Erfolgreich trotz Corona

30 junge Menschen erhalten Fachabitur der Krüger-Schulen

30 Absolventen der Höheren Handelsschule der Krüger-Schulen erhielten ihre Abschlusszeugnisse

Die Absolventen
Marie Boldt, Vanessa Aylin Cicecüce, Anna Engels, Nico Noel Ferreira Krall, Anna Sophie Filp, Ilja Gaz, Marcel Griese, Jennifer Koop, Isabell Kraschewski, Ole Mehring, Danny Benjamin Pachur, Julia Reinold, Michelle Schonschadowski, Pegah Sohrabpour, Joachim Luis Sommer, Natalie Daniluk, Yuxuan Dong, Cederik Götte, Silas Hörnschemeyer, Maximilian Kortkamp, Noel Möller, Alina Möschke, Maxi Lilly Priggemeyer, Luca Principato, Tai Schelbach, Keit Schimke, Jonas Schulte, Lukas Stahn, Justin Vogelpohl, Christin Volosatij

Mit einer stimmungsvollen Feier entließen die Privaten Schulen Krüger ihre Fachabiturienten. 30 junge Menschen konnten nach anstrengenden Corona-Monaten ihre Zeugnisse entgegennehmen.

Die Pandemie und ihr Verlauf prägten die Wortbeiträge der Schul- und der Internatsleitung, heißt es in einer Pressemitteilung der Krüger-Schulen. Schulleiter André Soßna erinnerte sich daran, wie innerhalb der letzten zwei Jahre aus einer bunt zusammengewürfelten Gruppe ein letztlich erfolgreiches Team zusammenwuchs – und das unter erschwerten Bedingungen. Ein großer Teil der Vorbereitungszeit fand schließlich online statt. Die täglichen Konferenzen nach Plan hätten immer wieder, neben technischen Schwierigkeiten bei Schülern und auch Lehrern, ein ganz besonderes Maß an Disziplin und Eigenverantwortung erfordert. Diesen Aspekt nahm auch Internatsleiter Jörn Litsche-Niekamp auf. Er brachte eine FFP2-Maske mit und betonte, dass dieser Abschluss von den Absolventinnen und Absolventen als besondere Auszeichnung betrachtet werden sollte.

Beim anschließenden Verteilen der Abschlusszeugnisse durch die Klassenlehrerinnen Susana Márquez Augusto und Miriam Breuer überreichte der Schulleiter jedem der jungen Leute die Krüger-Anstecknadel. Bildungsgangleiter Frank Irrek ehrte außerdem die zwei Klassenbesten Julia Reinolds (mit einem Schnitt von 1,8) und Noël Möller (mit einem Schnitt von 2,0).

Freude und Erleichterung der Schüler waren danach im humorvollen Redebeitrag von Anna Engels, stellvertretend für den Jahrgang, deutlich zu hören. Sie gab einen authentischen Einblick in die Klassendynamik, würdigte beispielhaft einzelne Klassenkameraden für besondere Stärken und gab dabei die ein oder andere erinnerungswürdige Anekdote preis. Sie freute sich besonders über die tiefen Freundschaften, die sie in ihrer Zeit am Krüger schließen konnte. Bestätigt wurde sie darin durch die Anwesenheit auch ehemaliger Klassenkameraden, die für ihre Freunde eigens gekommen waren.

Feierlich ins Leben entlassen Abi Krüger-Schulen Lotte

Die Krüger-Abiturienten 2021 Lina Al-Alwan, Karen Al-meida Ammeling, Emely Ansias, Leon Broda, Danielle Czok, Lena Hamzic, Jonas Kühn, Luca Lamek, Henri Larberg, Mai Mi, Dawid Ratajczak, Oliver Thiele, Marie Johanna Breitsprecher, Yiyang Guan, Madita Greta Hansen, Nell Hehmann, Malin-Sophie Müller, Klara-Luisa Musiol, Till Niemann, Vanessa Pieper, Johan Evan Scheu, Moritz Vondran, Emilie Weninger, Matthis Westendarp und Paula-Marie Wiemann

Feierlich wurden 25 Abiturienten der Privaten Schulen Krüger in Lotte mit der förmlichen Zeugnisübergabe ins Leben außerhalb des Klassenzimmers entlassen. Die Feier war dieses Jahr in mehrfacher Hinsicht anders als sonst. Die Übergabe fand unter freiem Himmel mit angemessenem Abstand statt, heißt es in einer Pressemitteilung der Krüger-Schulen.

In seiner Rede wunderte sich Schulleiter André Soßna über Begriffe wie „Hyridunterricht“ und „Distanzunterricht“ Außerdem war er voll des Lobes für einen Jahrgang, der sein Abitur trotz zweier widriger Jahre so erfolgreich absolviert hatte.

Internatsleiter Jörn Litsche-Niekamp versinnbildlichte die von der Pandemie überschatteten Oberstufenjahre der Abiturienten mithilfe eines Corona-Balles, den er zu seiner Rede mitbrachte, und der satirisch angehauchte Beitrag unter dem Motto „Abi-Lanz – aktiv gechillt, passiv gelernt“ von Lina Al-Alwan und Henri Larberg als Vertretern der Schülerschaft sorgte für einiges Schmunzeln.

Drei Jahrgangsbeste

Ein wenig anders war zudem die außergewöhnliche Leistungsdichte, die sich in diesem Jahrgang wiederfand: Klassenlehrerin Susann Wolff und Oberstufenkoordinatorin Sabine Buschmeyer konnten bei der Verteilung der Zeugnisse drei Jahrgangsbeste mit außergewöhnlichen Notendurchschnitten ehren: Madita Greta Hansen mit 0,9, Henri Larberg mit 0,8 und Jonas Kühn mit 0,7.

Es wundert nicht, dass dieser ein wenig andere Jahrgang in der Corona-Notlage, die die Abiturjahre geprägt hat, eine Zukunftschance sieht. Gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Buschmeyer erstellte er eine etwas andere Abiturzeitung über die Digitalisierung an Schulen, die von der Pandemie ruckartig vorangetrieben wurde. Jeder der Absolventen steuerte einen Artikel mit Gedanken zu unterschiedlichen Aspekten und Problemstellungen digitalisierter Schulen bei.

Einiges blieb beim Alten

Immerhin: Einiges blieb auch ganz beim Alten. Wie jedes Jahr drückten sowohl die Absolventen als auch ihre Begleitung Lehrern und Verwaltung der Schule in aufrichtigen Worten ihre Dankbarkeit aus, und wie üblich wurden Geschenke ausgetauscht und Abschlussfotos von einem sehr zufriedenen Abiturjahrgang geschossen.

Lietz-Internate bieten gute Schulbildung und Betreuung trotz Corona

Kleine Lerngruppen, regelmäßiger Unterricht in geschützter Lernatmosphäre, Homeschooling mit individueller Förderung, Austausch mit Gleichaltrigen sowie gemeinsame Freizeitaktivitäten – in den drei Lietz-Internaten ist das möglich. Die Hermann-Lietz-Schulen in Hohenwehrda und Bieberstein (Hessen) sowie in Haubinda (Thüringen) bieten auch in Pandemiezeiten eine gute Schulbildung in einer vertrauensvollen Gemeinschaft mit Internatsfamilien.

In den vergangenen Monaten sind viele Familien an ihre persönlichen Grenzen gestoßen, da sie Homeoffice und Homeschooling koordinieren mussten. Auch der häufige Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht macht es nicht leichter. Wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind, kommt oft noch eine mangelhafte Internetverbindung zu Hause oder seitens der Schule erschwerend dazu.

Unterricht im Internat – auch während Corona

Technisch sowie digital gut ausgestattet und mit einem fachkompetenten Pädagogenteam geben die Lietz-Internate ihren Schülerinnen und Schülern eine Bildungs- bzw. Unterrichtsgarantie. Als Privatschulen haben sie keine starren Strukturen, d. h. sie können schnell und flexibel auf Krisensituationen reagieren. Die Schul- und Internatsleitungen müssen zwar auch bestimmte Rahmenbedingungen der Schulordnung beachten, haben aber mehr Handlungsspielraum mit weniger Bürokratie.

Internatsfamilien geben Sicherheit in Krisenzeiten

Freunde treffen, zusammen Sport treiben, gemeinsam kochen, reden, spielen – einfach Spaß haben. Das ist für die meisten Kinder und Jugendlichen im Corona-Lockdown nicht möglich. Das Vereinsleben wurde eingestellt und viele Spiel- und Sportstätten geschlossen. Was bleibt sind eingeschränkte Treffen, Telefonate mit Freunden und überwiegend Computerspiele und Fernsehen in Isolation zu Hause. In den Lietz-Internaten leben die SchülerInnen in kleinen Wohngruppen zusammen, was sich gerade in Krisenzeiten als großer Bildungsvorteil erweist. Einsamkeit gibt es in der Internatsfamilie nicht. Natürlich werden auch hier Hygienemaßnahmen groß geschrieben, jedoch bietet das geschützte Umfeld inmitten der Natur mehr Freiräume. Für die Entwicklung junger Heranwachsender ist – neben einer guten Schulbildung – insbesondere der persönliche Austausch mit Gleichaltrigen wichtig. Gemeinsame Freizeitaktivitäten und die verbale Kommunikation stärken das Sozialverhalten und Selbstvertrauen.

Lernstärken – Lernschwächen – individuelle Förderung

Alle Hermann-Lietz-Schulen arbeiten auf Basis eines reformpädagogischen Bildungskonzeptes, in dem die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Schülers im Vordergrund steht. Durch ein vielseitiges Freizeit- und Wahlpflichtangebot, das sportliche, künstlerische, handwerkliche als auch kulturelle Interessen unterstützt, können persönliche Stärken und verborgene Talente entdeckt werden. In einem Lietz Internat lernen und wohnen – das heisst, an Herausforderungen wachsen, Grenzen überwinden und mit Freude den eigenen Weg mutig und aktiv gestalten.

Digitale Schulbildung – verschiedene Bildungsprofile

Mit flexiblen Pädagogen vor Ort und digital gestütztem Lehren und Lernen war auch der verordnete Distanzunterricht in jedem Lietz Internat problemlos umsetzbar. Neben digitaler Bildung haben die Hermann-Lietz-Schulen verschiedene Bildungsschwerpunkte. Lernstärken sowie Lernschwächen werden dabei individuell gefördert. Das Lietz Internat Hohenwehrda bietet mit Musik & Theater einen kreativen Weg zum Schulerfolg: Gesangs-, Chor- und Instrumentalausbildung sowie Theaterspiel gehören hier zum Bildungsangebot. Im Lietz Internat Schloss Bieberstein sind Wirtschaftswissenschaften und Kunst Profilfächer und E-International kann die Gymnasiale Oberstufe um eine sechsmonatige Auslandserfahrung bereichern. Die Jüngsten können ab Klasse 1 im Lietz Internatsdorf Haubinda bereits Handwerk und Landwirtschaft erlernen und später ihr Wissen im MINT-Bereich ausbauen.

Bewerbungen für Stipendien sind möglich und werden durch die Stiftung Hermann-Lietz-Schulen in Zusammenarbeit mit dem „Stipendienfonds der Altbürger und Freunde der Hermann-Lietz-Schulen“ vergeben.

Für junge Menschen wichtig: Selbstfürsorge und Verantwortung üben.

Die Steinmühle in Marburg mit Schule & Internat wurde kürzlich beim Bitkom-Wettbewerb zur ‚Smart School‘ ausgezeichnet und auch bei anderen Wettbewerben sind die Schüler:innen der Steinmühle regelmäßig ganz vorne dabei. Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview mit dem Schulleiter Björn Gemmer geführt. Sie wollte wissen: Wie wird heute das Leben im Internat gestaltet? Welche Regeln gibt es, wie sieht die pädagogische Betreuung, wie das persönliche Lernkonzept aus, wie gehen Internate mit dem Medienkonsum von Jugendlichen um? Hier eine kleine Zusammenfassung. Das ausführliche Interview lesen Sie unter https://www.sueddeutsche.de/kolumne/internat-schule-erziehung-1.5282653

Typische Reizthemen in Familien sind Lernen und Medienkonsum. Wie fördert man das eine und reduziert das andere? Ein Patentrezept gebe es dabei nicht, betont Björn Gemmer. Für jedes Kind müsse ein eigener Weg gefunden werden. Gemmer ist Schulleiter der „Steinmühle – Schule & Internat“ in Marburg. Sie ist weit über Hessens Grenzen hinaus bekannt, brillieren ihre Schülerinnen und Schüler doch regelmäßig bei den verschiedensten Wettbewerben.

Unabdingbar sind laut Gemmer jedoch feste Regeln. „Pflicht ist bei uns, eine bestimmte Zeit pro Woche im Lernbüro zu verbringen“, sagt er. „Wir vermitteln den Schüler:innen, dass sie arbeiten müssen, um einen guten Schulabschluss zu erzielen.“ Gleichzeitig werde auf Ausgleich geachtet, auf Bewegung und soziale Kontakte. Es gelte, einen „gesunden Mittelweg“ zu finden.

Für junge Menschen wichtig? „Selbstfürsorge. Und Verantwortung für andere.“

Ziel sei, so Gemmer, „dass die jungen Menschen Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit gehen, Selbstfürsorge üben und Verantwortung für andere übernehmen.“ Dabei werden die Regeln und Vereinbarungen dem Alter des Kindes angepasst, immer wieder überprüft und besprochen. Manche Kinder muss man nach Gemmers Erfahrung eher an der kurzen Leine halten, andere können besser mit Freiheiten umgehen.

Das gelte auch bei dem heute für Eltern so herausfordernden Thema Medienkonsum. Nachts beispielsweise müssen die Internatsschüler:innen der Steinmühle ihre mobilen Endgeräte abgeben. Für tagsüber werden Zeiten vereinbart, die sich nach dem aktuellen Stand des Kindes richten. Und durchaus auch danach, wie gut sich die- oder derjenige an die Regeln halten kann. Zahlreiche Offline-Aktivitäten werden als attraktive Alternative angeboten.

Dazu kommen „nicht diskutierbare Normen, die das Kindeswohl sichern“, wie etwa das Alkoholverbot für Jugendliche unter 16 Jahren. Unabdingbar seien auch „genügend Schlaf“ und die Teilnahme an den gemeinsamen Mahlzeiten.

Gespräche, Gespräche und noch mal Gespräche.

Natürlich laufen auch ein einem Internat das Zusammenleben und die persönliche Entwicklung nicht ohne Konflikte ab. Wie geht die Steinmühle damit um? Björn Gemmer hat ein ebenso simples wie wirksames Rezept: „Gespräche, Gespräche und noch mal Gespräche!“ Bei den Hausabenden und Freizeitaktivitäten finden sie unter den Jugendlichen selbst statt. Bei den 14-tägigen pädagogischen Feedbacks mit der Hausleitung „offiziell“, etwa über Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Und kontinuierlich im direkten Miteinander, denn an der Steinmühle lebt das pädagogische Team auf dem Gelände. Genauer: Je eine Hausleitung und eine Assistenz wohnen mit in dem jeweiligen Haus, das sie betreuen.

Trotzdem noch mal die Frage an Björn Gemmer: Wie schafft man es, dass Schüler:innen individuelle Vereinbarungen akzeptieren? „Indem man durch gute Kommunikation ihr Vertrauen gewinnt.“

Zum ausführlichen Interview: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/internat-schule-erziehung-1.5282653

Warum Schüler und Lehrer der Krüger-Schulen in Lotte die Laufschuhe anzogen

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG VOM 18.06.2021
2017 KILOMETER IN VIER WOCHEN
Von Anke Schneider

Lotte. 1000 Kilometer hatten sich die Sportlehrer der Krüger-Schulen in Lotte-Wersen als Ziel gesetzt, mehr als das Doppelte kam bei der Laufchallenge des Berufskollegs zusammen. Die Friedrich-Krüger-Stiftung belohnte die Läufer mit 250 Euro.

Als im Dezember die Nachricht kam, dass es erneut in einen harten Lockdown geht und die Schulen schließen, habe die Sportfachschaft des Berufskollegs vor einer großen Herausforderung gestanden, heißt es in einer Pressemitteilung der Krüger-Schulen. Schnell entwickelten die Sportlehrerinnen Wiebke Ahrens und Lina Darboven ein Projekt, mit dem sie nicht nur die Schülerschaft, sondern auch das Kollegium der Wirtschaftsschulen weiterhin zum aktiven Sporttreiben motivieren konnten.
Die Schulleitung war laut Mitteilung von der Challenge begeistert und unterstützte die Aktion, indem sie den Förderverein und die Friedrich-Krüger-Stiftung für die Ausschreibung attraktiver Preise ins Boot holte. Die Schulgemeinschaft wurde über eine Fitness-App dazu eingeladen, sich am sportlichen Wettkampf zu beteiligen.

250 Euro für einen guten Zweck

Dieser bestand aus zwei Bereichen: einem Einzel- und einem Gruppenwettkampf. Zum einen sollte jeder Teilnehmer möglichst viele Kilometer zu Fuß zurücklegen, um so mit seiner persönlichen Leistung einen von sechs Gutscheinen für Sportbekleidung zu gewinnen. Die Gutscheine wurden vom Förderverein finanziert. Zum anderen gab es den Gruppenwettkampf, bei dem 1000 Kilometer in vier Wochen gelaufen werden sollten. Die Friedrich-Krüger-Stiftung stellte dafür eine Spende in Höhe von 250 Euro für einen guten Zweck in Aussicht.

Die Challenge weckte den Angaben zufolge große Begeisterung: In allen Schulzweigen und auch im Internat hätten sich motivierte Teilnehmer gefunden: Die vorgegebene Strecke von 1000 Kilometern wurde letztlich mehr als verdoppelt: Insgesamt liefen die 35 Teilnehmer 2017 Kilometer in vier Wochen.

Scheckübergabe: Kim Barlag, Matthis Westendarp und Jana Lüssenheide mit Lina Darboven und Wiebke Ahrens als betreuende Sportlehrerinnen, Schulleiter André Soßna, Niklas Teckemeyer sowie Heidelinde Wenzing und Esther Bierbaum von der Kinder- und Jugendabteilung des Frauenhauses Osnabrück (von links).

Gutscheine für die fleißigsten Läufer

Für die besten Einzelleistungen gewannen drei Schüler jeweils einen Gutschein über 50 Euro: Der 1. Platz an Niklas Teckemeyer aus der G11 mit 267 Kilometern, der 2. Platz an Jana Lüssenheide (G11, 249 Kilometer) und der 3. Platz an Emely Ansias (G13, 222 Kilometer). Per Los erhielten Matthis Westendarp, Kim Barlag und Henri Larberg jeweils einen 30-Euro-Gutschein.

Die Entscheidung darüber, für welchen guten Zweck die 250 Euro aus dem Gruppenwettkampf verwendet werden sollten, fiel einstimmig auf die Kinder- und Jugendabteilung des Frauenhauses Osnabrück. Die beiden Mitarbeiterinnen Esther Bierbaum und Heidelinde Wenzing berichteten, dass mehrere neue Tablets und Gesellschaftsspiele für die Kinder und Jugendlichen angeschafft worden seien. Außerdem stünden Ferienfreizeiten an, für deren Finanzierungen Spenden gut verwendet werden könnten.

Zuwendung trotz Kontaktsperre – Nähgilde stellt zehn Nesteldecken her

Seit mehr als zehn Jahren besteht nun schon die Partnerschaft der Hermann-Lietz-Schule Haubinda mit der Seniorenresidenz „Hildburghäuser Land“. Bis März vergangenen Jahres fuhr eine Gruppe von vier Schülerinnen und Schülern regelmäßig einmal in der Woche nach Hildburghausen. Im Pflegeheim waren sie jeweils einer Station fest zugeordnet und boten den Bewohnern an, sie bei Spaziergängen zu begleiten, mit ihnen zu spielen oder aus der Zeitung vorzulesen. Für diesen Dienst mussten sich die Jugendlichen für ein ganzes Jahr verpflichten, denn ganz überwiegend handelte es sich um demente Menschen, für die Konstanz besonders wichtig ist.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten diese Besuche seit über einem Jahr unterbleiben. Doch weder die MitarbeiterInnen noch die Jugendlichen vergaßen die alten Menschen. Zufällig stieß eine Mitarbeiterin im Winter auf einen Artikel über sogenannte „Nesteldecken“. Diese werden speziell für demente Menschen hergestellt. Sie bestehen aus verschiedenen Stoffstücken und sind mit Borten, individuellen Motiven, Klettverschlüssen oder großen Knöpfen versehen. Für Menschen, bei denen die Demenz bereits weit fortgeschritten ist, können diese Decken eine große Bereicherung darstellen. Viele von ihnen sind unruhig und nesteln ständig an sich und ihrer Kleidung herum. Die Decken bieten vielfältige Tasteindrücke durch die unterschiedlichen Stoffqualitäten und die angebrachten Elemente. Eine geklöppelte Spitze kann gefühlt werden, ein großer Knopf mit Öse geöffnet und geschlossen, ebenso ein Klettverschluss. Farben und Motive werden nach bekannten Vorlieben gewählt, häufig verwendet man Stoffe mit Mustern, wie sie in den sechziger und siebziger Jahren modern waren.

Die Beschäftigung mit diesen Decken kann tröstlich und beruhigend sein, vor allen in Zeiten, in denen Besucher selten sind.

Die Nähgilde im Lietz Internatsdorf Haubinda stellte zehn „Nesteldecken“ her – mit großem Engagement und Freude. Die Jugendlichen waren regelrecht erleichtert und beglückt, auf diese Art und Weise einsamen Menschen, die ihre Situation auch nicht mehr verstehen können, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit schenken zu können.

Zum 120. Geburtstag der Hermann-Lietz-Schule Haubinda fuhren Frau Weikard (die Leiterin der Nähgilde) und Frau Hofmann (Leiterin der Sozialgilde) sowie die beiden besonders aktiven Schüler Zoe und Nikolaus in die Seniorenresidenz und übergaben Frau Pfeiffer die zehn Decken.

Ihr Geschenk wurde freudig entgegengenommen und die Leitung des Pflegeheimes bedankte sich mit einem großen Obstkorb, dessen Inhalt an alle Beteiligten in Haubinda verteilt wurde.

‚Steinmühle Schule & Internat‘ wird Smart School beim Bitkom-Wettbewerb

Größte Schul-Auszeichnung bisher – ermutigend und zukunftsweisend

Für die „Steinmühle – Schule & Internat“ aus Marburg ist es die wohl größte Auszeichnung, die sie je erhalten hat: Seit Ende April gehört sie zu dem ausgewählten Kreis von bundesweit 81 “Smart Schools” – bei insgesamt etwa 40.000 Schulen in Deutschland.

Die Bekanntgabe der zwanzig diesjährigen Sieger übernahm auf der digitalen Bitkom-Bildungskonferenz Staatsministerin und Digitalisierungsbeauftragte Dorothee Bär, die live aus dem Bundeskanzleramt zugeschaltet war. Die Politikerin, gleichzeitig Vorsitzende der Jury, verkündete die Namen der “prämierten Leuchtturm-Schulen, die zeigen, wie Digitalisierung geht.” Die Ministerin erläuterte: “Diese Schulen setzen nicht nur digital fort, was analog schon gemacht wurde. Sondern sie erbringen zusätzliche Leistungen und machen noch viel, viel mehr.”

Viel mehr – das bedeutet, dass Zukunftsvisionen für das Bildungssystem an der Steinmühle bereits in den Schulalltag eingezogen sind, dass digitale Kompetenzen vermittelt und neue Lernszenarien eingesetzt werden, dass es kontinuierlich Informationen und Fortbildungen dazu gibt und Lehrerkollegium wie Lernende diese Herausforderungen gemeinsam stemmen – jeder auf seine Weise.

Einzige hessische Siegerschule, einzige DIV-Schule

“Es macht einen sehr stolz,” freute sich Steinmühlen-Schulleiter Björn Gemmer über das Abschneiden. Die Steinmühle ist damit die einzige hessische Siegerschule unter allen Schulformen und bundesweit die einzige Schule mit Internat unter dem Label der DIV (Die Internate Vereinigung). Schulleiterkollege Bernd Holly erläuterte dann im Live-Plenum, wie Best Practice in der Steinmühle aussieht – aktuell während der Pandemie, aber eben nicht nur und vor allem: nicht erst seitdem. Besondere Erwähnung fanden dabei die schuleigene StoneApp wie auch die über alle Altersstufen hinweg aktiven Lehrkräfte und die im IT-Bereich engagierten Kolleg:innen und Expert:innen

“Dass wir digital bereits in der Zukunft angekommen sind und an keiner Stelle auf Lücke setzen, das hat die Fachjury offensichtlich erkannt,” resümierten die Akteure am Ende des Tages, zufrieden über diesen hochqualifizierten Preis.

Von der Realschule zum Oberstufeninternat

Bieberstein hat sich innerhalb von zwei Jahren zu einem Zuhause entwickelt. Den Übergang von einer bayerischen Realschule zum Hessischen Oberstufen-Gymnasium habe ich mir damals nicht so einfach vorgestellt, wie es tatsächlich ist. Mit der Teilnahme an E-International wurden die Bedingungen durch das ständige Reisen zwar etwas erschwert, sind aber dennoch zu bewältigen.

In der Realschule lag der Fokus auf dem Auswendiglernen und dies in den Schulaufgaben wiederzugeben, jedoch hatte das Verstehen des durchgenommenen Schulstoffes eine geringere Bedeutung. In der gymnasialen Oberstufe hingegen sind Transferaufgaben und damit Verständnis ebenso gefragt wie das reine Auswendiglernen. Hiermit habe ich mich schwergetan, da ein Schüler in der Mittelstufe die Themen für die unangekündigten Stegreifaufgaben immer nur kurz im Kopf behalten musste. Im Gegensatz dazu, werden in Bieberstein in allen Fächern Klausuren geschrieben, die angekündigt werden. Das hessische Schulsystem ist im Vergleich zum bayerischen zwar eine Erleichterung, aber dennoch anspruchsvoll, da neben schriftlichen Leistungen konstante mündliche Mitarbeit gefordert ist. Entspanntes Zurücklehnen ist in der Oberstufe nicht mehr die Norm. Man lernt hier den Stoff nicht nur, um ihn wiedergeben zu können, sondern so, dass man damit wirklich arbeiten kann.

Die Digitalisierung ist in Bieberstein eine große Hilfe. Wir arbeiten mit Apple TV und iPads, über Digitalforen sind die Übungsmaterialien und die Kommunikation mit den Lehrern immer verfügbar. Für den Unterricht reichen iPad und Apple-Pencil völlig aus, kein Blätterchaos und keine schweren Büchertaschen mehr. Zusätzlich können die iPads übrigens auch privat genutzt werden.

Das Verhältnis mit den Lehrern auf Bieberstein ist sehr persönlich, man spricht sich nicht per Sie sondern mit Du an, was die tägliche Zusammenarbeit sehr erleichtert. Lediglich Herr Meister, unser Schul- und Internatsleiter lässt sich mit der Sie-Form ansprechen. Der erleichterte Umgang miteinander schafft ein total anderes Unterrichtsklima als damals in der Realschule. Man lernt leichter und ist motivierter aktiv teilzunehmen, da man zum jeweiligen Fach jemanden hat, mit dem man praktisch zusammenlebt und somit eine Beziehung zueinander hat. Man sieht die Lehrer bei Freizeitbeschäftigungen, beim Essen und sonst wo. Es ist nicht wie in der Realschule, dass man die Lehrer nur die Unterrichtslänge im jeweiligen Fach sieht und dabei absolut keine Beziehung zu ihnen hat. In Bieberstein spielt man mit dem Geschichtslehrer abends Badminton, mit dem Politiklehrer organisiert man Feiern und mit dem Sozialpädagogen spielt man Fußball. Man verbindet die Lehrer mit Emotionen außerhalb des Schulalltags und baut ein besonderes Verhältnis zu ihnen auf.

Der Wechsel von Realschule zum Gymnasium wurde durch die genannten Aspekte erleichtert. Dennoch ist es anspruchsvoll, besonders wegen der Corona-Pandemie und des Lockdowns. Auf Bieberstein wird der Unterricht aufrecht gehalten. Nur im ersten Lockdown wurde der Schulbetrieb phasenweise für einige Wochen ausgesetzt, da alle Schüler mit iPads ausgestattet und so mit allen Lehrern vernetzt sind, wodurch die Umstellung für alle dementsprechend leichtfiel. Nachdem die Schule im Mai wieder begann, glänzte Bieberstein mit einem vom Gesundheitsamt akzeptierten Hygienekonzept und konnte so den Schulbetrieb stets aufrecht erhalten. Hinsichtlich des Abiturs sind die Schüler um einiges besser vorbereitet als alle anderen im ganzen Land, da sie immer Lehrer hatten, die ihnen zur Seite standen.

Maximilian Baier

Digitaler Informationstag von Schule und Internat Schloss Varenholz am 30. Mai um 11.00 Uhr

Zur Vorstellung von Internat, Jugendhilfeeinrichtung und Privater Sekundarschule veranstaltet Schloss Varenholz am Sonntag, den 30. Mai 2021 keinen Infotag vor Ort, sondern aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine digitale Präsentation des Schul- und Einrichtungsprofils in Form eines Webinars. Anschließend besteht die Gelegenheit, im Chat Fragen zu stellen. Für die Teilnahme an dieser Online-Veranstaltung, die um 11.00 Uhr beginnt, ist eine vorherige telefonische Anmeldung unter Telefon 05755 9620 erforderlich. Darüber hinaus haben Eltern natürlich jederzeit die Möglichkeit, ein individuelles Beratungsgespräch vor Ort oder aber per Videochat zu vereinbaren. Seit über 70 Jahren widmet sich Schloss Varenholz der Bildung, Erziehung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. In der im lippischen Kalletal/NRW gelegenen Jugendhilfeeinrichtung mit Internat und Privater Sekundarschule finden Kinder und Jugendliche einen pädagogisch gestalteten Lern- und Entwicklungsraum vor, der bedingt durch die hohe Betreuungsdichte wie auch durch den ausschließlichen Einsatz von pädagogischen Fachkräften von zuverlässigen und stabilen Bindungen sowie intensiver Beziehungsarbeit geprägt ist. A Auf Schloss Varenholz erfahren insbesondere die Schülerinnen und Schüler eine professionelle fachliche Betreuung, die aufgrund von Krisen im Familiensystem, Verhaltensauffälligkeiten, Lern- und Leistungsproblemen, Entwicklungsstörungen wie ADHS oder Autismus sowie Schulverweigerungshaltungen einer besonderen Unterstützung bedürfen. Alle Kinder und Jugendlichen besuchen die Private Sekundarschule Schloss Varenholz, in der fast ausschließlich Schüler/-innen der Einrichtung beschult werden. Die Ganztagsschule ist durch ihr spezielles Profil darauf vorbereitet, die Schüler/-innen durch ein passgenaues schul- und erziehungspädagogisches Konzept zu unterstützen und zu fördern. Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe kann eine Aufnahme in die Einrichtung über öffentliche Kostenträger erfolgen, aber auch privat finanziert werden. Die Private Sekundarschule besitzt den Status einer staatlich genehmigten Ersatzschule des Landes NRW, ist also staatlich anerkannt. Wie kaum eine andere Schulform bietet sie die Möglichkeit des längeren gemeinsamen Lernens. Dem Inklusionsgedanken folgend können je nach Eignung auch Förderschülerinnen und -schüler mit dem Förderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung oder Sprache in die Klassen 5 bis 10 der Schule aufgenommen und intensiv gefördert werden. Prognostisch schwer beschulbare Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer individuell gelagerten Krise nicht mehr dem Unterricht im Klassenverband folgen können, werden darüber hinaus in einer einrichtungsinternen Schulstation betreut und beschult. Erreichbare Bildungsabschlüsse an der Sekundarschule sind der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und 10 sowie die Fachoberschulreife mit oder ohne Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe nach Klasse 10.

Lietz-Internate per 360-Grad Rundgang virtuell erkunden

Seit März 2021 können interessierte Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern die Räumlichkeiten der Lietz-Internate in Hessen und Thüringen online kennenlernen. Virtual Reality ermöglicht auch während Corona eine Besichtigung der Hermann-Lietz-Schulen. Wer mit VR-Brille die Schülerzimmer, Klassenräume, Sporthallen, etc. des jeweiligen Campus besichtigt, erlebt die 360-Grad Rundgänge sogar in 3D.

3D-Begehung statt Vor-Ort-Besichtigung

In Corona-Zeiten sind persönliche Treffen oder Besichtigungen vor Ort nur begrenzt möglich. Viele Unternehmen nutzen deshalb für Veranstaltungen, Konferenzen, Meetings oder Messen Videokonferenz-Tools, Online-Plattformen, Chat-Software oder wie die Lietz-Internate – 360-Grad Rundgänge bzw. 3D-Begehungen.

Wer sich anstelle einer öffentlichen Schule für ein Internat interessiert, möchte natürlich auch sehen, in welchem Ambiente die Schülerinnen und Schüler vor Ort lernen und leben. Wie sehen Klassenräume und Schülerzimmer aus? Wie groß sind die Räumlichkeiten und wo wird die Freizeit verbracht?
Die 360 Grad-Touren beantworten diese Fragen und geben virtuell einen ersten Einblick in die drei Hermann-Lietz-Schulen:

Lietz Internatsdorf Haubinda (Thüringen), Klassen 1 – 13, Grund-, Haupt-, Real- und Fachoberschule, berufliches Gymnasium und Ganztagsschule – Internatsdorf auf über 90 Hektar, Reformpädagogik, MINT, Schulstaat, Bio-Bauernhof, Handwerk, Sport, Stipendien
Lietz Internat Hohenwehrda (Hessen), Klassen 5 – 12, Reine Internatsschule mit Realschule, Gymnasium und Fachoberschule – Reformpädagogik, Gesangs-, Chor- und Instrumentalausbildung, Theaterspiel, Kultur, Sport, vielseitiges Freizeitangebot, Stipendien
Lietz Internat Schloss Bieberstein (Hessen), Klassen 10 – 13, Oberstufeninternat mit Einführungs-, Qualifikationsphase und Abitur – Reformpädagogik, E-International, 10. Klasse WiWi, Wirtschaftswissenschaften, E-Learning, breites Sportangebot inkl. Reiten, Stipendien

Der interessierte Website-Besucher kann die einzelnen Räume erkunden oder sich mit einer kompletten Tour durch alle Räume führen lassen. Nahezu jede 360-Grad Tour enthält darüber hinaus interessante Web-Links, die zu relevanten Inhalten auf der Website führen: Zum Beispiel gibt es in den Sporthallen Links zum Sport- bzw. Freizeitangebot des jeweiligen Internats oder Video-Links ergänzen auf unterhaltsame und informative Weise die Online-Begehung.

Verschiedene Fotos bereichern zusätzlich die 360-Grad Erkundungstouren und sind ein Mehrwert für den Betrachter. VR-Brillen vermitteln ein nahezu vollständiges Raumgefühl bei den virtuellen Rundgängen durch die jeweiligen Internate. Ob mit oder ohne VR-Brille – auch mobil können die Internatsräume erkundet werden.

Stiftung Deutsche Landerziehungsheime
Hermann-Lietz-Schule
Wirtschaftsleitung
Im Grund 2
36145 Hofbieber

Telefon: 06657 / 79-33
Internat: www.lietz-schulen.de
Email: marketing@lietz-schulen.de

 

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