Schloss Torgelow

Wie fördert ein Internat die Selbstständigkeit von Kindern und Jugendlichen?

Internat als Lebensraum – mehr als nur Schule

Ein Internat ist nicht nur ein Lernort, sondern vor allem ein Lebensraum. Kinder und Jugendliche verbringen hier ihren Schulalltag, ihre Freizeit und einen Großteil ihres sozialen Lebens gemeinsam. Viele Eltern verbinden mit einem Internat die Hoffnung, dass ihr Kind selbstständiger, verantwortungsbewusster und sozial sicherer wird.

Doch wie kommt es dazu?

Zahlreiche Internate und Bildungsportale beschreiben, dass gerade der strukturierte Alltag außerhalb des Elternhauses entscheidend zur Entwicklung dieser Fähigkeiten beitragen kann.

@imagoiq

Warum Internate Selbstständigkeit fördern können

  1. Alltag selbst organisieren

Im Internat müssen Schülerinnen und Schüler lernen, ihren Tag eigenständig zu strukturieren:

        • pünktlich aufstehen
        • Hausaufgaben einteilen
        • Freizeit sinnvoll nutzen
        • persönliche Dinge organisieren

Diese alltäglichen Anforderungen fördern insbesondere Selbstorganisation und Eigenverantwortung.

 

  1. Verantwortung im geschützten Rahmen übernehmen

Viele Internate übertragen altersgerechte Aufgaben:

        • Verantwortung für das eigene Zimmer
        • Mitwirkung an Gemeinschaftsregeln
        • Teilnahme an Diensten oder Projekten

Dabei gilt: Fehler dürfen gemacht werden und werden als Lernansatz verstanden. Kinder und Jugendliche müssen nicht selbstständig lernen, Verantwortung zu übernehmen, sondern werden pädagogisch begleitet.

 

  1. Soziale Kompetenzen im täglichen Miteinander entwickeln

Das Zusammenleben mit Gleichaltrigen fördert:

        • Konfliktfähigkeit
        • Rücksichtnahme
        • Team- und Kommunikationsfähigkeit
        • Durchsetzungsvermögen

Internate beschreiben ihre Gemeinschaft bewusst als soziales Lernfeld, in dem Jugendliche lernen, Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere zu übernehmen.

 

Persönlichkeitsentwicklung: Internat oder Elternhaus?

Internate sind kein Ersatz für Familie, bieten jedoch andere Entwicklungsimpulse:

Elternhaus Internat
enge familiäre Begleitung größere Eigenverantwortung
individuelle Rücksichtnahme klare Regeln & Strukturen
emotionale Sicherheit Selbstständigkeit im Alltag

 

Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder nach einiger Zeit im Internat reifer, selbstbewusster und strukturierter auftreten.

 

@albertvincentwu

 

Was sagen biografische Rückblicke ehemaliger Internatsschüler*innen:

Einen vertiefenden Blick liefert eine biografische Studie von Ulrike Deppe (2019), welche die Lebensläufe von ca. 30 ehemaligen Absolvent*innen exklusiver, reformpädagogischer Internatsschulen untersucht hat. Viele Ehemalige beschreiben das Internat rückblickend nicht nur als Schule, sondern als prägenden sozialen Lebensraum. Der Aufenthalt wirkte sich sowohl auf die Entwicklung von Selbstbild und Eigenständigkeit, als auch auf die persönlichen Lebensziele aus.  Die Studie macht deutlich, dass Absolvent*innen nicht nur schulisch profitieren, sondern auch lernen, sich in konkurrierenden Umfeldern selbstständig und selbstbewusst zu positionieren.

 

 

 

Fördert jedes Internat automatisch Selbstständigkeit?

Nein. Ob ein Internat Selbstständigkeit fördert, hängt unter anderem ab von:

  • Qualität der pädagogischen Betreuung
  • Grad der Mitbestimmung
  • klaren, transparenten Regeln
  • individueller Passung zum Kind

Internate können wichtige Impulse geben, wirken aber nicht automatisch, sondern abhängig von Rahmenbedingungen, Betreuung und individueller Passung. Seriöse Informationsportale weisen darauf hin, dass nicht jedes Kind und nicht jedes Internat gleich geeignet ist. Eine sorgfältige Auswahl ist entscheidend.

Das richtige Internat finden: https://www.internate-portal.de/internatsberatungen/

Fazit: Selbstständigkeit wächst im Alltag

Ein Internat kann besonders geeignet sein für Kinder und Jugendliche, die mehr Struktur, Orientierung und soziale Sicherheit benötigen, Verantwortung übernehmen möchten und von klaren Regeln profitieren. Wenn starke Trennungsängste oder psychische Erkrankungen bestehen, kann ein Internat hingegen kontraproduktiv sein und sollte nur unter professioneller pädagogischer oder therapeutischer Begleitung in Betracht gezogen werden.

Internate können, sofern richtig gewählt, wichtige Impulse für die Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung geben. Nicht nur durch besonderen Unterricht, sondern durch den gelebten Alltag: Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, Teil einer Gemeinschaft sein.

 

 

Quellen: https://schule-in-deutschland.de/internat-sinnvoll-vorteile-nachteile-kosten/#:~:text=Pers%C3%B6nlichkeitsbildung%20und%20Verantwortung,f%C3%BCr%20viele%20Kinder%20so%20wertvoll.

https://www.internatsberatung.de/magazin/erfolgsgeschichten-ehemaliger-internatsschuler-innen-wie-das-internat-ihre-karrieren-und-lebenswege-beeinflusst-hat

https://www.pedocs.de/volltexte/2024/28771/pdf/ZfPaed_2021_3_Deppe_Biografische_Verlaeufe.pdf

Es fehlte nur Schnee

Der Haubindaner Weihnachtsmarkt hat bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad, insbesondere bei den ehemaligen Schülern der Hermann-Lietz-Schule Haubinda. Viele finden zu diesem Anlass den Weg zurück und teilen ihre Erinnerungen und Erfahrungen.

Eltern kommen zum Auftritt ihrer Kinder, erwerben Produkte aus der schuleigenen Landwirtschaft oder genießen einfach nur ein heißes Getränk zu saftiger Bratwurst in festlicher Kulisse.

Emsig schwirrten die Schülerinnen und Schüler am Freitagnachmittag über das Schulgelände, um das Lietz Internatsdorf Haubinda für den Weihnachtsmarkt am nächsten Tag herzurichten. Die Buden rund um die Werkstatt mussten ebenso festlich geschmückt werden wie die Turnhalle für das Weihnachtsmusical Stühle benötigte. Schoko-Äpfel und Kekse wurden fleißig produziert, sodass deren süßer Duft im gesamten Haupthaus für wohlige Wärme ums Herz sorgte.

Zeitweise war der Markt so voll, dass es keine Parkmöglichkeiten mehr in der Nähe gab. Das Wetter spielte überwiegend mit, der kurze Nieselregen ließ sich beim Basteln in der Werkstatt gut überbrücken. Für die Perfektion fehlte nur noch Schnee.

Den frühen Nachmittag unterhielt die Grundschule mit ihrem Theaterstück zu Wichtel Franz und zum Ausklang des Tages führte der Bereich 5/6 sein Weihnachtsmusical in der Turnhalle auf. Überall strahlten die freudigen Gesichter aus den Verkaufsständen und den Gästen schmeckten Waffeln, Crêpes und Spießbraten.

Das Lietz Internatsdorf Haubinda freut sich schon wieder auf das nächste Jahr!

 

Bäume für die Zukunft

Wie können wir heute etwas für unsere Zukunft tun? Im Rahmen ihrer Projekt-Prüfungsarbeit (PPA) haben sich die Schülerinnen Pia, Emilia, Lea, Helene und Katharina aus Klasse 10 im Lietz Internatsdorf Haubinda darüber Gedanken gemacht.

Sie beschäftigen sich mit dem Thema der globalen Erwärmung und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden können. Eine Lösung hat sie sofort begeistert: Bäume pflanzen.

Für den praktischen Teil ihrer Arbeit stand das Ziel damit fest. Rund um Haubinda wird es eine Pflanzaktion geben! Ende November war es dann so weit. Durch ein Infoschreiben und fleißiges Rekrutieren während des Elternsprechtages fand sich eine große Gruppe an Schülern, Lehrern und Eltern ein, die mit Spaten bewaffnet zur Tat schritten.

Viele Hände waren auch nötig, denn insgesamt sollten 450 Setzlinge in die Erde gepflanzt werden. Als Baumsorte hat sich die Gruppe nach Recherchen für Walnuss entschieden. Der Walnussbaum bringt nicht nur schmackhafte Nüsse hervor, sondern bindet besonders viel CO2 und besitzt durch seinen Gerbsäuregehalt einen natürlichen Schutz vor Verbiss durch Wildtiere. Damit steigen die Chancen, dass von den 450 gepflanzten Bäumen auch ein Großteil wachsen wird.

So hat diese PPA-Gruppe der Hermann-Lietz-Schule Haubinda nicht nur etwas Bleibendes geschaffen, sondern einen echten, grünen Fußabdruck hinterlassen.

 

Minister Tischner besucht die Hermann-Lietz-Schule Haubinda

Der Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christian Tischner, besuchte mit seinem Beauftragten für die Freien Schulen die Hermann-Lietz-Schule Haubinda und stand den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort.

Neben einer kurzen Führung durch das Lietz Internatsdorf Haubinda blieb genug Zeit für eine Gesprächsrunde auf Augenhöhe. Schülerinnen und Schüler aus allen Bereichen konnten ihre Fragen an Minister Tischner stellen. Aus der Grundschule und dem Bereich 5/6 wurde besonders oft das Thema „KI“ genannt mit all ihren Potentialen und Gefahren. „Wie wird Schule in Zukunft für uns aussehen? Sind unsere Lehrer dann alle Roboter?“ war eine Frage. Im Zusammenhang mit KI, Digitalisierung und sozialen Medien stellten die älteren Schüler die Frage, ob er den Grund für einen Leistungsabfall unter den Jugendlichen etwa in diesen neuen Technologien sieht und was dagegen getan wird. Die Oberstufe beschäftigen wiederum ganz praxisnahe Probleme: Als erster Jahrgang, der im Abitur eine neue Kombiprüfung mit VWL ablegen muss, gab es Bedenken, ob es rechtzeitig Übungsklausuren oder einen verbindlichen Lehrplan gibt, an dem sie sich orientieren können.

Jede Frage wurde ausführlich beantwortet und wertgeschätzt. Im Anschluss stand die Beratung mit der Schulleitung an. Der Klassenleiter der 9D überreichte dabei ein Schreiben, mit dem er sich dafür einsetzt, wieder zusätzliche mündliche Prüfungen beim Qualifizierenden Hauptschulabschluss einzuführen. Ein schlechter Tag in der schriftlichen Prüfung kann sich nämlich auf das gesamte Bestehen negativ auswirken.

Das Lietz Internatsdorf Haubinda ist gespannt, ob nicht nur ihre Verfassung und das Schülerparlament den Besuch beeindrucken konnten, sondern auch die klugen Fragen und Bitten aus der Schülergemeinschaft und dem Kollegium.

 

Zwischen Skyline und Schulalltag: Unvergessliche Studienfahrt in die Stadt, die niemals schläft

In der letzten Oktoberwoche sind Schülerinnen und Schüler der privaten Schulen Krüger zu einer außergewöhnlichen Studienfahrt mit dem Ziel New York aufgebrochen. Die klassenübergreifende Fahrt mit 68 Teilnehmern aus zwei verschiedenen Bildungsgängen wurde von 6 Lehrern und Betreuern begleitet.

 

Nach über einem Jahr Planung, akribischer Vorbereitung, trotzdem Last-Minute-Hotelumbuchung und gehöriger Nervosität wegen Einreisebestimmungen und fehlender Ortskenntnis kann festgehalten werden: Der Stress hat sich gelohnt.

 

Viele waren von der Architektur des Big Apple sehr beeindruckt: Seien es die Skyline und die Wolkenkratzer der Stadt, der bunt beleuchtete Times Square, die vielen verschiedenen Viertel wie Little Italy, Chinatown oder Soho mit seinen trendigen Boutiquen, alle Orte wurden von den jungen Leuten begeistert erkundet. Natürlich durften der Central Park, die Brooklyn Bridge, Roosevelt Island und die Freiheitsstatue nicht fehlen, letztere wurde von der Fähre bei Nacht bewundert. Aus Filmen und Serien bekannte Orte in der Realität zu erleben, stieß insbesondere auf viel Interesse.

Einige Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, ein NBA-Spiel zu besuchen. Die einzigartige Stimmung und Atmosphäre zu erleben, war ein ganz besonderes Highlight.

Das 9/11 Memorial stellte einen Gegensatz dazu dar, ein sehr ruhiger Ort, der dem Andenken an die Opfer nach Meinung der jungen Leute gut gerecht wird.
Wieder vollkommen anders war die Stimmung auf der Halloween-Parade mit den vielen besonderen Kostümen.

 

Insgesamt, so urteilen die jungen Teilnehmer, war die Studienfahrt ein unvergessliches Erlebnis. Die vielen neuen Eindrücke vom Trubel, der Größe und besonders auch der kulturellen Diversität der Stadt hat für Eindruck gesorgt, und die gemeinsam verbrachte Zeit mit viel Gelächter, Freude und dem Meistern von Hindernissen hat die Gemeinschaft unter den Schülerinnen und Schülern nachhaltig gestärkt.

Es bleibt auch ein sehr zufriedener Organisator, der stellvertretende Schulleiter Stephan Berghaus, der sich ausdrücklich bei seinen begleitenden Lehrkräften Peter Kotzur und Waldemar Funk für ihren Einsatz bedankt.

Gruselige Kunstwerke beim ersten Treffen der Minigärtner

Die Minigärtner-Gruppe des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach startete mit einem kreativen und herbstlichen Thema in ihr neues Projektjahr. Beim ersten Treffen drehte sich alles rund um den Kürbis. Mit viel Eifer und Spaß höhlten die jungen Gärtnerinnen und Gärtner jeweils einen Halloween-Kürbis aus und verwandelten ihn in ein schaurig-schönes Kunstwerk.

Ob lachende, furchterregende oder fantasievolle Gesichter – die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Ganz nebenbei erfuhren die Kinder auch Wissenswertes über den Kürbis als Pflanze und seine Bedeutung im Herbst.

Das Treffen war ein gelungener Auftakt für die kommenden Aktionen der Minigärtner, die sich das ganze Jahr über mit spannenden Themen aus der Welt der Natur und des Gartens beschäftigen werden.

Physik zum Anfassen und Staunen

Naturwissenschaften sind an der Hermann-Lietz-Schule Haubinda ein besonders geförderter Bereich. Zu den sogenannten MINT-Fächern zählt auch die Physik. Dank spannender Experimente und dem Einsatz engagierter Lehrkräfte wird Physik im objektiven Schülerranking zum Lieblingsfach.

Um begabte Schülerinnen und Schüler in ihrer Begeisterung für das Fach Physik weiter zu fördern, fuhr der pädagogische Bereichsleiter der Klassen 7-10 mit einer kleinen Schülergruppe aus dem Lietz Internatsdorf Haubinda vom 17.09.-19.09.2025 nach Jena zum Wissenschaftsfestival „Highlights der Physik“.

Dort erwartete die Gruppe nicht nur eine Physik-Ausstellung, spannende Vorträge in Uni-Hörsälen oder Gespräche mit Wissenschaftlern, sondern viele Gelegenheiten zum Mitmachen. In der Einkaufsmeile Goethe-Galerie standen eine Reihe spannender Experimente bereit und natürlich waren alle gespannt auf den Schülerwettbewerb „Exciting Physics 2025“. Das Team aus Haubinda entschied sich, an mehreren Disziplinen teilzunehmen. Eine Inspiration aus dem Alltag ergab sich z. B. beim Mittagessen mit einem Löffel auf dem Tellerrand. So baute eine Gruppe eine Federwaage, mit der sie den 2. Preis gewann. Eine Teilnehmerin entschied sich für den Papierturm, der verschiedenen Belastungen standhalten musste – und diese auch meisterte. Nur war die Konkurrenz noch filigraner und leichter gebaut. Auch der Zufallsgenerator, der eine gaußsche Normalverteilung bei Einwurf von Kugeln erzeugt, konnte im Lichte der Konkurrenz leider nicht auf dem Podium landen.

Beeindrucken konnte dafür die Gruppe der Wurfmaschine: Ganze 5 Wochen dauerte die Arbeit an dem guten Stück. Dank der hauseigenen Werkstatt in Haubinda und der tatkräftigen Unterstützung durch Eltern, entstand ein robustes, mannshohes Gerüst aus Holz, das wie ein Katapult genutzt werden kann und bei der Vorführung relativ treffsicher aufgetürmte Dosen abräumte. Das kam bei der Jury sehr gut an und belegte den 1. Platz! Ein toller Erfolg für die Nachwuchs-Physiker.

Bestimmt wird die Hermann-Lietz-Schule Haubinda auch im kommenden Schuljahr von findigen Köpfen mit genialen Bauten im Schülerwettbewerb „Exciting Physics 2026“ vertreten sein.

 

Gemeinsam(e) Geschichte erleben

Die bayerischen Schüler und Eltern wissen: Ende September / Anfang Oktober bedeutet für die Landeshauptstadt München „Wiesnzeit“. Bier, Brezn, Blasmusik – alles bekannt. Warum aber feiern die Bayern das Oktoberfest auf der Theresienwiese?

Für die Antwort begeben wir uns in die Region Südthüringen. Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, geboren in Seidingstadt (Nachbarort des Lietz Internatsdorfs Haubinda), wurde 1825 Königin Therese von Bayern und das Oktoberfest war 1810 ihre Hochzeitsfeier. Der Erinnerung an Therese, insbesondere der Rekonstruktion ihres Geburtsortes, widmet sich in jüngster Zeit der Freundeskreis Straufhain e.V. Das Jagdschloss Landsèjour in Seidingstadt existiert seit 1978/79 nicht mehr. Durch Recherchearbeit, Zeitzeugen und historische Dokumente arbeitete der Verein nicht nur die Besitzverhältnisse seit Therese auf, sondern versucht sich an einer optischen Rekonstruktion, um die Erinnerung an das Schloss für die Nachwelt lebendig zu halten.

Zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Schreinergilde rund um Torsten Baum entstand an der Hermann-Lietz-Schule Haubinda ein 1:40 3D-Modell des Schlosses, dessen Aussehen von den Recherchearbeiten geprägt ist. Das Holz-Grundmodell entstand von April bis August in der Haubindaner Werkstatt, während die Details des Modells von Wilfried Heyn (Freundeskreis Straufhain e.V.) erstellt und aufgetragen wurden.

Feierliche Übergabe des Schlossmodells

Das fertige Modell des Schlosses wurde Ende August in einem Festakt in Haubinda übergeben, begleitet von geladenen Gästen aus der Lokalpolitik und Kirche sowie interessierten Schülerinnen und Schülern aus Grundschule, Regelschule und Oberstufe des Lietz Internatsdorfs Haubinda. Schul- und Internatsleiter Burkhard Werner, sichtlich stolz auf das Ergebnis, erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte und das Gemeinschaftsgefühl, das durch solche Projekte entsteht. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich durch das Gespräch mit den Vereinsmitgliedern mit der lokalen Vergangenheit beschäftigen und vielleicht den Grundstein einer zukünftigen Projektarbeit legen.

Benefiz-Oldtimertreffen in Haubinda geht in die 2. Runde

Nach dem großen Erfolg des vergangenen Jahres gibt es wieder einen spätsommerlichen Tag voller nostalgischer Eleganz, glänzender Karosserien und lebendiger Begegnungen.

Am 30. August 2025 von 12 – 17 Uhr veranstaltet die Hermann-Lietz-Schule Haubinda auf ihrem Gelände erneut ein Benefiz-Oldtimertreffen, das nicht nur automobile Schätze aus vergangenen Jahrzehnten in Szene setzt, sondern vor allem eines zum Ziel hat: Die digitale Bildung ihrer Grundschulkinder zu stärken. Mit den Einnahmen sollen zwei digitale Tafeln für die Grundschule finanziert werden, um den Schülerinnen und Schülern einen zeitgemäßen, zukunftsorientierten Unterricht zu ermöglichen.

Oldtimer & historisches Rahmenprogramm

Epochenangepasste kulinarische Highlights, ein gemütliches Picknick, künstlerische Darbietungen und die besondere Atmosphäre des Internatsdorfs schaffen den passenden Rahmen für einen Tag voller Genuss, Gemeinschaft – und gemeinnütziger Wirkung.

 

Auto-Fans und Interessierte sind eingeladen, das Schulgelände in Haubinda einmal völlig anders zu erleben. Neben klassischen Oldtimern auf 4 Rädern wird es wieder eine Ecke für Zweiräder geben, insbesondere einen Bereich für die beliebten Simsons.

 

Das Lietz Internatsdorf Haubinda freut sich auf viele Gäste – egal ob nur zum Staunen oder mit eigenem Oldtimer!

Erinnern. Verbinden. Feiern. – Wo Gemeinschaft über Generationen hinweg lebt

Königsfeld. Das alljährliche Treffen ehemaliger Schülerinnen und Schüler am Freitag vor dem ersten Advent hat eine lange Tradition und ist stets ein gern besuchter Termin. Doch die Anreise nach Königsfeld kann zu dieser Jahreszeit – gerade für weit entfernt lebende Ehemalige – zur Herausforderung werden.

Deshalb wagten die Zinzendorfschulen in diesem Jahr einen neuen Schritt und luden erstmals zu einem Sommer-Alumni-Treffen ein. Und das mit großem Erfolg: Rund 150 Ehemalige, darunter sogar einige, die bereits in den 1950er-Jahren das Zinzendorfgymnasium besuchten, kamen ins Haus Christian Renatus. In gelöster Atmosphäre verbrachten sie einen geselligen Nachmittag und Abend – mit viel Raum für Gespräche, Erinnerungen und gemeinsames Staunen über das, was sich auf dem Campus verändert hat oder demnächst mit der neuen Sporthalle verändern wird.

„Erinnern. Verbinden. Feiern.“ – unter diesem Motto stand der ganze Tag und wurde beim Fest in die Realität umgesetzt. „Schon beim herzlichen Empfang war spürbar: Die positiven Vibes von damals leben hier noch immer“, freute sich Karin Santa, die mit großer Wärme an ihre Zeit an der Fachschule für Sozialpädagogik zurückdenkt.

Der Start verzögerte sich um etwa eine halbe Stunde – allerdings nicht etwa wegen organisatorischer Pannen, sondern weil in der Küche mit so viel Leidenschaft gebrutzelt wurde, dass selbst der Rauchmelder reagierte. Da sich die Küche in einem Internatsgebäude befindet, konnte der Alarm nicht einfach deaktiviert werden. Die Feuerwehr rückte an und inspizierte routinemäßig das gesamte Gebäude, bevor sie schließlich Entwarnung gab. Das Essen? War natürlich trotzdem ein Highlight!

Nicola und Annette, die im letzten Jahr des vergangenen Jahrtausends ihr Abitur an den Zinzendorfschulen machten, fühlten sich wie auf einer Zeitreise: „Gefühlsmäßig wie nur sechs Wochen Sommerferien dazwischen“, schrieben sie ins Gästebuch.

Auf der offenen Bühne erinnerten sich viele Ehemalige an ihre Schulzeit – darunter auch Ortrun Zimmermann, die die „ganz tolle und glückliche Zeit“ in den frühen 1970er-Jahren im Haus Benigna hervorhob. Aber auch ein Talent, das heute die Fachschulen besucht, trug zum Programm bei: Die Poetry-Slammerin Jenny Beilharz erzählte kurzweilig von ihrer Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin.

Zum Abschluss gab es noch ein kleines Stück Schulgeschichte zum Mitnehmen: Bei einer Versteigerung wechselten zwei rund 200 Jahre alte silberne Kaffeekannen aus dem historischen Internatsbestand den Besitzer – eine sogar im „Urlaubspaket“ zusammen mit einer Übernachtung im Internat.

„Danke – Danke für das tolle Event!“, lobten die Absolventinnen und Absolventen der Jahrgänge 1973 bis 1975 und baten um „Encore!“ Diesem Wunsch kommen die Zinzendorfschulen sehr gerne nach.

Beim ersten Alumni-Treffen trafen viele Generationen zusammen: Einige besuchten sogar schon in den 1950er Jahren die Zinzendorfschulen. Bild: Zinzendorfschulen
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