Naturwissenschaften – viele Schülerinnen und Schüler finden diese Fächer spannend, andere haben gar keinen Zugang. Einige wollen gerade hier viel lernen, erforschen, erfahren, anderen fällt das schwer. Und… wer hat schon eine schuleigene Sternwarte, die dazu von einem renommierten Astrophysiker betrieben wird? Aus all diesen Gründen veranstaltete daher unser Kollegium die Night of Science!
Wenn eine Internatsschule zur Nacht zum Leben erwacht, verändert sich etwas Grundlegendes: Flure werden zu Experimentierstrecken, Klassenräume zu Werkstätten des Denkens, der Schulhof zum Treffpunkt für Gespräche über Sterne, Moleküle und Meereswelten. Genau das leistete unsere erste Night of Science – eine Veranstaltung, die Wissenschaft nicht erklärte, sondern erlebbar machte.
Forschen, staunen, ausprobieren
Den Auftakt bildete eine Experimentierstraße für die Jahrgänge 5 bis 8, die eindrucksvoll zeigte, wie niedrigschwellig Begeisterung für Naturwissenschaften entstehen kann. In kleinen Gruppen bewegten sich die Schülerinnen und Schüler von Station zu Station und tauchten in unterschiedliche Fachbereiche ein: Biologie, Mathematik, Physik und Chemie.
Vorbereitet wurden die Experimente von engagierten NaWi-Lerngruppen, unterstützt durch Leistungskurse sowie ehemalige Schülerinnen, die ihre Erfahrung einbrachten. Ob Sinneswahrnehmungen, mathematische Tricks, chemische Reaktionen oder physikalische Phänomene – überall wurde ausprobiert, hinterfragt und gelacht. Besonders deutlich wurde: Lernen funktioniert dann besonders gut, wenn man selbst die Hände benutzen darf.
Später in der Nacht richtete sich der Blick auf die älteren Jahrgänge. Für die Klassen 9 bis Q öffnete sich ein Workshop-Programm, das fachlich anspruchsvoll war und zugleich ungewöhnliche Zugänge bot. Die Angebote reichten von Astrophysik über Umweltforschung bis hin zu Technik und Virtual Reality.
Ein Workshop führte in die extremen Regionen des Universums – mit theoretischen Grundlagen zu Schwarzen Löchern und Weißen Zwergen sowie Live-Beobachtungen an der schuleigenen Sternwarte. Andere Gruppen machten chemische Prozesse sichtbar, untersuchten Gewässer unter realen Forschungsbedingungen oder entwickelten kreative elektronische Alarmanlagen. Wieder andere tauchten mithilfe von VR-Brillen in Unterwasserwelten ein und diskutierten Fragen des Meeresschutzes.
Allen Workshops gemeinsam war der Anspruch, Wissenschaft nicht nur zu erklären, sondern als Prozess erfahrbar zu machen: beobachten, messen, hinterfragen, diskutieren.
Ein Ausklang unter freiem Himmel
Nach Stunden intensiver Arbeit endete die Night of Science dort, wo Gespräche oft am besten gelingen: am Lagerfeuer. Bei Snacks, Getränken und ruhiger Atmosphäre wurde weiterdiskutiert – über Experimente, Entdeckungen und neue Fragen. Ein kleines, aber willkommenes Extra rundete die Nacht ab: Der nächste Schultag begann später.
Mehr als ein besonderes Event
Die Night of Science zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in projektorientiertem naturwissenschaftlichem Arbeiten steckt – und wie stark gemeinsames Forschen verbindet. Sie war mehr als ein schulisches Event: Sie war ein Statement für Neugier, für mutiges Denken und für eine Schule, die Lernen auch außerhalb des Stundenplans möglich macht.
Die 2. Night of Science kommt bestimmt!







Weitere Informationen
Internatsschule Institut Lucius
Gymnasium
Forsthaus 1
61209 Echzell
Telefon:
0 60 08 / 2 32
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