissenschaften vertieft und ausgebaut. Drei Wahlpflichtfächer stehen zur Auswahl:

  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Ausrichtung
  • Wirtschaft-Umwelt-Europa
  • Darstellen & Gestalten

Für das Leben lernen mit Kopf, Herz und Hand

Getreu dem Motto: „“Mit Kopf, Herz und Hand““ wird die soziale Kompetenz im Team, der Umgang mit natürlichen Ressourcen, Arten- und Landschaftsschutz und Aspekte der Nachhaltigkeit im Internatsdorf nicht nur theoretisch gelernt, sondern im Einklang mit Menschen, Tieren und der Natur gelebt und bewusst erfahren.

Neben Herz und Hand ist auch das Gehirn gefordert bei Berechnungen, Kalkulationen, Wasser- und Bodenproben, chemischen Untersuchungen und biologischen Experimenten.

Hinzu kommt der Bereich Medienkompetenz, allem voran qualifizierte Recherchen in der umfangreichen Bibliothek und im Internet. Die Einführung in wissenschaftliches Arbeiten sowie formale Standards bei schriftlichen Ausarbeitungen, Vorträgen und Präsentationen beginnt bereits mit den Jahresarbeiten in der 7. Klasse und wird zusätzlich in einer jährlich stattfindenden Projektwoche vertieft.

Thüringer Nachhaltigkeitsschule – Umweltschule in Europa

Seit fast 20 Jahren trägt die Schule den Titel „“Thüringer Nachhaltigkeitsschule – Umweltschule in Europa““, hat sich jedoch im Laufe der Jahre mit zahlreichen Projekten auch über die Landesgrenze hinaus Anerkennung erarbeitet.

In Unterricht und Gilden sind die Schüler an konkreten praktischen und somit lebensnahen Prozessen und Aktivitäten beteiligt. Die großzügige Anlage im Lietz Internatsdorf Haubinda ermöglicht es immer wieder aufs Neue, eine Symbiose aus Handwerk und moderner Technik zu kreieren. Die Schüler werden dadurch in die Lage versetzt, im Alltag zu bestehen und zugleich für die Zukunft gewappnet zu sein.

Die Hermann-Lietz-Schule Haubinda ist Mitglied im Verein zur MINT-Talentförderung e.V.

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