Kurpfalz Internat

Talente entdecken – Stipendiaten-Auswahltagung der Dornier Stiftung

„Findet heraus, was ihr wirklich wollt!“ forderte die Vorsitzende der Dornier-Stiftung die Kandidaten auf. Die 30 jungen Leute zwischen 12 und 17 Jahren waren aus einer Vielzahl an Bewerbungen ausgewählt worden, um eines der begehrten Stipendien zu erhalten, die alljährlich vergeben werden. Die Dornier Stiftung möchte vielseitig begabte junge Menschen dabei unterstützen, ihren ureigenen Talenten auf die Spur zu kommen, um diese zu befähigen, die Gesellschaft von morgen aktiv, klug und sozial mitzugestalten.

Überzeugt davon, dass man an einem Internat intensiver und individueller gefördert wird, will die Stiftung Jungen und Mädchen daher den Besuch ausgewählter Internate ermöglichen – auch wenn die eigenen finanziellen Mittel dazu nicht reichen. Die dreitägige Auswahltagung am letzten April-Wochenende, bei der die Kandidaten verschiedenste Aufgaben bewältigen mussten, fand dieses Mal in Anwesenheit eines berichtenden Fernsehteams im Internat Solling statt. Am Ende entschied sich die Jury aus Pädagogen, Psychologen, Wissenschaftlern und Wirtschaftsfachleuten für 17 Schülerinnen und Schüler, die ab dem kommenden Schuljahr in den Internaten, St. Afra, Schulpforta, Birklehof und Solling gefördert werden sollen.

Wie kriege ich Schule und Reiten unter einen Hut?

Das Problem kennen alle reitbegeisterten Mädels: Sie wollen am liebsten den ganzen Tag im Stall verbringen, aber die Eltern fordern ein hohes Engagement für die Schule. Sie will Turniere reiten, die Eltern wollen gute Noten und letztendlich ein gutes Abi. Wie kann man diese innerfamiliären Interessenkonflikte lösen?

Mit dieser Situation sind wir als Internat immer wieder konfrontiert worden und haben versucht eine Lösung zu finden. So ist im Laufe von über zwei Jahrzehnten ein Reitbereich entstanden und hat sich immer wieder neu den Bedürfnissen von jungen Reitern und Pferden angepasst. Jetzt im Jahre 2017 können wir mit Stolz sagen: Unser Internat ist das einzige in Deutschland mit eigener Reitanlage mitten auf dem Internatsgelände, exklusiv nur für die Internatsschüler und bietet damit die ideale Verbindung zwischen Schule und Reiten.

Natürlich steht auch hier die Schule nicht nur für die Eltern im Vordergrund, denn man kommt zu uns, um ein gutes Abitur zu machen. Die Schule bietet in kleinen Klassen und Kursen intensive schulische Betreuung und Förderung. Alle 5 Oberstufenprofile werden angeboten, das Gymnasium ist anerkannte MINT-Exzellenz-Schule, ebenso UNESCO-Projektschule, und verfügt über ein großes internationales Netzwerk. Das dürfte den Eltern gut gefallen.

Natürlich muss auch hier im privaten staatlich anerkannten Gymnasium fleißig gepaukt werden. Da unterscheiden wir uns nicht von allen anderen Schulen. Aber dennoch gibt es genug Zeit und Raum für das geliebte Hobby Reiten, weil die Wege sehr kurz und die Angebote der Reitanlage genau auf die Bedürfnisse der Internatsreitschüler zugeschnitten sind.

Der Reitstall liegt mit seinen ausgedehnten Weiden und reitsportlichen Anlagen mitten in dem 50 ha großen parkartigen Gelände sozusagen zwischen den Wohn- und Unterrichtsgebäuden. Er ist von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e. V. zertifiziert als FN anerkannter Schulbetrieb und Pensionsstall und Mitgliedsbetrieb im Pferdesportverband Hannover. So ist die fachmännische Betreuung und Ausbildung der Pferde und dank der qualifizierten Reitlehrer (Pferdewirtschaftsmeisterin, Bereiterin FN und Trainerin A) eine gute Förderung der Reiter garantiert. Jedem pferdebegeisterten Mädchen, aber auch den Jungs, wird etwas geboten – vom Anfänger bis zum Turnierreiter. Schuleigene Ponys und Pferde stehen zur Verfügung, aber natürlich auch Boxen, um das eigene Pferd mitzubringen.

Die Reitanlage für 20 bis 25 Pferde bietet klein und fein alles was man benötigt: große Boxen, aber auch Plätze im Offenstall, ganzjährigen Weidegang für alle Pferde auf ausgedehnten Flächen, eine Reithalle (20 x 40 m), einen Dressurplatz, einen Longierplatz, Parcours und kleine Vielseitigkeitsstrecke und großes Ausreitgelände…und, was besonders wichtig ist: engagierte Mitarbeiter, die sich mit viel Liebe und Begeisterung um Reiter und Pferde kümmern.

Erfolg in der Schule und im Reiten – in unserem Internat kann man beides zur Zufriedenheit der Kinder und der Eltern sinnvoll unter einen Hut bringen!

Dr. Sofie Albert-Meisieck

Erste Football Academy Deutschlands gegründet

Die UNICORNS ACADEMY ist eine Verbindung zwischen Schule und Sport, in der die schulische Laufbahn der Schüler und deren sportliche Entwicklung gleichermaßen groß geschrieben werden! Getragen wird die Academy durch die Kooperation zwischen dem Evangelischen Schulzentrum Michelbach (ESZM) und den Schwäbisch Hall UNICORNS. Dabei ist das ESZM für die schulische Ausbildung bis hin zum Schulabschluss verantwortlich.

Die UNICORNS sorgen für die sportliche Ausbildung sowie die Förderung individueller Talente. Sowohl in der Schule als auch im Sport bieten die beiden Partner außergewöhnliche Perspektiven für eine rundum gelungene Entwicklung der jugendlichen Schüler. Mitglieder der UNICORNS ACADEMY haben dreimal wöchentlich sechs Schulstunden als Trainingseinheiten im American Football, die in den Tagesablauf der Ganztagesschule eingebettet sind. Aufgenommen werden externe und interne Schüler des ESZM ab der Klassenstufe 8, die Mitglied in der TSG Schwäbisch Hall e.V. sind bzw. dies mit der Aufnahme werden.

Information Session zu NYU Abu Dhabi

Am Donnerstag, den 10.11.2016, wurde das Internat Solling von einer Repräsentantin der New York University Abu Dhabi Mrs. Andrea Vagi besucht. Diese Universität bildet zusammen mit der New York University (NYU) in New York City sowie der New York University Shanghai das globale NYU Netzwerk. Diese Universität ist weltweit auf der Suche nach internationalen talentierten Schülern und hat das Angebot eines Vortrags in unserer Schule mit Dankbarkeit genutzt. Über die Studienmöglichkeiten an diesen Universitäten hat Mrs. Vagi etwa eine Stunde lang einen überzeugenden Vortrag in der Hohen Halle gehalten, selbstverständlich in englischer Sprache. Viele Interessierte sind erschienen und ließen sich die Vorteile eines solchen Studiums sowie den komplizierten Bewerbungsprozess erklären. Als eine ,,liberal arts college bietet NYU Abu Dhabi insgesamt 22 Hauptstudiengänge sowie zahlreiche weitere Nebenstudiengänge an. Verpflichtend für alle Schüler sind in Abu Dhabi auch die Kurse aus dem sogenannten core curriculum, welche die Schüler in die Vielfältigkeit der Bildung mit einbeziehen und sich mit der Thematik von Weltliteratur, Kunst, Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften beschäftigen. Interessant macht diese Universität vor allem auch ihre Offenheit und Internationalität. Eine Studentenstufe besteht aus nicht mehr als 161 Studenten aus 60 verschiedenen Ländern. Mehr als zwei Semester sollten die Studenten aus Abu Dhabi mindestens an einem von den New York Universitys globalen Netzwerk-Standorten verbringen. Dies wären zum Beispiel Accra, Berlin, Buenos Aires, Florence, London, Madrid, Paris, Prag oder Shanghai. Auf der Rangliste der weltbesten Universitäten belegt die NYU den Platz 20 und ist somit eine der selektivsten Universitäten weltweit, fast wie die amerikanische Universität Harvard. Durch die Klassengrößen von etwa 40 Schülern werden Diskussionen sowie auch individuelle Förderung jedes Studenten ermöglicht. Wer also nach dem Abitur auf der Suche nach einer besonderen Herausforderung ist, für den war dieser Vortrag eine perfekte Gelegenheit mehr über die verschiedensten Angebote zu erfahren. Insbesondere für die Schüler des Internat Solling könnte eine solche Universität gewisse Sympathien erwecken, da der Alltag im Gegensatz zu anderen Universitäten dem Internatsleben sehr ähnlich ist.

Nach einem verdienten Applaus hat Mrs. Vagi sich noch mit den persönlichen Fragen der interessierten Schüler beschäftigt und diese zu einer Anmeldung in Abu Dhabi ermutigt. Wer weiß, vielleicht werden eines Tages talentierte Altschüler in NYU Abu Dhabi angenommen und dem Internat Solling international Ehre bereiten.

Alexander Pfeiffer, 12. Klasse

http://nyuad.nyu.edu/en/

Das Internat Solling zeigt Profil – von verschiedenen Seiten

Das Internat Solling bietet seinen Schülern viele Möglichkeiten sich im besten Sinne zu bilden – auch im schulischen Bereich. Obwohl wir weniger Schüler haben als eine öffentliche Schule, bieten wir den Oberstufenschülern alle fünf Profile an. Neben dem gesellschaftswissenschaftlichen Profil, kann man hier ein sprachliches, ein musisches ein sportliches oder ein naturwissenschaftliches Profil wählen – hier geht es aber nicht nur um Vielfalt, auch um Qualität. Nicht umsonst sind wir z.B. als ,,Sportfreundliche Schule, als ,,UNESCO-Projektschule und als ,,MINT-EC-Schule“ ausgezeichnet. Apropos MINT. In der Abendsprache vom Sonntag versuchte Herr Dr. de Kathen zunächst – mit einem Augenzwinkern – dem Eindruck entgegen zu treten, MINT sei weniger cool und eher unspektakulär. Der erstmalige Nachweis von Gravitationswellen, das Entziffern menschlichen Erbgutes für unter 1.000 EUR, das Treffen eines 30 km/s schnellen Asteroiden mit 6 Milliarden km Anlauf sind durchaus spektakulär – oder?

Dann ging es allerdings darum, was das Internat eigentlich seinen Schülern anbieten kann – von der Astronomie-AG über das Neigungsfach Robotik bis zum Computerkompetenzkurs ¬- von den beiden Science-Clubs über die Mathe AG bis zum MINT-Zertifikat stellte Herr Dr. de Kathen das Förderprogramm und die Infrastruktur vor, deren Ziel es ist, gleichzeitig ,,Spiel“raum und Orientierung zu bieten. Eva Toissant und Janine Subgang berichteten über ihre ,,MINT-Camp“-Erfahrungen – drei- bis viertägigen, hochkarätigen Veranstaltungen mit jeweils etwa 20 Schülern aus ganz Deutschland. Eine Option, die mit der Mitgliedschaft im MINT-EC verbunden ist. Ein Überblick über Wettbewerbe und Angebote ist auf den MINT-Webseiten des Internats hinterlegt.

Mitarbeiterfortbildung zum Thema „Autismus-Spektrum-Störung (ASS)“ auf Schloss Varenholz

Autismus – ein allgemein bekannter und immer häufiger verwendeter Begriff. Auch im Internat Schloss Varenholz begegnet uns dieses Thema immer häufiger. Man kann den Eindruck gewinnen, Autismus sei die neue Modekrankheit. Doch ist dem tatsächlich so? Im September 2016 konnten sich die MitarbeiterInnen von Schloss Varenholz dazu informieren. Andrea Feyfar von der Autismusambulanz Minden und Marion Gauert, Leiterin der Schule am Weserbogen in Bad Oeynhausen, referierten über die Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Es wurde deutlich, dass Autismus nicht gleich Autismus ist und der subjektiv wahrgenommene Anstieg von Erkrankungen in diesem Bereich täuscht. Erstmals verwendet wurde der Begriff ,,Autismus 1943 vom Kinderpsychiater Leo Kanner, der viel zur Erforschung und den Umgang mit der Entwicklungsstörung beigetragen hat. Seit diesen Anfängen ist viel passiert. Heute unterscheidet man grob drei Hauptkategorien: den frühkindlichen Autismus, den Asperger-Autismus sowie den atypischen Autismus.

Das Spektrum ist mittlerweile entsprechend sehr weit gefächert, und es werden viel mehr Verhaltensweisen zur ASS gezählt, wodurch leicht der Eindruck entstehen kann, es gäbe einen grundsätzlichen Anstieg der Erkrankung. Menschen mit ASS zeigen Beeinträchtigungen in den Bereichen Soziale Interaktion und Kommunikation sowie eingeschränkte Interessen bzw. stereotype Verhaltensmuster. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Sie können genetischer, neuropsychologischer und/oder neuroanatomischer Natur sein. Möglicherweise spielen auch bestimmte Umweltfaktoren eine Rolle. Tatsache ist, dass das Gehirn von Menschen mit ASS auf eine eigene Weise funktioniert, was eine veränderte Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung zur Folge hat. Eine konkrete Diagnostizierung erfolgt ausschließlich durch Kinderärzte und Psychiater, je eher desto besser, möglich ab dem 24. Lebensmonat. Menschen mit ASS können in der ,,normalen“ Welt bestehen, Regelschulen besuchen und ein selbstbestimmtes Leben führen, je nach Schweregrad der Störung und frühzeitigen Möglichkeiten, daran zu arbeiten. Und ein kleines bisschen Autismus steckt in jedem von uns, und sei es nur, wenn es darum geht, beim Frühstück gern am selben Platz zu sitzen oder lieber in eine Bibliothek als auf eine Party zu gehen.

Der Sonne entgegen – Real- und Sekundarschule Schloss Varenholz freut sich über 7. Platz beim Bobby Car Solar Cup

Unter der Leitung von Techniklehrerin Anna Gieshoidt hatten sich einige 10. Klässler aus der Technik-AG der Real- und Sekundarschule Schloss Varenholz ein großes Ziel gesetzt: Gemeinsam wollten sie den „Bobby Car Solar Cup 2016“ gewinnen. Der Wettbewerb wird vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Ostwestfalen-Lippe und Energie Impuls Ostwestfalen-Lippe veranstaltet. Hauptförderer ist die Agentur für Arbeit, die gemeinsam mit den Veranstaltern das Ziel verfolgt, dem Fachkräftemangel in den Wachstumsbranche der Erneuerbaren Energien frühzeitig vorzubeugen. Insgesamt fünf Monate hatten die Schüler Zeit, einen vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Bobby Car- und Photovoltaik-Bausatz in ein funktionsfähiges, schnelles Solarfahrzeug zu verwandeln. Fachliche Unterstützung bekommen die Jugendlichen vor Ort von den Partnerfirmen Kfz-Meisterbetrieb Rainer Lücke und Schulze Spezialbau.

Beim großen Abschlussrennen am 03. September 2016 in Bielefeld auf dem Gelände der Stadtwerke zeigte sich dann, dass das Varenholzer Gefährt durchaus konkurrenzfähig war. Bewertet wurde neben der technischen Kreativität auch das optische Design sowie die Renntauglichkeit. Beim Kopf-an-Kopf Rennen und im Hindernisparcours waren fahrerisches Geschick und natürlich die technische Zuverlässigkeit der bis zu 20 Stundenkilometer schnellen Mini-Boliden gefragt. Hier hatten es von den ursprünglich 25 gemeldeten Schulen überhaupt nur 19 an den Start geschafft. Der Flitzer der Varenholzer Schule wurde von dem 12-jährigen Leon Meyer gesteuert, der es zwar nicht auf das Siegertreppchen schaffte, aber am Ende einen beachtlichen 7. Platz belegen konnte. Und dies, obwohl das Varenholz Gefährt noch kurz vor Rennbeginn einen Radbruch zu verkraften hatte, der aber mit Hilfe von Adi Schulze aus der Partnerfirma Schulze Spezialbau sowie der tatkräftigen Unterstützung des Rennteams der Gemeinschaftsschule Kalletal rechtzeitig behoben werden konnte.

Erstmalig MINT-EC-Zertifikat an herausragende Abiturientin verliehen

Erstmalig konnte das Internat Solling eine Abiturientin im Rahmen der Zeugnisvergabe mit dem MINT-EC-Zertifikat für herausragende MINT-Leistungen ausgezeichnet. Das Internat Solling ist nach zwei Jahren Anwartschaft seit 2015 Teil des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und darf somit das deutschlandweit einzigartige MINT-EC-Zertifikat vergeben.

,,Wir haben uns in den letzten Jahren sehr darum bemüht, unseren MINT-Bereich zu modernisieren und auszubauen, vom 3-D-Druck über die Robotik und Nanophysik bis zur Molekularbiologie. Unser Ziel ist dabei aber nicht nur die Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler. Die Lust und Freude am Forschung und Entdecken zu wecken, liegt uns mindestens ebenso am Herzen. Allerdings ist es uns natürlich eine Riesenfreude, nur wenige Monate nach Aufnahme ins MINT-EC Netzwerk das erste Zertifikat vergeben zu können. bemerkte Dr. André de Kathen, der die MINT-Aktivitäten am Internat Solling koordiniert.

Das MINT-EC-Zertifikat, das ausschließlich an MINT-EC-Schulen vergeben wird, bündelt und ehrt die besonderen Leistungen von Schülerinnen und Schülern, die sie während ihrer gesamten Schullaufbahn im MINT-Bereich erbracht haben. Die von der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) anerkannte Auszeichnung bietet Unternehmen und Hochschulen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige Einordnung der Schülerleistungen. Seit der Einführung zum Schuljahr 2015/2015 wurde das MINT-EC-Zertifikat deutschlandweit an mehr als 600 Schülerinnen und Schüler verliehen.

Schülerinnen und Schüler, die das MINT-EC-Zertifikat erhalten, müssen Mindestanforderungen in den drei Anforderungsfeldern: Fachliche Kompetenz, Fachwissenschaftliches Arbeiten und Zusätzliche MINT-Aktivitäten erfüllen. Entwickelt wurde das MINT-EC-Zertifikat von einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften von MINT-EC-Schulen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, unter Federführung des MINT-EC.

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk
MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 247 zertifizierten Schulen mit rund 270.000 Schülerinnen und Schülern sowie 21.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

Ansprechpartner:
Dr. André de Katen
E-Mail: andre.dekathen@internatsolling.de
T.: 05531 12 87 32

Fußball ist integrativer Sport – Wersener Krüger-Schüler spielen 2:2 gegen Flüchtlinge

Fußball hat für die Integration von Flüchtlingen auch in Lotte einen hohen Stellenwert. So entstand die Idee zu der Partie Krüger-Schüler, die im Internat wohnen, gegen Flüchtlinge auf dem Wersener Sportplatz – eine von allen gelobte rundum gelungene Aktion, die 2:2 endete. Ein Rückspiel wird es auch geben.

Damit erhielt das Engagement der Krüger-Schulen für die Lotter Flüchtlingshilfe eine weitere Facette. Die Idee von Philip Middelberg, der beim SC Halen nicht nur Fußball spielt, sondern auch die Flüchtlinge trainiert, kam bei Internatsleiter Jörn Litsche gut an. Und nicht nur bei ihm. Auch Matthias Zander, Gruppenleiter des Blauen Flures im Krüger-Internat und Fußball-AG-Trainer sowie Internatssprecher Lucas Kasel ließen sich begeistern.

Fußballbegeistertes Krüger-Internat
,,Wir haben das Thema mal beim Treffen im ,jour fix‘ angesprochen. Alle hatten Lust auf das Spiel. Ich meine, es ist eine schöne Aktion, berichtete Lucas Kasel. Er machte sich erfolgreich auf die Suche nach Sponsoren und organisierte blau-weiße Trikots. ,,Ich habe mit dem Planungsbüro ,arch-work‘ und dem ,Sitex-Service‘ zwei Unterstützer gewinnen können“, resümierte Kasel.

Und nun war es so weit. Die Mannschaften bewegten sich bei warmem Sommerwetter beim Aufwärmtraining auf dem Platz. Als Spielertrainer gesellte sich Matthias Zander hinzu, damit die Krüger-Schulen von 13 Akteuren vertreten waren. Ob das eine Glückszahl war, sollte sich noch herausstellen. ,,Es ist toll für unsere Jungs, dass sie mal einen realen Vergleich haben“, freute sich Zander auf den Anpfiff.

Aufregung bei allen Beteiligten
Auch Philipp Middelberg, der die Begegnung leitete, gab noch einige Trainingsanweisungen. ,,Mein Team ist schon ein bisschen aufgeregt und erwartungsvoll“, fasste er lächelnd die Stimmung zusammen. ,,Wir trainieren einmal wöchentlich mit Philip“, sagte der afghanische Flüchtling Amir. ,,Wir würden gern gewinnen, aber es ist ebenso gut denkbar, dass das den Schülern gelingt“, sagte Amir und berichtete über die Vorfreude auf das gemeinsame Abschlussgrillen im Krüger.

Jedenfalls waren sich alle einig: ,,Fair geht vor.“ Nun noch das Mannschaftsfoto gemacht. Dann pfiff Middelberg das integrative Fußballspiel an. Es dauerte nicht lange, da schoss Lucas Kasel das 1:0 für die Krüger-Mannschaft.

Nach 90 Spielminuten saßen alle gemütlich beisammen. ,,Das 2:2 ist ein salomonisches Ergebnis“, resümierte Jörn Litsche. ,,Auf das Elfmeterschießen haben wir verzichtet und uns geeinigt, dass wir uns zum Rückspiel in Halen treffen. Daran haben alle Interesse“, ergänzte Middelberg. ,,Ja, und dann werden wir unseren Pokal an den Gewinner überreichen“, versprach Litsche.

Kuchenverkauf für Sportausstattung der Flüchtlinge
Zudem informierte er, dass es alsbald ein Fußballspiel gegen eine andere Internatsmannschaft geben wird. ,,Die Jugendlichen haben vorgeschlagen, dass wir Kuchen verkaufen und den Erlös für die sportliche Ausstattung der Flüchtlinge spenden“, berichtete der Internatsleiter. Beim Gespräch mit den Lotter Neubürgern habe ihn eine Äußerung eines Flüchtlings am meisten beeindruckt: ,,Er hat gesagt: Ich lebe hier in Deutschland. Wenn ich etwas erreichen möchte, dann muss ich Deutsch lernen.

Ein Artikel von Ursula Holtgrewe

Internat Solling: Delegation mexikanischer Schüler in Berlin

Aktuelles aus dem Internat Solling:

Als Auftakt des deutsch-mexikanischen Jahres wurde am vergangenen Wochenende die Maya-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin eröffnet. Zu diesem Festakt wurde von der mexikanischen Botschaft auch eine Vertretung des Internat Solling eingeladen, und so fuhr eine Gruppe mexikanischer Schüler des 10. und 11. Jahrganges, begleitet von Herrn Schütte und Frau Redondo, nach Berlin.

Wir verließen das Internat am Samstag nach dem Mittagessen und kamen gegen 18.00 Uhr in Berlin an. Nach dem Einchecken im Jugendhotel besuchten wir das Berliner Ensemble, wo wir das Theaterstück ,,Woyzeck von Georg Büchner erlebt haben. Am nächsten Tag ging es mit der Ausstellung „Entdecke Mexico“ weiter, in welcher die mexikanische als eine wertvolle und fortgeschrittene Kultur präsentiert wurde.

Am Montag früh waren wir im Bundestag und später ging es weiter mit einer interessanten Tour durch die Stadt Berlin, die Herr Schütte durchgeführt hat. Die Tour fing mit dem Denkmal für die von den Nationalsozialisten verfolgten Sinti und Roma an, ging weiter über Stätten des Gedenkens an jene Ermordeten, die in der DDR-Zeit versuchten die innerdeutsche Grenze zu überwinden und in die Freiheit zu gelangen. Danach ging es mit dem Brandenburger Tor weiter. Auf dem Weg zum Holocaustdenkmal wurde Herr Schütte von Herrn Jagdfeld, dem Elternratsvorsitzenden, überrascht, der ihm zum Geburtstag gratulieren wollte. Herr Jagdfeld lud uns alle auf ein Getränk und einen sehr schmackhaften Imbiss in den China Club im Hotel Adlon ein. Anschließend besichtigten wir das Holocaustdenkmal.

Nach den vielen Besichtigungen hatten wir nun ein paar Stunden Freizeit, in denen wir durch die schöne Stadt bummeln konnten. Am Abend besuchten wir dann die Eröffnung der Maya-Ausstellung, wo wir als Mexikaner uns gut an diese Kultur erinnern konnten und wiedererkannt haben, was wir im Geschichtsunterricht in den letzten Jahren in Mexiko gelernt haben. Schon den Martin Gropius-Bau zu sehen, war sehr interessant, und die vielen Exponate der umfangreichen Ausstellung gaben einen sehr differenzierten Einblick in das Leben der Maya.

Der Dienstag war der Abschiedstag in Berlin, bei dem wir früh aufgestanden und mit dem Zug wieder nach Hause ins Internat gefahren sind. Diese Reise bleibt für uns Mexikaner Teil einer schönen Erfahrung, die wir in Deutschland erleben durften, einer Erfahrung, die im September begann, als wir in einer Abendsprache den Unabhängigkeitstag von Mexiko feierten und unsere Kultur den anderen LSH-Schülern mitteilen konnten, und die bis heute andauert.

Wir sind stolz, dass die Botschaft uns zu solch einem herausragenden Event einlud und danken noch einmal Frau Redondo, welche alles organisierte.

Anika M. R., Klasse 10.2

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