Das Seminarfach ,,Life Science stellt sich vor“

Wettbewerbe wie ,,Jugend forscht sind ins Leben gerufen worden, um Erkenntnisdrang, natürliche Neugier und Forschergeist zu fördern, Talente zu finden und Jugendliche für Technik, Mathematik und Informatik zu begeistern. In den naturwissenschaftlichen Seminarfächern am Internat Solling wird die gleiche Absicht verfolgt. Im Rahmen der Aktivitäten als anerkannte MINT-EC-Schule wurde auch das Seminarfach ,,Life Science“ ins Leben gerufen. Schüler arbeiten hier an verschiedenen naturwissenschaftlichen Projekten und können erfahren, was eigenständiges ,,Forschen“ bedeutet – und wie weit Meinung und Erkenntnis oftmals voneinander entfernt sind.

In einer Abendsprache stellten Mitwirkende des Faches ihren Mitschülern einige ihrer Projekte genauer vor:

In einem Projekt ging es um E-Zigaretten, die ja mittlerweile überall fleißig dampfen – soll ja schließlich ungefährlich sein, suggeriert die Werbung (die das ja auch schon vom Tabak behauptet hat). Darin enthalten sind Flüssigkeiten, die so genannten ,,liquids“, die von den Schülern untersucht werden wollten. Am Anfang stand allerdings zunächst die Suche nach einem geeigneten Test-System, da Versuche an Wirbeltieren natürlich nicht in Frage kommen. Die Schüler entschieden sich, die Auswirkungen der Flüssigkeiten auf das Wachstum von Darmbakterien, auf die Stoffwechselleistungen von Bäckerhefe sowie auf die Mobilität von Wasserflöhen zu testen. In den beiden ersten Fällen war die Wirkung konzentrationsabhängig, die Wasserflöhe überlebten die höchste Dosierung keine zwei Minuten. Die Schüler orientierten sich bei ihren Versuchen an den Testverfahren, die auch von der OECD für Toxizitätstests empfohlen werden.

In den beiden folgenden Präsentationen ging es um Mikroplastik – das Thema ist ebenfalls gerade sehr aktuell und bildet einen Schwerpunkt des Seminarfachs. Es wurde untersucht, inwieweit sich Mikroplastikpartikel auf Modellorganismen des Bodens (hier den Regenwurm) auswirken, und ob es Mikroorganismen gibt, die in der Lage sind, Polyethen oder Polyurethan abzubauen.

Eine Schülergruppe schließlich überraschte mit Erkenntnissen zur Diversität des Mikrobioms der Haut und Ergebnissen zum Sinn und Unsinn von Wasser und Seife. Beide scheinen die Hände zwar oberflächlich zu säubern, aber die meisten Hautbakterien zeigen sich davon irgendwie unbeeindruckt – ob nach dem Essen oder nach dem Toilettengang …

Alle vorgestellten Projekte – und auch die fünf weiteren, die aus zeitlichen Gründen nicht vorgestellt werden konnten – zeigten: Schüler des Internat Solling können wissenschaftlich aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragen forschend und experimentell angehen, sich mit Originalliteratur auseinandersetzen und mit Wissenschaftlern aus aller Welt kommunizieren, Rückschläge ertragen und Freude daran haben, dass die Zeit im Labor so fix vorbei geht.

Zum Elterntag wird das Seminarfach ,,Life Science“ alle Ergebnisse im Rahmen eines kleinen Kongresses vorstellen.

Ein Ohr für Ideen der Schüler

Viele Gelegenheiten, sich auf seinen Lieb-lingsplatz auf dem Krüger-Schul-gelände zu-rückzuziehen, bleiben André Soßna als neuer Leiter nicht mehr.

Neues Schuljahr, neuer Schulleiter: Das gilt jedenfalls für die privaten Wersener Krüger-Schulen. André Soßna hat die Verantwortung von Peter Krüger übernommen. Über den ku-riosen Start an den Schulen vor 19 Jahren, sein Credo für die Arbeit und seine Hobbies sprachen wir mit dem Neuen.

André Soßna wurde im Jahr 1970 in Neugersdorf bei Bautzen in der Oberlausitz ge-boren. Nach dem Abi studierte er Pädagogik an der TU Dresden (damals noch Pä-dagogische Hochschule) mit den Fächern Mathe und Physik.

Koffer mit Examina gestohlen
Das Referendariat schloss er im Jahr 1998 in Baden-Württemberg ab – mit einer Zensur unter zwei. ,,Damals gab es für meinen Notendurchschnitt keine freien Stellen in Baden-Württemberg. Ich hätte ein Jahr warten müssen, wollte aber gleich als Leh-rer arbeiten, berichtet André Soßna. Im Internet fand er eine Stellenausschreibung der Krüger-Schulen. Der Bewerbung folgte eine Einladung nach Wersen. ,,Es war eine schöne Zugfahrt am Rhein“, erinnert sich der Pädagoge – und an den großen Schrecken, als ihm der Koffer gestohlen wurde. ,,Es waren keine Wertsachen drin außer den beiden Staatsexamina, dem Abi-Zeugnis und Kleidung“, sagt Soßna.

Schrecken mit gutem Ende
Peter Krüger holte den Besucher vom Osnabrücker Bahnhof ab. ,,Er ist ein paar Mal an mir vorbeigegangen, weil ich keinen Koffer dabeihatte“, blickt Soßna schmunzelnd zurück. Sie fanden sich doch. Gute Gespräche folgten. Peter Krüger wollte schließ-lich die Examenszeugnisse sehen. ,,Da habe ich gedacht: ,,Das war’s dann wohl“, erinnert sich der Mathe- und Physiklehrer.

War es nicht. Noch am gleichen Abend reiste er nach Dresden. Tags drauf hielt er ein Duplikat des ersten Staatsexamens in Händen anschließend wurde in Stuttgart das zweite ausgestellt. Soßna wurde bei den Krüger-Schulen eingestellt und ist bis heute der einzige Physiklehrer dort.

Was ihn und Peter Krüger von Beginn an einte, sei die Einstellung gewesen, eigene Ideen der Unterrichtsvermittlung und -inhalte umzusetzen. ,,Klar muss man den Rahmenplan einhalten. Aber es gibt Freiräume“, erklärt der Pädagoge. Bei Experi-menten war und ist ihm wichtig, dass auch Schülerinnen feststellen, dass ihnen Na-turwissenschaften liegen.

Ideen der Schüler aufgreifen
,,Jede Klasse ist anders. Jeder Schüler ist anders. In jedem Jahr sind daher die Expe-rimente anders, die ich für die Klassen vorbereite. Gern greife ich Ideen der Schüler auf, wenn ich merke, dass sie zum gewünschten Ziel führen“, beschreibt der Lehrer sein Credo, sich möglichst individuell auf die Schüler einzustellen.

,,Ich sehe mich nicht in der Meisterrolle. Meine Aufgabe sehe ich darin, die Schüler zu führen und zu motivieren. Hilfreich ist, dass ich eher ein ruhiger Typ bin“, beschreibt sich der Familienvater. Das beinhalte, sich Zeit zu nehmen, und darauf zu achten, dass die gesamte Klasse folgen kann. ,,Freiheit der Lehre heißt auch, andere Worte zu finden und zu erklären. Positive Rückmeldungen aus den Klassen bestätigen mich, dass das der richtige Weg ist. Da waren Peter Krüger und ich uns immer einig“, resümiert Soßna.

Als Oberstufenkoordinator an den Krüger-Schulen hat sich der Analytiker in Gesetze und Ausführungsbestimmungen eingearbeitet. ,,Darin gibt es Strukturen, die der Ma-thematik ähnlich sind“, erklärt er. Ohne Struktur gehe es auch an den Krüger-Schulen nicht, betont der Schulleiter. ,,Konsequentes Handeln ist für alle wichtig, auch wenn es Raum gibt, Individualismus zuzulassen.“

Geocaching als Hobby
Dahinein passt ideal das Hobby Geocaching, bei dem Familie Soßna sich bevorzugt in Fahrradsätteln mit GPS-Gerät und beim Lösen kniffeliger Aufgaben und Rätsel auf Schatzsuche in der Region begibt.

Als Vertrauenslehrer war er anerkannter Ansprechpartner für die Schüler. ,,So lange, bis mich Peter Krüger vor sechs Jahren fragte, ob ich mir vorstellen könne, die Lei-tung zu übernehmen“, berichtet André Soßna.

,,Ich bin darauf bedacht, das Krüger, so wie es Schüler schätzen und respektieren und wie meine Kollegen es mit pädagogischer Vielfalt mit Leben füllen, weiterleben zu lassen. Dann bleiben wir auf einem guten Weg“, beschreibt Soßna überzeugt die Zukunft der Krüger-Schulen.

Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 31.08.2017

Einrichtungen der Fachinstitute Blauschek nehmen an Forschungsprojekt über Wirkungsfaktoren in der Hilfeplanung teil

Seit Sommer 2017 beteiligen sich die Fachinstitute Blauschek mit den Jugendhilfeeinrichtungen Gut Böddeken, Schloss Varenholz sowie den drei Wohngemeinschaften Haus Meinulf, Haus Ulrich und Grabbe-WG über einen Zeitraum von ca. 18 Monaten an dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt ,,WirkJuBE-Hilfeplanung. ,,WirkJuBE-Hilfeplanung“ steht für Hilfeplanung als Wirkfaktor in der Kinder-/Jugendhilfe und Behindertenhilfe und wird unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Macsenaere vom renommierten IKJ, Institut für Kinder- und Jugendhilfe durchgeführt. Gemeinsam mit der Daarwin Beratungsgesellschaft mbH und der IJOS GmbH entwickelt das IKJ unter dem Dach der ,,Initiative Zukunft der Sozialwirtschaft“ (IZdS) als unabhängiges Expertennetzwerk gemeinsam mit Kostenträgern und Leistungserbringern Wege für die Sozialwirtschaft von Morgen.

Das Projekt WirkJuBe-Hilfeplanung nimmt die Hilfeplanung als bedeutsamen Wirkfaktor in der Erziehungshilfe in den Fokus. Ziel ist es:

  • für öffentliche und freie Träger ein wissenschaftlich abgesichertes und alltagstaugliches Instrument für die Wirkungsbestimmung zu erhalten
  • den teilnehmenden Trägern frühzeitig ein Grundlage für die in der SGB VIII-Novellierung geforderte Hilfeplanung zu liefern,
  • neben der Hilfeplanung weitere zentrale Wirkfaktoren wie Zuweisungsqualität oder Partizipation in den Blick zu nehmen,
  • beteiligten Trägern eine Basis für eine wirkungsorientierte Qualitätsentwicklung an die Hand zu geben.

Durch die Teilnahme an diesem Projekt versprechen sich die Einrichtungen der Fachinstitute Blauschek eine differenzierte und transparente Darstellung ihrer Leistungsfähigkeit im Bereich der Jugendhilfe, Hinweise zu eigenen Stärken und möglichen Verbesserungspotentialen unter dem Aspekt des Qualitätsmanagements, empirisch untermauertes Wissen über die ereichten Wirkungen und die zugrunde liegenden Wirkfaktoren sowie Hinweise, welche Hilfe bei welcher Ausgangslage geeignet ist und damit auch die Möglichkeit, die Zuweisungsqualität zu erhöhen.

Die Datenerhebung für das Projekt erfolgt mittels elektronischer Fragebögen, mit deren Hilfe alle neu aufgenommenen Kinder und Jugendlichen ab Sommer 2017 prospektiv erhoben und über einen Verlaufszeitraum von 18 Monaten begleitet werden.

Weitere Informationen zum genannten Forschungsprojekt bzw. zur IZdS und IKJ liefern die Domains: www.izds.de und www.ikj-mainz.de

Weitere Informationen zu den Einrichtungen der Fachinstitute Blauschek finden Sie unter:
schloss-varenholz.de
gut-boeddeken.de
grabbe-wg.de
haus-ulrich-wg.de
haus-meinulf-wg.de

Jugendlehrgang des Pferdesportverbands Hannover im Internat Solling

Die Ruhe, die im Internat normalerweise in den Sommerferien herrscht, wurde Ende Juli für vier Tage unterbrochen. Am Reitstall herrschte am Donnerstag, den 27.7. aufgeregte Unruhe, denn 12 Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahre reisten z. T. mit eigenen Ponys und Pferden an, um am Ausbildungslehrgang für Nachwuchs-Assistenten des Pferdesportverbands Hannover teilzunehmen. Da war natürlich reges Treiben im Reitstall, in der Reithalle und im Tannenhaus, denn dort waren die Mädchen zusammen mit den beiden Ausbilderinnen untergebracht.

Das Programm war für die Teilnehmerinnen sehr umfangreich; praktische und theoretische Trainingseinheiten wechselten sich ab. Themen wie Reitlehre, korrektes Putzen und Satteln der Pferde, Pferdehaltung, Veterinärkunde, aber auch Unfallverhütung, Erste Hilfe, Vereinsarbeit und Sozialkompetenz standen von morgens früh bis abends spät auf dem eng getakteten Stundenplan.

Die Gäste des PSV Hannover fühlten auf alle Fälle im Internat sehr wohl und waren von den Einrichtungen der Schule und der Reitanlage, aber auch von der Internatsküche begeistert. Dem erfolgreichen Abschluss aller Teilnehmerinnen stand nach dem intensiven gemeinsamen Lehrgang nichts im Wege. Am Sonntagnachmittag konnten die Eltern 12 glückliche Mädchen abholen und die Ausbilderinnen reisten ebenfalls zufrieden wieder ab, nachdem man gemeinsam im Tannenhaus und im Stall ,,klar Schiff gemacht und die Pferde wieder verladen hatte. Wer weiß, vielleicht findet eines der Mädchen auch den Weg als Internatsschülerin in den Solling zurück?!

Unicorns Academy startet im September

Das Projekt Unicorns Academy hat Erfolg: Am 14. September wird das erste Training in Michelbach/Bilz stattfinden!

Das Evangelische Schulzentrum Michelbach und die Schwäbisch Hall Unicorns freuen sich über den Zulauf und über weitere Interessenten. Im November letzten Jahres hatten das Evangelischen Schulzentrum Michelbach (ESZM) und die Schwäbisch Hall Unicorns die Unicorns Academy ins Leben gerufen und seither bei verschiedenen Veranstaltungen und im Internet Werbung dafür gemacht.

,,Wir haben bereits 16 Anmeldungen für das kommende Schuljahr und mit vier weiteren Interessenten sind wir im Gespräch, freut sich Schulleiter Ralph Gruber. ,,Das ist ein tolles Signal für den Start unserer Academy“, sagt Jordan Neuman, der für die sportliche Leitung der Unicorns Academy verantwortlich ist. ,,Rund 20 Schüler zwischen der 8. Klasse und der 1. Kursstufe sind eine Gruppe, mit der man sehr gute und effektive Trainingseinheiten gestalten kann“, freut sich der Head Coach des Haller GFL-Teams. Das Angebot findet nicht nur in der Region sondern auch überregional Anklang. Unter den ersten Academy-Mitgliedern sind bereits zwei Schüler, die das Internatsangebot des ESZM nutzen werden. ,,Wir haben da keine Obergrenze“, sagt Ralph Gruber. ,,Weitere Interessenten, ob mit oder ohne Internats-Bedarf, sind jederzeit herzlich willkommen!“

Das Angebot der Unicorns Academy richtet sich an Schüler der Mittelstufe und der Kursstufe am ESZM, das eine Ganztagesschule für die Schularten Gymnasium (G8), drei- oder sechsjähriges Aufbau-Gymnasium (G9) und Realschule ist. Die Mitglieder der Unicorns Academy nehmen unter der Anleitung erfahrener und kompetenter Bundesliga-Trainer wöchentlich an drei bis vier 1,5-stündigen Trainingseinheiten in Michelbach teil. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, ihren Sport in den Jugendmannschaften der Schwäbisch Hall Unicorns auszuüben. Ziel der Academy ist eine optimale schulische und sportliche Entwicklung der Jugendlichen. Der Sport und die schulische Laufbahn der Schüler werden dabei gleichermaßen groß geschrieben. Weitere Informationen und Kontaktadressen findet man auf www.unicorns.de im Menü ACADEMY.

Schulleiter Frank Ziegler verlässt die Sekundarschule Schloss Varenholz

Frank Ziegler, seit dem Jahr 2000 Schulleiter der Real- und Sekundarschule Schloss Varenholz, wird die Schule zum Schuljahresende 2016/17 verlassen. Er hat von der Bezirksregierung Detmold das Angebot bekommen, als Schulleiter einer großen Bielefelder Gesamtschule in den öffentlichen Schuldienst zurück zu kehren. Dies bietet ihm die einmalige Gelegenheit, nach sieben Jahren erfolgreicher Tätigkeit für die OWL Gemeinnützige Privatschulgesellschaft mbH im Ersatzschuldienst, in seiner pädagogischen Karriere eine weitere große Herausforderung anzunehmen.

Schloss Varenholz dankt Frank Ziegler insbesondere für die Aufbauarbeit, die er seit Gründung der Sekundarschule geleistet hat. Mit der Sekundarschule hat Frank Ziegler in Varenholz eine Schule aufgebaut, die von ihrer Struktur her das Angebot auf Schloss Varenholz im Bereich der Hilfen zur Erziehung ideal ergänzt und ohne die das Wachstum im Segment der Jugendhilfe nicht hätte erreicht werden können. „Die Sekundarschule ist ,,seine Schule, die er letztlich zur Schule des gemeinsamen Lernens geführt hat, ganz dem Leitgedanken folgend: Ein Kind in Schwierigkeiten, ist noch lange kein schwieriges Kind!““, so Thomas Blauschek, Geschäftsführer der OWL Gemeinnützigen Privatschulgesellschaft mbH, bei der Verabschiedung von Frank Ziegler.

Sein Nachfolger als Schulleiter der Privaten Sekundarschule – der Realschulzweig ist mit Ende des Schuljahres 2016/2017 ausgelaufen – ist Jan-Helge Kuhn, der bisher Schulleiter der Privaten Wohngrundschule Gut Böddeken war. Jan-Helge Kuhn war vor seinem Wechsel nach Gut Böddeken im Jahr 2007 bereits neun Jahre, davon die letzten sechs als stellvertretender Schulleiter, an der Privaten Realschule Schloss Varenholz beschäftigt. Schloss Varenholz schätzt sich glücklich, die Zusage von Jan-Helge Kuhn für die Schulleiterposition erhalten zu haben, um nun gemeinsam mit ihm neue Herausforderungen angehen und die bisher sehr erfolgreiche Arbeit auf Schloss Varenholz weiter fortführen zu können. Mit seiner Hilfe wird es einen intensiveren Austausch zwischen der Sekundarschule Schloss Varenholz und der Wohngrundschule Gut Böddeken geben, um in Zukunft häufiger Übergänge zwischen Gut Böddeken und Schloss Varenholz gestalten zu können. Zudem macht der Kontext der Inklusion an beiden Schulen als Standorte des gemeinsamen Lernens eine aufeinander abgestimmte Konzeption notwendig.

MINT-EC-Camp Chemie vom 28. bis 31. Mai in Kooperation mit dem Internat Solling und der Symrise AG in Holzminden

Holzminden, 01.06.2017. Drei Tage lang gewährte die Symrise AG 20 Schülern von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC im Rahmen eines MINT-EC-Camps Chemie Einblick in ein forschendes Unternehmen der chemischen und Lebensmittelindustrie. Organisiert und inhaltlich gestaltet wurde das MINT-EC-Camp vom Internat Solling, seit 2013 MINT-EC-Schule, in enger Zusammenarbeit mit der Symrise AG. Finanziell großzügig unterstützt wurde die Veranstaltung von der Stiftung der Braunschweigischen Landessparkasse und der Symrise AG.

Nach der Anreise am Sonntagnachmittag hatten die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Grillabend im Internat Solling Zeit, sich untereinander kennenzulernen und zu vernetzen, bevor es am Montagmorgen richtig los ging.

Zur Einstimmung stellten die Forschungsleiter Torsten Kulke, Gerhard Schmaus und Gerhard Krammer die Symrise AG mit ihren zahlreichen Forschungsfeldern und Geschäftsaktivitäten vor und hießen die jungen Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet willkommen. Aus dem Internat Solling nahmen zwei ausgewählte Schüler teil, Alina und Marc-André.

Direkt im Anschluss ging es für die Schüler in ausgewählte Forschungslabore. Ausgestattet mit Schutzkittel und Schutzbrille konnten sie nach einer kurzen Einführung in die jeweilige Thematik anhand von Experimenten das Arbeiten in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Symrise kennenlernen. Führungen durch Produktionsanlagen im Werk Solling rundeten das Bild für die Nachwuchsforscher ab.

Die Labor-Workshops zur praktischen Produktentwicklung zeigten den MINT-EClern in verschiedenen Nuancen, welche Fragestellung und Problemlösungen hinter vielen Alltagsprodukten und ihren Annehmlichkeiten stecken: ,,Jetzt weiß ich, welchen Weg eine Erdbeere nehmen muss, damit sich Lebensmittel auch in großer Menge mit ihrem Aroma versehen lassen. ,,Wir haben Wäscheparfüm in kleinen Kügelchen verkapselt. So bleibt der Geruch nach frischer Wäsche auch bei Lagerung im Schrank länger erhalten.“

Besonders gut gefiel den Teilnehmern, dass sie stets die Möglichkeit hatten, eigenhändig zu experimentieren und einige ihrer Kreationen selbst zu verkosten bzw. als Souvenir mitzunehmen. Auch in den Pausen zwischen den Workshops fand ein reger Austausch zwischen den Nachwuchsforschern und ihren Betreuern von Symrise statt, etwa im Rahmen einer Posterpräsentation, die auch Themen wie Nachhaltigkeit und Fair Trade abdeckte: ,,Es macht einfach Spaß, interessierten Schülern unsere Arbeit zu zeigen. Und in dieser Gruppe gibt es niemand, der nicht noch Fragen stellt.“Welche vielfältigen Möglichkeiten zum beruflichen Einstieg die Symrise AG bietet, erfuhren die Jugendlichen in Kurzvorträgen und im persönlichen Gespräch: ,,Wir haben gerade bei einer Parfümeurin mitgearbeitet und uns mit ihr über ihren Werdegang unterhalten. Sie meinte, es hätte wohl eher dieser Beruf sie gefunden als sie den Beruf.“ Manchmal stößt man eben mit der Nase auf Dinge, die man bis dahin nicht im Blick hatte.

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk
MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

Talente entdecken – Stipendiaten-Auswahltagung der Dornier Stiftung

„Findet heraus, was ihr wirklich wollt!“ forderte die Vorsitzende der Dornier-Stiftung die Kandidaten auf. Die 30 jungen Leute zwischen 12 und 17 Jahren waren aus einer Vielzahl an Bewerbungen ausgewählt worden, um eines der begehrten Stipendien zu erhalten, die alljährlich vergeben werden. Die Dornier Stiftung möchte vielseitig begabte junge Menschen dabei unterstützen, ihren ureigenen Talenten auf die Spur zu kommen, um diese zu befähigen, die Gesellschaft von morgen aktiv, klug und sozial mitzugestalten.

Überzeugt davon, dass man an einem Internat intensiver und individueller gefördert wird, will die Stiftung Jungen und Mädchen daher den Besuch ausgewählter Internate ermöglichen – auch wenn die eigenen finanziellen Mittel dazu nicht reichen. Die dreitägige Auswahltagung am letzten April-Wochenende, bei der die Kandidaten verschiedenste Aufgaben bewältigen mussten, fand dieses Mal in Anwesenheit eines berichtenden Fernsehteams im Internat Solling statt. Am Ende entschied sich die Jury aus Pädagogen, Psychologen, Wissenschaftlern und Wirtschaftsfachleuten für 17 Schülerinnen und Schüler, die ab dem kommenden Schuljahr in den Internaten, St. Afra, Schulpforta, Birklehof und Solling gefördert werden sollen.

Wie kriege ich Schule und Reiten unter einen Hut?

Das Problem kennen alle reitbegeisterten Mädels: Sie wollen am liebsten den ganzen Tag im Stall verbringen, aber die Eltern fordern ein hohes Engagement für die Schule. Sie will Turniere reiten, die Eltern wollen gute Noten und letztendlich ein gutes Abi. Wie kann man diese innerfamiliären Interessenkonflikte lösen?

Mit dieser Situation sind wir als Internat immer wieder konfrontiert worden und haben versucht eine Lösung zu finden. So ist im Laufe von über zwei Jahrzehnten ein Reitbereich entstanden und hat sich immer wieder neu den Bedürfnissen von jungen Reitern und Pferden angepasst. Jetzt im Jahre 2017 können wir mit Stolz sagen: Unser Internat ist das einzige in Deutschland mit eigener Reitanlage mitten auf dem Internatsgelände, exklusiv nur für die Internatsschüler und bietet damit die ideale Verbindung zwischen Schule und Reiten.

Natürlich steht auch hier die Schule nicht nur für die Eltern im Vordergrund, denn man kommt zu uns, um ein gutes Abitur zu machen. Die Schule bietet in kleinen Klassen und Kursen intensive schulische Betreuung und Förderung. Alle 5 Oberstufenprofile werden angeboten, das Gymnasium ist anerkannte MINT-Exzellenz-Schule, ebenso UNESCO-Projektschule, und verfügt über ein großes internationales Netzwerk. Das dürfte den Eltern gut gefallen.

Natürlich muss auch hier im privaten staatlich anerkannten Gymnasium fleißig gepaukt werden. Da unterscheiden wir uns nicht von allen anderen Schulen. Aber dennoch gibt es genug Zeit und Raum für das geliebte Hobby Reiten, weil die Wege sehr kurz und die Angebote der Reitanlage genau auf die Bedürfnisse der Internatsreitschüler zugeschnitten sind.

Der Reitstall liegt mit seinen ausgedehnten Weiden und reitsportlichen Anlagen mitten in dem 50 ha großen parkartigen Gelände sozusagen zwischen den Wohn- und Unterrichtsgebäuden. Er ist von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e. V. zertifiziert als FN anerkannter Schulbetrieb und Pensionsstall und Mitgliedsbetrieb im Pferdesportverband Hannover. So ist die fachmännische Betreuung und Ausbildung der Pferde und dank der qualifizierten Reitlehrer (Pferdewirtschaftsmeisterin, Bereiterin FN und Trainerin A) eine gute Förderung der Reiter garantiert. Jedem pferdebegeisterten Mädchen, aber auch den Jungs, wird etwas geboten – vom Anfänger bis zum Turnierreiter. Schuleigene Ponys und Pferde stehen zur Verfügung, aber natürlich auch Boxen, um das eigene Pferd mitzubringen.

Die Reitanlage für 20 bis 25 Pferde bietet klein und fein alles was man benötigt: große Boxen, aber auch Plätze im Offenstall, ganzjährigen Weidegang für alle Pferde auf ausgedehnten Flächen, eine Reithalle (20 x 40 m), einen Dressurplatz, einen Longierplatz, Parcours und kleine Vielseitigkeitsstrecke und großes Ausreitgelände…und, was besonders wichtig ist: engagierte Mitarbeiter, die sich mit viel Liebe und Begeisterung um Reiter und Pferde kümmern.

Erfolg in der Schule und im Reiten – in unserem Internat kann man beides zur Zufriedenheit der Kinder und der Eltern sinnvoll unter einen Hut bringen!

Dr. Sofie Albert-Meisieck

Erste Football Academy Deutschlands gegründet

Die UNICORNS ACADEMY ist eine Verbindung zwischen Schule und Sport, in der die schulische Laufbahn der Schüler und deren sportliche Entwicklung gleichermaßen groß geschrieben werden! Getragen wird die Academy durch die Kooperation zwischen dem Evangelischen Schulzentrum Michelbach (ESZM) und den Schwäbisch Hall UNICORNS. Dabei ist das ESZM für die schulische Ausbildung bis hin zum Schulabschluss verantwortlich.

Die UNICORNS sorgen für die sportliche Ausbildung sowie die Förderung individueller Talente. Sowohl in der Schule als auch im Sport bieten die beiden Partner außergewöhnliche Perspektiven für eine rundum gelungene Entwicklung der jugendlichen Schüler. Mitglieder der UNICORNS ACADEMY haben dreimal wöchentlich sechs Schulstunden als Trainingseinheiten im American Football, die in den Tagesablauf der Ganztagesschule eingebettet sind. Aufgenommen werden externe und interne Schüler des ESZM ab der Klassenstufe 8, die Mitglied in der TSG Schwäbisch Hall e.V. sind bzw. dies mit der Aufnahme werden.

© 2026 Unterwegs Verlag GmbH