Schloss Torgelow

Minderjährig, unbegleitet, verstört – Internat und Schule Schloss Varenholz heißen 13 Flüchtlingskinder willkommen

Unter den vielen Flüchtlingen, die gegenwärtig aus Kriegs- und Krisengebieten aus aller Welt nach Deutschland strömen, befinden sich auch eine nicht unerhebliche Anzahl an unbegleiteten minderjährigen Kindern und Jugendlichen, die aufgrund fehlender familiärer Anbindung in besonderem Maße unserer Hilfe bedürfen. Diese Kinder und Jugendlichen werden zunächst von einem Jugendamt in Obhut genommen, bevor sie nach abgeschlossenen Clearingverfahren zum Beispiel dauerhaft in einer geeigneten Jugendhilfeeinrichtung untergebracht werden. Da sich auch das Internat Schloss Varenholz in der Pflicht sieht, als Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe einen Beitrag zur Unterbringung, Integration und Bildung dieser Kinder und Jugendlichen zu leisten, hat das Internat 13 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in seine Jugendhilfeeinrichtung aufgenommen.

Die allesamt männlichen Jugendlichen sind zwischen 13 und 17 Jahre alt und stammen aus Afghanistan (12) und der Elfenbeinküste (1). Untergebracht sind sie in einem dem Schloss Varenholz vorgelagerten Wohnkomplex, in dem jedem der Jugendlichen ein Einzelzimmer zur Verfügung steht. Betreut werden sie durchgängig von einem Team aus fünf pädagogischen Fachkräften. ,,Unser vorrangiges Ziel bei der Betreuung der Jugendlichen besteht zunächst einmal vorrangig darin, den nach monatelanger Flucht psychisch verstörten Jugendlichen ein sicheres Lebensumfeld mit festen Strukturen und Bezugspersonen zu bieten, fasst Ulrich Hagemann, der zuständige Erziehungsleiter für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, eine der Zielsetzungen im Rahmen der Erziehungs- und Beziehungsarbeit auf Schloss Varenholz zusammen. Zur Wahrung der Herkunftsidentität haben die jugendlichen Ausländer im Übrigen fast durchgängig die Möglichkeit, telefonisch den Kontakt zu Freunden und Verwandten im Herkunftsland aufrecht zu erhalten. Außerdem dient das Telefon of genug als Hilfsmittel, um die eigene Familie wieder zu finden.

Ein weiteres wichtiges Erziehungsziel stellt die Integration der jungen Flüchtlinge in die Internatsgemeinschaft, aber auch in die an das Internat angeschlossene private Real- und Sekundarschule dar. Die ausländischen Kinder und Jugendlichen sind zwar bildungsbereit und hoch motiviert, verfügen aber über keine deutschen Sprachkenntnisse und eine vielfach nur mangelhafte Schulbildung. Während im Gruppen- und Internatsalltag stundenweise ein Dolmetscher bei der Kommunikation behilflich ist, wurde in der Varenholzer Privatschule eine Sprachlern- bzw. Auffangklasse für die jungen Flüchtlinge eingerichtet, in der sie Förderunterricht in Deutsch erhalten. Svitlana Tebenkova, Lehrerin mit der Zusatzqualifikation Deutsch als Fremdsprache, ist voll des Lobes über den Fleiß und die Lernbereitschaft ihrer Klasse: ,,Die Jugendlichen sind überaus motiviert und machen sehr schnell Fortschritte. Ich bin sicher, dass wir sie in ein paar Monaten dauerhaft in die Regelklassen eingliedern können“. Frank Ziegler, Schulleiter der Real- und Sekundarschule Schloss Varenholz, ist übrigens gerne bereit, weitere Flüchtlingskinder und -jugendliche als externe Schüler in die neue Sprachlern- und Auffangklasse aufzunehmen. ,,Während viele andere Schulen bereits aufgrund der vielen Flüchtlingskinder überlastet sind, haben wir gegenwärtig noch Kapazitäten für zugewanderte Kinder und Jugendliche frei“, so Ziegler.

Stipendien für englische Internate

Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen

Für englische Internate können Stipendien vergeben werden. Wichtig dabei zu wissen ist, dass diese von den englischen Schulen direkt vermittelt werden. Leider gibt es keine deutschen Förderprogramme, die ein Stipendium für ein englisches Internat vergeben. Die englischen Internate vergeben selbst die Stipendien, auch an deutsche Schüler, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Dabei muss man darauf achten, den richtigen Einstieg in die Schulen nicht zu verpassen. Man sollte mit einem Stipendium entweder zur achten Klasse für mindestens drei Jahre oder zur englischen Oberstufe (entspricht der deutschen Klasse 11) für zwei Jahre in die Schule eintreten.

Es gibt Stipendienprüfungen, die jeder Bewerber absolvieren muss. Aus diesen Bewerbern werden die Stipendien an diejenigen vergeben, die für das Internat am besten geeignet erscheinen. Die Prüfungen finden für die Klasse acht im Januar und für die Klasse 11 im November statt.
Ein wichtiges Auswahlkriterium sind neben der sehr guten schulischen Leistungen besondere Sportarten, musikalisches Engagement auf hohem Niveau oder Begeisterung und Einsatz für Themen, die das jeweilige Internat als wichtig ersieht.

Manche Schulen vergeben auch nur für zwei Terms oder für ein Jahr Stipendien. Dabei wird bei der Vergabe der Stipendien meist auf Schüler mit besonderen Begabungen geachtet. Das sind zum Beispiel sehr gute Leistungen in Sport oder in alten Sprachen. Diese Stipendien werden von externen Förderern der Schule ausgeschrieben und bewegen sich im Rahmen einer festen Fördersumme.

Die Höhe der Fördersumme eines Stipendiums einer englischen Schule liegt zwischen 3 und 30 % der Schulgebühren. Die Höhe hängt vom Einkommen der Eltern ab, weshalb diese bei der Bewerbung einen Einkommens- und Vermögensnachweis erbringen müssen.

Wer sich für ein Stipendium und einen Aufenthalt an einem englischen Internat oder einer englischen Privatschule interessiert, informiert sich bei einer Internats- oder Schulberatung. Dort findet man reichlich Informationsmaterial und man wird über Bewerbungsfristen und –formulare aufgeklärt.

Haustiere im Internat – geht das?

Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen

Wenn das eigene Kind aufs Internat geht, muss das geliebte Haustier oft zuhause bleiben. Doch einige Internate, deren Gelände eine artgerechte Unterbringung gestattet, halten „Internatstiere“, die gepflegt und gefüttert werden dürfen.

In der Zauberschule Hogwarts herrschen paradiesische Zustände für Tiernarren: Haustiere sind ausdrücklich willkommen. Harry hat seine Schneeeule, Hermine ihren Kater, Neville seine Kröte – und das Zusammenleben funktioniert. In der realen Welt sind Haustiere im Internat leider eher problematisch.

Hunde und Katzen können im Internat meist nicht artgerecht gehalten werden, denn sie brauchen Auslauf und Bewegung. Auch kleine Tiere wie Hamster oder Meerschweinchen sind nicht überall willkommen, denn nicht jeder Zimmergenosse möchte sich den Raum mit einem Käfig teilen. Auch hygienische Bedenken und Tierhaarallergien können eine Rolle spielen.

Im Zweifelsfall lässt sich mit dem jeweiligen Internat klären, ob das Kind sein Haustier mitbringen kann. Meist gibt es eine Hausordnung, die eindeutig festschreibt, ob Tiere von Schülern gehalten werden dürfen, und wenn ja welche.

Wer als Eltern darauf Wert legt, dass das eigene Kind gemeinsam mit Tieren aufwächst, der findet auch andere Lösungen: Einige Internate halten „Gemeinschaftstiere“ auf ihrem Gelände, zum Beispiel Hunde, Schafe, Kaninchen, Esel und Pferde. Interessierte Schüler können Patenschaften eingehen oder sich im Team gemeinsam um die Tiere kümmern. Damit ist nicht nur Knuddeln und Schmusen gemeint, sondern auch Aufgaben wie Stallausmisten, Fellpflege, Saubermachen und Füttern.

Das Positive: Kinder und Jugendliche lernen Verantwortung zu übernehmen und die Tiere und ihre Eigenheiten zu respektieren. Im Gegenzug bekommen die Internatsschüler Trost bei Heimweh und freundschaftliche Beziehungen von „ihren“ Tieren. Es lohnt sich also, gezielt nach tierfreundlichen Internaten zu suchen.

Ein Leben in einem Fußballinternat

Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen

Die Schüler eines Fußballinternats verfolgen alle denselben Traum: Profifußballer sein! Doch das erfordert auch Disziplin und viel Training.

Es ist Januarmorgen und dementsprechend kalt. Die Schüler einer der 32 Fußballschulen stehen schon auf dem Feld, um zu trainieren. 90 Minuten dauert das Training, dann wird geduscht und anschließend geht es in den Unterricht. Für manche mag Sport am frühen Morgen eine Qual sein, doch in den Fußballinternaten ist er Pflicht, die gerne erledigt wird. Die Schüler leben für und durch den Fußballsport. Wenn sie nicht den Biss und den unbedingten Willen haben, sich ganz nach oben in die Profiliga zu kämpfen und dafür früh aufzustehen, haben sie kaum eine Chance in der Welt des Fußballs. Denn die wenigen Plätze, die es gibt, sind hart umkämpft. Oft ermutigen die Trainer der lokalen Vereine ihre jungen Fußballer, sich um so einen Platz zu bewerben. Manchmal sind es aber auch Trainer der Schule selbst, die zum Beispiel auf Fußballcamps auf interessante Spieler aufmerksam werden und ihn zu einer Probewoche einladen. Falls die Schulgebühren das Budget der Eltern dann übersteigen, gibt es Stipendien, die vergeben werden können.

Die Ausstattung der Fußballinternate lässt Sportherzen höher schlagen. Es gibt mehrere Fußballplätze, Fitnessstudios, teilweise Sauna und hauseigene Physiotherapeuten. Schuluniform besteht aus Trainingshose, Sportschuhen und Schulpollover. Die Trainer haben nicht selten selbst in höheren Fußballigen gespielt und trainieren manchmal heute noch Profis. Sie schaffen so die perfekte Verbindung zwischen den Schülern und dem Sport. Aber nicht nur Fußballtraining steht auf dem Tagesplan. Auch Persönlichkeitsentwicklung spielt eine große Rolle. An vielen Schulen hängen Bilder berühmter Fußballer. Lionel Messi, Mesut Özil oder auch Bastian Schweinsteiger hängen an den Wänden und motivieren die Jugendlichen. Sie lernen aber auch, nicht nur wie ihre Idols Fußball zu spielen, sondern auch wie einer von ihnen aufzutreten. Wie präsentiere ich mich während eines Interviews, wie reagiere ich im Fernsehen, wie steigere ich mein Selbstbewusstsein? All diese Aspekte sind wichtig, um sich in der Welt der vielen Fußballer durchsetzen zu können. Ein weiterer, wenn nicht sogar noch wichtigerer, Punkt als Fußball ist die Schulbildung. Die Pädagogen, Lehrer und Trainer eines Fußballinternats vergessen nie, dass es nur ganz wenige einer Klasse in einen Ligaverein schaffen. Daher darf man die Bildung auf keinen Fall außer Acht lassen. Ein gutes Abitur ist wichtig, um sich auch neben dem Fußball auf dem Arbeitsmarkt positionieren zu können. Wenn die Lehrer also merken, dass die schulischen Leistungen eines Schülers nachlassen, werden die Trainingseinheiten für ihn reduziert und er erhält Nachhilfe. Dank der dualen Ausbildung erhalten die Kinder und Jugendlichen eine tolle Ausbildung.

Therapeutische Internate

Wenn junge Menschen eine schwere Krise durchleben, sei es Tod oder Krankheit einer geliebten Person oder Scheidung und damit ein möglicher Zusammenbruch der Familie, wirkt sich das oft auf die Psyche auf. Kinder und Jugendliche können in Depressionen rutschen- nicht selten mit suizidalen Gedanken. Schulleistungen werden schlechter, manchmal gehen die Schüler gar nicht mehr zu Schule. Sie fühlen sich verloren und leiden häufig unter dem Gefühl, keine vertraute Person um sich zu haben. Der erste Schritt ist eine Psychotherapie, doch manchmal greift und hilft diese leider nicht. Therapeutische Internate nehmen schließlich diese Kinder auf, teilweise mit schweren Verhaltensstörungen, und bieten ihnen ein festes, starkes und familiäres Umfeld. Kinder und Jugendliche mit Depression, Bulimie, Borderline, Angststörungen, Spielsucht und Verhaltensauffälligkeiten werden von Jugendämtern und Therapeuten laut Paragraf 35a des Kinder- und Jugendhilfegesetzes weiter vermittelt.

Zum Team eines therapeutischen Internats gehören selbstverständlich nicht nur geschulte Pädagogen, sondern auch Psychologen und Therapeuten. Diese kümmern sich nachmittags, abends und in der Nacht um die jungen Menschen. Sie gehen offen und herzlich auf die Kinder zu und geben ihnen ein neues vertrautes Umfeld. Damit nehmen sie ihnen auch den Schlupfwinkel, in denen sich die Erkrankten oft verkriechen. Die wichtigste Komponente dabei ist nicht nur Zuwendung, sondern vor allem auch Zeit. Die Jugendlichen bleiben daher in der Regel drei bis vier Jahre in den therapeutischen Internaten. Sie leben aber nicht einer isolierten Blase; die Internate kooperieren meist mit anderen Schulen, die die Kinder schließlich tagsüber besuchen. Der Kontakt zur Außenwelt bleibt bestehen, den Kindern wird die Angst vor dem Kontakt mit anderen Menschen genommen. Sie erhalten in diesen Schulen auch keine Sonderbehandlung. Es gibt aber auch internatseigene Schulen mit einem strengen Lehrplan und Einzelunterricht. Diese sind speziell für die Kinder gedacht, die sich in den ersten Monaten überhaupt nicht zutrauen, auf eine andere Schule zu gehen. So erhalten die jungen Leute die Möglichkeit, sich neu zu finden und wieder Mensch zu werden, verpassen aber auch keinen Stoff in der Schule. Nachmittags und am Wochenende gibt es feste Hausaufgabenzeiten und auch für Prüfungen wird gepaukt. Feste Regeln und Strukturen formen den Alltag und geben ihm Ordnung. So können die Schüler trotz ihrer Krankheit und der Behandlung ihren Abschluss machen. Wenn sie diesen absolviert haben, werden die Kinder aber nicht einfach in das Leben entlassen. In Wohngruppen in benachbarten Städten werden sie auf das Studium oder Arbeitsleben vorbereitet. Therapeuten und Betreuer stehen natürlich nach wie vor jederzeit zur Verfügung.

Eine Zusammenarbeit mit Eltern ist ebenso wie in einem normalen Internat unablässig. Regelmäßig finden für die Eltern der Kinder Schulungen und Seminare statt, in denen sie auch lernen mit der Krankheit der Kinder und den Umständen umzugehen. Ein Aufenthalt in einem therapeutischen Internat ist oftmals nicht ganz günstig. Die Kosten können bis zu 6000 pro Monat betragen, dabei beteiligen die Eltern sich einkommensabhängig. Den Großteil bezahlt der Staat.

Wie ein Internatsbesuch Kindern mit Diabetes helfen kann

Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen

Kinder mit Diabetes haben oft nicht nur Probleme mit der Krankheit. In der Pubertät wird die Krankheit meist nicht ernst genommen und die regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte wird vernachlässigt. Internate, die sich auf Betreuung von Kindern mit Diabetes spezialisiert haben, können eine gute Hilfe sein.

Diabetes ist keine angenehme Diagnose. Besonders Kinder können Probleme haben, mit dieser Krankheit umzugehen. In den Schulen gibt es oftmals keine dafür spezialisierte Mensa und die Mitschüler können unbeschwert leben, während die Kinder mit Diabetes Einheiten zählen und Blutzuckerwerte kontrollieren müssen. Meist nehmen sie die Krankheit auch nicht richtig ernst und lassen die Kontrolle schleifen. Das führt zu weiteren gesundheitlichen Problemen, die die Schulleistungen massiv beeinflussen. Wenn die Familie zudem vorbelastet ist durch Scheidung oder Krankheit, ist es oft sinnvoll, das Kind aus dem Alltag zu nehmen. Manche Internate in Deutschland bieten eine spezielle Betreuung für Kinder mit Diabetes an. Es gibt feste Zeiten für Zuckermessen und Spritzen sowie gemeinsame Sprechstunden mit den geschulten Diabetesberatern. Außerdem werden Blutzucker-Langzeitwerte gemessen, sodass gegebenenfalls falsch notierte Werte rasch auffliegen. Die Diabetesberater haben auch ein offenes Ohr für Probleme, die den Diabetes direkt nicht betreffen; Durch die intensive Betreuung der erkrankten Kinder können die Schulnoten wieder deutlich verbessert werden. Die Schüler knüpfen auch neue Freundschaften mit anderen Kindern, die an Diabetes erkrankt sind. Sie können sich austauschen und finden Vertraute, die die Situation besser verstehen können. So fühlen sich die Kinder nicht ausgegrenzt und oft halten die Freundschaften ein Leben lang. Die Lebensqualität verbessert sich deutlich, denn nicht nur die schulischen Leistungen werden besser, sondern auch die Gesundheit. Die Werte stabilisieren sich und die Kinder können meist unbeschwert leben.

Die Kosten für den Aufenthalt in einem Internat tragen häufig die örtlichen Jugend- oder Sozialämter. Dazu müssen die Eltern einen Antrag stellen. Informationen dazu erhalten sie in den jeweiligen Schulen.

Privatschulen für Kinder mit Lernschwäche

Privatschulen für Kinder mit Lernschwäche

Kinder mit Lernschwäche haben es an öffentlichen Schulen nicht leicht. Oft fehlt es an Verständnis, so dass die Schüler von den Mitschülern gemobbt werden. Daher bietet sich ein Besuch einer privaten Förderschule an.

Ab Ende der zweiten Klasse kann mit Hilfe von Intelligenztests und Gesprächen die Diagnose für eine Lernschwäche sichergestellt werden. Nach der Diagnose empfiehlt sich eine Einzeltherapie, in der der Schüler individuell in seinem Leistungsprofil gefördert wird, egal ob das Kind an Legasthenie oder Dyskalkulie leidet. Die Kosten für diese Therapie bleiben allzu häufig aber bei den Eltern hängen. Doch nicht nur finanziell stellt sich eine hohe Belastung dar. Die Kinder leiden unter Verständnislosigkeit sowohl der Lehrer wie auch der Schüler. Sie werden als dumm oder faul beschimpft und von den Mitschülern häufig gemobbt. Die negativen Erfahrungen prägen das Selbstbewusstsein. Es ist ein Teufelskreis, da die Kinder sich am Ende nicht trauen, sich durchzusetzen. An Privatschulen, die sich auf die Förderung von Lernschwäche spezialisiert haben, werden die Kinder mit ihren Problemen ernst genommen. Speziell geschulte Pädagogen und Lehrer können das Kind in seinen Talenten stärken und an den Schwächen arbeiten, so dass sogar die Möglichkeit besteht, das Abitur zu absolvieren. Besondere pädagogische Konzepte und gezielte sowie besondere Förderung stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder, so dass sie leistungsfähiger werden. Zudem werden die Eltern und die Familie entlastet, denn eine Therapie ist häufig nicht mehr notwendig. Mittlerweise nutzen zehn Prozent aller Kinder, die eine Privatschule besuchen, das Angebot und sind an Privatschulen mit besonderer Förderung angemeldet. Dabei werden verschiedene Konzepte angeboten. Es gibt auch Schulen in freier Trägerschaft, in denen hochbegabte Kinder, Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten oder Wahrnehmungsstörungen, körper- oder geistig behinderte Kinder sowie Kinder mit verschiedenen Krankheiten und mit sonderpädagogischen Bedarf unterrichtet werden.

Der Besuch einer Privatschule für lernschwache Kinder lohnt sich also doppelt. Die Eltern können sich sicher sein, dass das Kind durch geeignete pädagogische Konzepte gefördert und unterrichtet wird, während das Kind sein Selbstbewusstsein wieder aufbauen kann.

Was kostet eigentlich ein Internat?

Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen

Eltern, die noch keine Erfahrung mit Internaten haben und sich informieren möchten, fragen sich zuallererst „Was kostet eigentlich ein Internat?“ Die Kosten variieren sehr stark im Rahmen zwischen 350 und 3000 Euro. Es hängt vor allem davon ab, was für eine Form der Unterbringung, Verpflegung und Betreuung gewünscht wird.

Zum Beispiel ist ein wesentlicher Faktor, ob die Unterbringung im Einzelzimmer oder Mehrbettzimmer erfolgt. Die Art der Verpflegung, ob Teil- oder Vollverpflegung und die Nutzung umfangreicher Freizeitangebote beeinflussen den Preis sehr.

Internate unter konfessioneller Führung sind in der Regel die günstigere Alternative zu privaten Internaten. Bei ihnen belaufen sich die monatlichen Kosten zwischen 350 und 1.200 Euro. Private Internate beginnen mit 600 Euro und können bis zu 3000 Euro im Monat kosten.

Diese monatlichen Ausgaben sind aber nicht alles. Eltern müssen weitere Ausgaben für Taschengeld, Materialien und Reisekosten einplanen. In einigen Fällen übernehmen Jugendämter einen Teil dieser Ausgaben. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten bestehen über Stipendien, die grundsätzlich jedes Internat anbietet oder verschiedene Förderkonzepte, die manche Internate ins Leben gerufen haben. Dabei können gut verdienende Eltern teilweise oder ganz die monatlichen Kosten für einen Internatsschüler übernehmen, sodass auch Schüler das Internat besuchen können, deren Eltern sich das sonst nicht leisten könnten. Für die Eltern die so einen Platz finanziell fördern, gelten die Ausgaben als Spende, über die sie auch eine Spendenquittung erhalten, die sie steuerlich absetzen können.

Es lohnt sich in jedem Fall sich ausführlich über die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten eines Internatsbesuchs der Kinder schlau zu machen. Fest steht: Internate sind nicht ausschließlich etwas für Kinder reicher Eltern. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie auch weniger bevorteilte Kinder trotzdem ein gutes Internat besuchen können. In unserem großen Internate-Führer werden hunderte Internate vorgestellt, die von den Kosten her übersichtlich präsentiert werden, sodass Eltern und Schüler schnell die Internate vergleichen können, die sie interessieren.

Eine ZDF-Reportage beleuchtet das Thema „Diagnose: Leistungsverweigerung“ und wie der Besuch eines Internats dabei helfen kann, dass die Schüler wieder auf Kurs kommen.

Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen

Es gibt unter Jungen immer häufiger das Phänomen der totalen Leistungsverweigerung in der Schule. Die Ursachen sind vielfältig. Ob durch Langeweile aufgrund von Hochbegabung und infolgedessen Unterforderung, was eher seltener vorkommt, oder aufgrund familiärer Strukturen, die dem Kind zu schaffen machen oder auch Schwierigkeiten in der pubertären Entwicklung: in den meisten Fällen sind Jungs von dem Problem betroffen. Für eine ZDF-Reportage wurden drei Jungen begleitet, für die ein Schulwechsel, insbesondere auf ein Internat, die erhoffte Lösung versprach.

Die drei Jungen, die für die ZDF-Reportage „Diagnose: Leistungsverweigerung – Zwischen Schulstress und Pubertät“ begleitet wurden, sind Teenager. Alle haben gemeinsam, dass sie in außerschulischen Bereichen außergewöhnliche Begabungen vorweisen können und in vielen Bereichen überdurchschnittlich interessiert sind. Doch im schulischen Umfeld will es nicht so richtig klappen. Den Jungen ist das Interesse, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen, gar zum Unterricht zu erscheinen, irgendwann abhandengekommen.

Den Pädagogen und Eltern ist nicht klar, was die Gründe dafür sind und wieso besonders Jungen diese Problematik haben. Das Thema wird derzeit in der pädagogischen Forschung sehr angeregt diskutiert. Wieso haben besonders Jungen Probleme mit dem deutschen Schulsystem und wieso lautet ihre Antwort auf Stress: Leistungsverweigerung?

Phillip, einer der Jungen, der in der Reportage zu Wort kommt, war ein herausragender Schüler in der Grundschule. Die Lehrer prophezeiten ihm eine großartige Zukunft. Allerdings verliert Phillip spontan das Interesse an der Schule, lernt überhaupt nicht mehr und geht nicht mehr regelmäßig zum Unterricht. Sein alleinerziehender Vater ist ratlos. Er erhält zwar Unterstützung vom Jugendamt, doch Phillip muss trotzdem vom Gymnasium runter.

Jannes, ein 15-jähriger Teenager, hat die Kurve gekriegt, nachdem er vom Gymnasium auf ein Internat wechselt. Seine Leistungen haben sich wieder normalisiert und das Verhältnis zur alleinerziehenden Mutter hat sich wesentlich entspannt und verbessert. Auf dem Internat erfuhr Jannes, was er zu Hause nicht ausreichend bekam: klare Strukturen, geregelte Abläufe sowie männliche Vorbilder. Ein Internat ist nicht nur für Einser-Schüler eine gute Alternative zum konventionellen Schulsystem. Auch Schul- und Leistungsverweigerer erhalten auf einem Internat die Möglichkeit, sich zu entfalten und ihr Interesse am Lernen wiederzufinden. Das liegt mitunter an der individuellen Förderung in kleinen Lerngruppen, wie es an Internaten üblich ist. So können sich Pädagogen viel mehr Zeit für einzelne Schüler nehmen und diese nach ihren jeweiligen Stärken und Schwächen unterstützen, motivieren und fördern.

Der dritte Junge, der in dem Film vorgestellt wird, ist Jakob. Er ist mit 12 Jahren recht jung und noch nicht im typischen Pubertätsalter, um die üblichen Probleme zu entwickeln. Seine Leistungsverweigerung tritt bereits in der Grundschule auf. Das, was an dieser plötzlichen Verhaltensänderung so kurios erscheint, ist, dass Jakob sich in der Schule zwar total verweigert, zu Hause jedoch hochkomplexe Bücher verschlingt und diese auch versteht. Jakob nimmt inzwischen an einem Schulprojekt teil, das intelligente Kinder, die aber dennoch Schulverweigerer sind, in besonderem Maße fördert. Hochbegabte Kinder haben ein anderes Bildungsbedürfnis, das in einer konventionellen Schule nicht befriedigt werden kann. Das Projekt findet im Rahmen einer konfessionellen Trägerschaft statt. Die meisten der Schüler sind Jungen mit einer ähnlichen Vorgeschichte wie Jakobs. Auch die Herkunft der Kinder weist starke Parallelen auf: viele stammen aus Akademikerfamilien, in denen die Eltern viel arbeiten und weniger Zeit für die Kinder aufbringen können.

Fazit: Bei Kindern, die Schul- und Leistungsverweigerer sind, ist der Wechsel zu einer alternativen Schulform Gold wert. Es gibt immer Gründe dafür, warum sich ein Kind der Schule verweigert. Auf einem Internat oder in einer Privatschule erhalten die Jugendlichen eine individuelle Förderung, können ihre Interessen ausleben und sich sportlich und künstlerisch bzw. musisch entfalten. „Querdenker“ können sich im losen Klassenverband mit mehreren Jahrgängen austauschen. Gerade die Jüngeren, die im Kopf besonders weit sind, profitieren durch den Kontakt zu älteren Schülern.

Wie der Alltag in einem Internat aussieht…

Das Internatsleben erfüllte alle Erwartungen

Es gibt für Schüler, die in Internaten untergebracht sind, einen strukturierten Alltag, der Verbindlichkeit und Sicherheit schafft. Dazu gehören die Abläufe des täglichen Lebens wie das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten, das Wohnen, die Kleidung oder Zeit für Sport und musische-künstlerische Aktivitäten. Einen „klassischen normativen Alltag“ gibt es dabei aber nicht. Es gibt genügend Raum, damit sich Schüler individuell entfalten können und nicht immer alles nach Stundenplan abläuft.

Ein strukturierter Tagesablauf in einem Internat schafft Ordnung und gibt den Schülern Sicherheit, da viele Abläufe wie Rituale sind und vor allem den jüngeren Schülern Routine geben. Am Morgen haben die Schüler einen Zeitrahmen, um sich vor dem gemeinsamen Frühstück anziehen, waschen und ggf. aufräumen und ihr Bett machen zu können. Im Rahmen des Frühstücks erfolgt eine Versammlung oder bei konfessionellen Internaten die Morgenandacht. Je nach Internat beginnt der Unterricht dann zwischen 8 und 9 Uhr.

Die meisten Internate verfolgen keinen Frontalunterricht im Klassensystem, sondern lassen die Schüler selbst auswählen, was sie zu welchem Zeitpunkt lernen und erledigen wollen. Es ist vielmehr ein Kurssystem, dass die Schüler zu eigenständiger Organisation ihres Unterrichtsalltags und der Unterrichtsinhalte motiviert, was die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Schüler fördert.
Nach der Unterrichtsphase erfolgen dann häufig sportliche, musische oder künstlerische Aktivitäten, je nach individueller Ausrichtung sollte da für jeden Schüler etwas Spannendes dabei sein. An den meisten Internaten wird neben dem klassischen Unterricht sehr viel Wert auf die Ausbildung sportlicher und künstlerischer Fähigkeiten der Schüler gelegt. Als weitere Freizeitangebote gibt es darüber hinaus verschiedene Clubs für die Interessen der Schüler oder die Möglichkeit zu ehrenamtlichen Tätigkeiten. Die älteren Schüler können sich auch abmelden und das Internatsgelände für einen Ausflug in die Stadt oder dergleichen verlassen.

Gegen Abend stehen dann meist gewisse Pflichten wie das Aufräumen der Wohnräume, Putzen der Gemeinschaftsräume, den Speisesaal eindecken bzw. abräumen an. Das ist allerdings je nach Internatsorganisation unterschiedlich geregelt. Es ist gut, wenn die Kinder in diesem Zusammenhang auch Pflichten nachkommen müssen und Verantwortung übernehmen. Nach dem Abendessen folgt in den meisten Internaten die offizielle Hausaufgabenzeit und Zeit zum Lernen und Vorbereiten für den nächsten Tag. Die Unterstufen treffen sich dafür in großen Gruppenräumen zur gemeinsamen Vorbereitung, die Oberstufenschüler können ihre Hausaufgaben selbstständig auf ihren Zimmern erledigen. Anschließend bleibt noch freie Zeit für gemeinsame Gespräche, das Treffen und Zusammensitzen mit Mitbewohnern, um fernzusehen oder Musik zu hören. Danach erfolgt die offizielle Nachtruhe.

An den Wochenenden unterscheidet sich der Tagesablauf und ist weniger strukturiert. Somit haben die Schüler Möglichkeiten zur individuellen Freizeitgestaltung. Wenige Internate bieten auch am Samstagvormittag Unterricht an. Die Aufsteh- und Nachtruhezeiten sind am Wochenende oft gelockert und die Zeiten zum Essen flexibler gestaltet. Die Abende stehen sowieso zur freien Verfügung. Allerdings müssen die Schüler einiger Internate die Zeit am Wochenende auch für Haushaltspflichten wie Wäschewaschen vorsehen, insofern dieser Service nicht angeboten wird. Die Schüler haben an den Wochenenden aber auch Gelegenheit mit einer Band in Musikproberäumen zu üben, sich in Kunsträumen kreativ zu entfalten oder in den Sportanlagen zu trainieren. Computerräume gibt es darüber hinaus auch, sodass die Schüler sich auch ihre technischen und medialen Kenntnisse vertiefen können. Häufig finden an den Wochenenden auch sportliche Wettkämpfe mit anderen Internaten statt oder es gibt verschiedene Work Shops.

Das Essen an Internaten erfolgt im Rahmen einer Vollversorgung mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Das Erscheinen zu den Essenszeiten ist obligatorisch, außer an den Wochenenden. Diese Verpflichtung hat aber etwas Gutes: denn so kommen alle Schüler einer Wohneinheit, einer Stufe oder gar der gesamten Schule zusammen. Auf diese Weise wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und es können Sozialkontakte aufgebaut und gepflegt werden. Inzwischen gehen viele Internate auf die Essgewohnheiten und Bedürfnisse ihrer Schüler ein. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist ein wichtiger Punkt für die Internate bei der Gestaltung der Essenspläne geworden. Oft gibt es Küchenbereiche, die die Schüler selbst nutzen können, um sich zwischendurch Snacks zuzubereiten, Tee zu kochen oder Kühlschränke für Getränke zu nutzen.

© 2026 Unterwegs Verlag GmbH

This website stores cookies on your computer. These cookies are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to to opt-out of any future tracking, a cookie will be setup in your browser to remember this choice for one year.

Accept or Deny